Energiesparlampen - Alternative: LED-Lampen

Gerade erst ist sie dabei, die traditionelle Glühbirne - zwangsweise per EU-Richtlinie - zu ersetzen, bald wird sie aber auch selbst ein Auslaufmodell sein. Lesen Sie hier, warum der Trend in Richtung LED-Lampe geht.

Dass die Tage der klassischen Glühbirne gezählt sind, ist keine Neuigkeit. Seit 2012 ist die Einfuhr sämtlicher Glühbirnen in die Europäische Union verboten. Ersetzt werden sollen diese durch die Energiesparlampen, denen allerdings nun auch selbst kein langes Leben mehr vorausgesagt wird:

LED-Lampe ist im Kommen

Experten gehen davon aus, dass die Energiesparlampe, die ursprünglich die Glühbirne ersetzen sollte, selbst von der LED-Leuchte verdrängt wird. Diese sind langlebiger, und vor allem umweltfreundlicher in der Entsorgung. Derzeit gilt es vor allem noch, die Leuchtkraft zu verbessern.

LEDs verbrauchen noch weniger Energie als die anderen Leuchtmittel, da sie die Energie tatsächlich nur in Licht, und nicht auch in Wärme verwandeln. Nachdem es lange Zeit ökonomisch sinnlos war, weiße LEDs herzustellen, hat sich in den letzten Jahren auf diesem Gebiet einiges bewegt.

Zwar müssen nach wie vor mehrere LEDs in einer "Glühbirne" nebeneinander eingesetzt werden, um das Licht „Glühbirnen-mäßig“ bündeln zu können, doch die Technologie schreitet mit Riesenschritten voran.

So präsentierte ein kalifornischer Hersteller bereits im Frühjahr 2009 eine LED-Lampe die, bei einer Leistung von 7,5 Watt die Leuchtkraft einer herkömmlichen 60 Watt-Glühbirne erreicht. Eine Lebensdauer von 10 Jahren bei typischer Haushaltsnutzung sollte damals den hohen Preis von ca. 120 Dollar rechtfertigen.

Der Anschaffungspreis ist – neben einigen noch immer vorhandenen Unzulänglichkeiten bei der Lichtausbeute – auch das derzeit noch größte Manko der LEDs.

Riesiger LED-Markt

Experten schätzen, dass in den kommenden 40 Jahren die gesamte Beleuchtung der Industriestaaten auf LED-Technologie umgerüstet wird. Die jüngste Generation von extrem hellen Power-LEDs bringt es auf eine Lebensdauer von mindestens 25.000 Stunden bei einer Leistung von acht Watt. Für die gleiche Brenndauer sind 25 Glühlampen à 40 Watt nötig. Insbesondere der Durchbruch in der Außenbeleuchtung steht nach Ansicht vieler Experten unmittelbar bevor.

Energiesparlampe im Out

Weniger gut kommt die Energiesparlampe davon: Die versprochene Lebensdauer und Öko-Effekt sind je nach Marke stark anzuzweifeln. Auch das Magazin „Ökotest“ rückt die Sparlampen in ein zweifelhaftes Licht. Ökoleuchten seien weit weniger sparsam und langlebig als versprochen. Bei der Lichtqualität erhielten alle 16 damals untersuchten Modelle die Note „mangelhaft“. Außerdem erzeugen sie Elektrosmog, fanden die Tester heraus. Das erforderliche Schaltnetzteil der Lampen arbeitet mit elektromagnetischen Impulsen von 40.000 Hertz und 100 Hertz, die ein auf lange Sicht sehr belastendes Flimmern bewirken. Der hohe kurzwellige Blauanteil des Lichts kann zudem die Rezeptorzellen der Augennetzhaut schädigen und zu stressbedingter Trockenheit der Hornhaut und sogar grauem Star führen, haben Mediziner herausgefunden. Da die Lichtblitze das zentrale Nervensystem erheblich belasten, kommt es bei vielen Personen bekanntermaßen zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel
und ähnlichen Folgewirkungen.

Das größte Gesundheitsrisiko geht jedoch vom Quecksilber aus, das in den Energiesparlampen enthalten ist: Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, so kann laut Erkenntnissen der Experten eine Quecksilberkonzentration im Raum freigesetzt werden, die den Richtwert von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter um das Zwanzigfache überschreitet. Darum sollten sich insbesondere Kinder und Schwangere von Energiesparlampen fernhalten, empfiehlt beispielsweise das deutsche Umweltbundesamt.

 


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Datum: 11.09.2010

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