Architektur im Mittelpunkt

Der Onlinehandel verlangt nach neuen logistischen Konzepten – nah an den Absatz­märkten. Die Drohne hat wohl keine Chance. Das Verteilerzentrum im Erdgeschoß aber umso mehr.

Visionäre Leuchttürme der Stadt? Tankstellen zählen definitiv nicht dazu. Doch der „Tower of Power“ ragt heraus - aus vielerlei Gründen.

Noch viel Luft nach oben: Erwartungshaltungen, ästhetische Wunschbilder und planerischer Widerstand. Ein Architekt und eine Immobilienexpertin über die Wiener Dach- und Wohnlandschaften.

Parkhäuser, Logistikzentren, Studentenwohnheime – die Investitionsziele des Immobilienkapitals werden immer bunter, meist deswegen, weil es zu wenige Core-Immobilien gibt. Noch kaum entdeckt: Tankstellen. Dabei spricht einiges für diese Liegenschaften, denn sie liegen meist an gut frequentierten Punkten.

Beziehungsstress, Konflikte, Streitfragen – auch in der urbanen Seele brodelt es, sagt Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer. Ein Gespräch beim Marktbesuch und im Wiener Kaffeehaus – wo sonst? – über die schönen Cityseiten, Ängste, Vorder- und Hintergründiges. Über das Fremdsein und das Daheimsein.

Frischer Wind anstelle eines leichten Stadtlüfterls: Angelika Fitz, die mit Anfang Jänner 2017 die Direktion des Architekturzentrum Wien übernommen hat, will das gute Leben in verbauter City-Landschaft wiederfinden. Ihr Aufruf: International denken, Fragen stellen, Mut zeigen, Welt neu gestalten. Ein Gespräch über das Wagnis Stadt und die Wirklichkeit Wiens.

Weus a Erz hot … und a Bergwerk: In der schwedischen Nordkalotte rollen die Bagger. Die Stadt Kiruna muss der Mine weichen. Beim Kofferpacken und dem nachhaltigen Neuaufbau der kleinen Metropole – drei Kilometer weiter im Osten – helfen die Planer von White ­arkitekter. Die Betroffenen nehmen es samt und sonders nordisch cool: Es wäre nicht Schweden, wenn den Umzug nicht alle gut fänden …

Kein Kino ohne starke Charaktere. Der Held, der Dieb, der Freund, der Verführer, der Geheimnisvolle und der Grauenhafte. Nein – dabei handelt es sich nicht um Rollen für Schauspieler, sondern um Orte, in denen Geschichten spielen. Städte, Kleinstädte und Dörfer sind im Film ganz bestimmten Archetypen zugeordnet.

Gegessen werden muss immer. Auch wenn die eigene Küche kalt bleibt. Doch während sich Landbewohner mit dem klassischen Wirtshaus zufriedengeben, sind die Städter wählerischer. Wohl auch weil zwischen Büromeetings und Feierabendstress die Zeit deutlich knapper geworden ist.

Kaum jemanden lassen Flughäfen kalt. Jeder Flughafen hat eine bestimmte Aufenthaltsqualität und „Lesbarkeit”. Manche sind zweifelsohne architektonische Meisterwerke.