Was ist eigentlich....Furnier?

Auf den Punkt gebracht ist Furnier nichts anderes als ein ganz dünnes Holzblatt, das auf Massivholz oder einen anderen Träger aufgebracht wird. Hier alles zur Herstellung und dem Einsatz.

Bereits 3.000 v. Ch. war in Ägypten die Technik des Furnierens bekannt. Schon damals wurden dünn geschnittene Edelhölzer auf preiswerteres Holz aufgeleimt. In Europa begann man im 16. Jahrhundert damit, billige Hölzer durch Furniere (franz.: „fournir“ – ausstatten) aufzuwerten.

Sägen oder schälen

Erzeugt wird Furnier durch Sägen (1-5 mm), Messern (0,3-3 mm) oder Schälen (0,5-1,5 mm). Besonders dünnes Messerfurnier, das beispielsweise zu Echtholztapeten verarbeitet wird (0,1-0,15 mm), wird im Fachjargon übrigens Mikrofurnier genannt. Die noch feuchten Furnierblätter werden behutsam getrocknet und entsprechend der ursprünglichen Stammform gebündelt und lichtgeschützt gelagert.

Furnier ist was für Profis

Verarbeitet wird Furnier in der Regel von Fachleuten. Dabei stellen sich die TischlerInnen die Furnierblätter entsprechend dem gewünschten Maserungsbild zusammen, schneiden sie passend zu und kleben sie mit einem speziellen Klebeband (gummiertes Papier) oder Klebefaden zusammen. Danach wird das Deckfurnier, auch Außenfurnier genannt, auf die zu bearbeitende Holzplatte aufgeleimt, auf der Rückseite wird das so genannte Gegenzug- oder Innenfurnier aufgebracht und im letzten Schritt wird die Platte in der Furnierpresse fertiggestellt.

Nach dem Trocknen bzw. Pressen kann die Oberfläche geschliffen und veredelt werden. Geschliffen wird mit einem Bandschleifer oder einer Durchlaufschleifmaschine mit 60er bis 180er Körnung. Ohne eine spezielle Presse lässt sich Furnier nur bedingt bearbeiten. Sollten Sie das dennoch selbst versuchen wollen, können Sie in manchen Tischlereien in Lohnarbeit pressen lassen. Schleifen und Oberflächenfinish sind dann wieder Ihre Sache.


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Datum: 02.05.2017

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