Magische Milliardengrenze übersprungen: BIG mit Umsatzrekord

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) knackte 2016 die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro. Aufgrund gestiegener Mieterlöse und höherer Erlöse aus dem Verkauf von Umlaufvermögen sei im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzplus von sechs Prozent erzielt worden, meldete Geschäftsführer Hans-Peter Weiss (im Bild) anlässlich der Ergebnispräsentation. Zum Bilanzende standen damit exakt 1.049,9 Millionen Euro in den Büchern.

Vor diesem Hintergrund konnte auch das EBITDA mit EUR 641,3 Millionen gesteigert werden, während die EBITDA-Marge mit 61,1 Prozent leicht unter dem 2015er-Ergebnis zu liegen kam. Das Betriebsergebnis stieg im Berichtszeitraum um 21,2 Prozent auf 742,8 Millionen Euro, was laut Konzern in erster Linie auf das höhere Bewertungsergebnis von 111,6 Millionen Euro zurückzuführen gewesen sei. In weiterer Folge lag der Periodengewinn mit 510,9 Millionen Euro um 27,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Funds from Operations (FFO) ohne Verkäufe stiegen um 3,2 Prozent auf 456,3 Millionen Euro.  Auch die bereits solide Eigenkapitalquote lag mit 54,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der zum Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ressortierende BIG-Konzern umfasst insgesamt 2.089 Liegenschaften mit rund 7,2 Millionen Quadratmetern vermietbarer Fläche. Im Berichtszeitraum wurden laut BIG 516,6 Millionen Euro in Neubauten, Generalsanierungen und Instandhaltung investiert. Der Fair Value betrug zum Jahresende 2016 11,4 Milliarden Euro.

Investitionen in Schulen und Universitäten

Rund 70 Prozent der Gebäude sind Schulen und Universitäten. Ressourcenschonendes Bauen und Sanieren sowie die energieeffizientes Bewirtschaften der Immobilien sei hier gefragt, heißt es seitens der BIG. So würden im Rahmen des Sonderprogramms Universitäten bis Ende 2020 rund 200 Millionen Euro  in 17 definierte Universitätsprojekte investiert. Sämtliche Projekte seien bereits in Umsetzung, wie im Zuge der Bilanzkonferenz zu hören war. So gingen 2016 zahlreiche Großprojekte in Bau – darunter die Sanierung und Erweiterung des zentralen Lern- und Lehrgebäudes der Medizinischen Universität Innsbruck, die Sanierung und Erweiterung der Bibliothek der Karl-Franzens-Universität in Graz, die Sanierung des Schwanzertrakts sowie die Sanierung und der Umbau eines neuen Gebäudes in der Vorderen Zollamtsstraße als Erweiterungsfläche für die Universität für angewandte Kunst Wien.

Wohnbauinitiative ergänzt Ausbaustufe am Bildungssektor

Neben dem Bildungsbereich (Med Campus der Medizinischen Universität Graz, Biologiezentrum der Universität Wien in St. Marx, Bildungsquartier Aspern) wird auch in den Wohnbau weiter investiert. Projekte der Wohnbauinitiative ARE, respektive ihrer Tochtergesellschaft Are Development, stünden bereits in den Startlöchern – darunter das „TrIIIple“, das „Ensemble“ und der „Wildgarten“, heißt es seitens der BIG.


AutorIn:

Datum: 10.04.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Otis stellte seine Strategie für die kommenden Jahre vor. Im Fokus: das Neukundengeschäft und weitere Service-Steigerungen, die mit der weitgehenden digitalen Aufrüstung einhergehen sollen. Für Architekten hat man ein neues Feature im Angebot.

Megadeal kommt ins Rollen: Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat mit der österreichischen Buwog eine Grundsatzvereinbarung über einen Zusammenschluss unterzeichnet. Geboten werden für den heimischen Player mehr als fünf Milliarden Euro.

Der Innviertler Heizkesselhersteller Hargassner erweitert seine Firmenzentrale. Auf rund 6.000 Quadratmetern entstehen neben Büros ein neues Trainings- sowie ein Kundenzentrum. Investiert werden rund zehn Millionen Euro.

Es ist beschlossene Sache: Wie heute bekannt wurde, verkauft die Immofinanz ihr Moskau-Portfolio an die Fort Group. Diese stellt für die darin enthaltenen Einzelhandelsimmobilien 901 Millionen Euro bereit. Der Vertrag, ein Share Deal, ist bereits unterzeichnet.

Der Wärmedämmstoffproduzent hat diese Woche in seinem bereits dritten rumänischen EPS-Werk die Produktion hochgefahren. Markttechnisch soll damit der Westen des Landes erschlossen werden. Premiere: Erstmalig wurde ein bestehender Standort übernommen und adaptiert.

Eine starke internationale Nachfrage nach Bohrern und Fräsern der Salzburger Alpen-Maykestag bescherte dem Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 20187/2018 ein Umsatzplus von 13 Prozent.