EU-Förderungen in Deutschland

Deutschland bietet ausländischen Investoren ein breites Förderprogramm: Förderungen für KMU und Großunternehmen, für Forschung und Entwicklung, für Unternehmensgründungen oder Investitions- und Technologieförderungen.

Deutschland bietet ausländischen Investoren ein breites Förderprogramm: Förderungen für KMU und Großunternehmen, für Forschung und Entwicklung, für Unternehmensgründungen oder Investitions- und Technologieförderungen. Die Produktpalette reicht von Barzuschüssen über Zinszuschüsse bis hin zu der Übernahme von Garantien. Dieses außergewöhnlich große Angebot ermöglicht den Unternehmen, ein nach ihren speziellen Bedürfnissen ausgerichtetes Förderprogramm in Anspruch zu nehmen.

Für Investitionsprojekte in Deutschlandangesiedelter Unternehmen gibt es vier wichtige EU-Förderschwerpunkte:

• Regionalförderung
• Klein- und Mittelbetriebe
• Technologieförderung
• Umweltförderung

Die maximale Förderhöhe wird je nach Region und Unternehmensgröße durch das EU-Beihilferecht bestimmt und begrenzt die Summe aller geldwerten Förderungen durch Staat, Region und Kommune.

Förderschwerpunkt Investitionen

Kleinunternehmen

Mittelunternehmen

Großunternehmen

Außerhalb der Regionalfördergebiete

max. 15 %

max. 7,5 %

Burgenland

max. 50 %

max. 40 %

max. 30 %

andere Regionalfördergebiete

(siehe Verzeichnis der Gemeinden

mit regionalen Obergrenzen)

regionale

Obergrenze

+ 20 %

regionale

Obergrenze

+ 20 %

regionale

Obergrenze

Regionalförderung
Für die österreichischen Regionalförderungsgebiete 2007 - 2013 wurden seitens der EU regionale Höchstgrenzen der Förderung festgelegt. Bis zu dieser, vom Investitionsstandort abhängigen Höchstgrenze können einem Unternehmen anlässlich der Durchführung von Investitionen öffentliche Förderungen gewährt werden. Dieser Grenzwert beträgt für Großunternehmen, je nach Standort, zwischen 15% und 30%; für mittlere Unternehmen können Zuschläge bis zu 10% und für kleine Unternehmen bis zu 20% gewährt werden.

Klein- und Mittelbetriebe
Kleine und mittlere Unternehmen werden von der EU grundsätzlich als förderungswürdige Zielgruppe angesehen. Für Investitionen von KMU in nicht Regionalfördergebieten gelten in ganz Österreich (d.h. auch in Städten und Regionen, die nicht als Regionalförderungsgebiete eingestuft werden) folgende Förderungshöchstgrenzen:

kleine Unternehmen (gemäß EU-Definition): 15 %
mittlere Unternehmen (gemäß EU-Definition): 7,5 %

Technologieförderung
Aufwendungen für Forschung & Entwicklung sind laut EU-Recht generell als förderungswürdig einzustufen, und zwar unabhängig von Investitionsstandort und Unternehmensgröße. Bei F&E-Projekten ist prinzipiell zwischen der (wissenschaftlich orientierten) Grundlagenforschung und der (auch die wirtschaftliche Verwertbarkeit berücksichtigenden) angewandten Forschung & Entwicklung zu unterscheiden.

– Industrielle Forschung und Entwicklung: 50 %
– Experimentelle Entwicklung (= vorwettbewerblich): 25 %
Für KMU und bestimmte Kooperationsprojekte können Zuschläge gewährt werden.

Umweltförderung
Investitionen im Bereich Umweltschutz gelten ebenfalls als grundsätzlich förderungswürdig.

– Umweltschutzvorhaben gemäß neuer verbindlicher Umweltnormen (nur für KMU): 15 %
– Umweltschutzvorhaben über den gesetzlichen Umweltnormen: 30 %
– Investitionen in erneuerbare Energie od. Energiesparmaßnahmen: 40%

Für KMU und Investitionen in Regionalförderungsgebieten können Zuschläge gewährt werden.

Förderinstrumente:
– niedrig verzinste Kredite
– Zuschüsse
– Haftungen
– Garantien
– Zuschüsse der Republik Österreich

Die wichtigsten Förderstellen in Österreich:
AWS, ERP, FFG, ABA, Kommunalkredit, WWFF, WAFF

Autor:

Datum: 21.07.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Laut Re/Max ImmoSpiegel wurden 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft und verbüchert. Das sind genau 88 Liegenschaften mehr als im Rekordjahr davor: Der Hype um das Häuschen im Grünen ging also in die Verlängerung. Im Vergleich zu 2012 sind die dafür eingesetzten Mittel gleich um ein knappes Drittel nach oben geschnellt.

CBRE meldete heute die ersten Quartalszahlen zum Wiener Büromarkt 2017: Demnach seien rund 36.000 Quadratmeter Fläche neu vermietet worden. Im Vergleich zum Q1 2016 ergibt das ein Minus von 43 Prozent. Doch der Markt soll den Experten zufolge wieder anziehen: Neue Büroflächen und der in die Wege geleitete Brexit könnten für Bewegung sorgen. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch.

Es wird viel investiert. Der Motor der heimischen Immo-Branche brummt: Laut den ersten Quartalszahlen aus 2017, die EHL Immobilien in seinem Marktbericht publiziert hat, wurden Objekte mit einem Gesamtwert von rund 710 Millionen Euro gehandelt. Damit wird im Vergleich zu 2016 ein Plus von 45 Prozent ausgewiesen. Und ein Ende des Höhenflugs scheint nicht in Sicht.

Zinshäuser bleiben heiß begehrt. In Wien aber auch im Rest des Landes: Die Otto Immobilien-Gruppe publizierte diese Woche in ihrem Marktbericht aktuelle Wien-Zahlen. Der Zinshausspezialist Hudej hatte bereits zuvor seine Österreich-Bilanz 2016 veröffentlicht.

Der heimische Stadtmensch will eigentlich aufs Land – die Landbevölkerung von dort nicht weg. So der Tenor einer Market-Studie im Auftrag des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie, BAU!MASSIV!, die gestern präsentiert wurde. Der globale Trend, der die städtischen Verdichtungsräume als große „Wunschorte“ ausweise, würde sich den Autoren zufolge hierzulande nicht bestätigen.

Letzten Freitag ist die MIPIM, die größte internationale Gewerbeimmobilienmesse, im südfranzösischen Cannes zu Ende gegangen. Als bestimmende Themen der 2017er-Auflage haben sich die Bereiche Digitalisierung aber auch alternative Assetklassen herauskristallisiert. Die Stimmungslage unter den 23.000 Besuchern war, so einhelliger Tenor an der Côte d´Azur, angehoben: Auch beim auf Logistik spezialisierten Immobilienentwickler Go Asset Development, der das Thema Stadtlogistik ins Spiel bringt.

Eine hohe Transaktionsdichte bei steigenden Preisen meldet Re/Max Austria für das Jahr 2016 am Eigentumswohnungsmarkt: 47.846 Wohnungen seien laut dem heute publizierten Immo-Spiegel verbüchert worden. Dies entspricht im Vergleich zum Rekordjahr 2015 einem Plus von 4.102 Einheiten oder von 9,4 Prozent. Laut den jüngsten Zahlen haben die Preise im Wohnungseigentum um durchschnittlich 4,4 Prozent angezogen.

Es geht in der Bundeshauptstadt weiter aufwärts: Wurden im Jahr 2016 nur 60.000 Quadratmeter Büroneuflächen auf den Markt geworfen, so rechnet man bei EHL Immobilien für das laufende Jahr mit gut dem Zweieinhalbfachen. 2018 dürften laut dem Büromarktbericht des Immo-Spezialisten mehr als 330.000 Quadratmeter folgen. „Damit erreicht beziehungsweise übertrifft das Fertigstellungsvolumen die Rekordwerte aus den Jahren vor der Finanzkrise 2008“, erklärt EHL-Büroimmobilienleiter Stefan Wernhart.

Die Umsatzeinbrüche der Jahre 2012 bis 2015 in der Fertighausbranche gehören der Vergangenheit an: 2016 nahm die mittlerweile stark konzentrierte Branche Fahrt auf. Und mit plus sieben Prozent recht deutlich. Die Zahl der verkauften Häuser stieg um 4,6 Prozent, wie Interconnection Consulting in einer aktuellen Studie aufzeigt. 2017 soll den Autoren zufolge ähnlich gut performen. Realistisch sei ein Umsatzwachstum von 6,4 Prozent. Mit ein Grund? Die Häuslbauer werden bequemer; schlüsselfertige Lösungen boomen. Zudem seien der Aufschwung in der Bauwirtschaft und steigende Preise hilfreich.