Warme Semmeln: JP bringt Immobilien-Anleihe

Es ist die erste grundbücherlich besicherte Immobilien-Anleihe, die JP Immobilien mit der Erste Bank herausgibt. Der erhoffte Erlös, 47,2 Mio. Euro, soll zur Tilgung von Krediten verwendet werden und so weitere Großprojekte ermöglichen.

Als erste grundbücherlich besicherte Immobilien-Anleihe preist JP Immobilien mit der Erste Group Bank AG seine neueste Aktion an. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Stückelung von 100.000 Euro wurde das Gesamtnominale primär bei institutionellen Investoren platziert. Die JP Immobilien Anleihe wurde von der Creditreform Rating AG mit einem „A+“ Rating eingestuft.

Zweite Anleihe kommt 2013

Wer interessiert ist, muss sich beeilen. Daniel Jelitzka, geschäftsführender Gesellschafter JP Immobilien: "Mit Stichtag heute sind wir bereits bei 46 Millionen. Das preselling erreichte bereits 45 Millionen." Deshalb soll es Ende ersten Quartals 2013 eine Neuauflage mit einem Volumen von rund 70 Millionen Euro geben.

Primär zur Kredit-Tilgung gedacht

Primär ist der Erlös der Anleihe, so in der offiziellen Verlautbarung, zur Tilgung bestehenderKredit-Verbindlichkeiten vorgesehen, die zum Ankauf der Liegenschaften des Immobilienportfolios und derLiegenschaft Am Modenapark 1-2, 1030 Wien, eingegangen wurden. Keinesfalls aufgrund schlechter Finanzlage, versichertJelitzka: "Das ist eine reine strategische Überlegung. Wir sichern uns damit den Zugang zum Kapitalmarkt, erhöhen unsere Eigenkapitalquote und ermöglichen weitere Großprojekte." Genau: Der bestehende Restkredit wird durch die Anleihe ausgetauscht, neue Mittel können aufgenommen werden.

Die Eckdaten der Immobilien-Anleihe:

Emissionsvolumen: EUR 47,2 Millionen
Kupon: 3,50 % p.a., zahlbar jährlich
Laufzeit: 10 Jahre
Stückelung EUR 100.000
Status: grundbücherliche Sicherstellung im 1. Geldrang
(100%ige Besicherung von Kapital und Zinsen)


"Rendite und Sicherheit"

„Diese Anleihe bietet gleich zwei Vorteile. Eine attraktive Rendite für den Investor gekoppelt mit der Sicherheit der dahinter stehenden Immobilien“, so Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank. Und weiter in der offiziellen Aussendung: Mit der ersten Emission einer besicherten Immobilienanleihe in Österreich eröffnet sich für die JP Immobilien Gruppe eine neue innovative Finanzierungsmöglichkeit während sich für die Investoren eine attraktive Veranlagungsmöglichkeit bietet.Sowohl das eingesetzte Kapital als auch die Kuponzahlungen werden im ersten Geldrang grundbücherlich besichert. Das Portfolio für die Besicherung setzt sich aus sieben gutbürgerlichen Wohnimmobilien in den besten Lagen Wiens und einer Gewerbeimmobilie zusammen. Zur Sicherstellung der Kuponzahlungen wird darüber hinaus ein treuhänderisch verwaltetes Reservekonto dotiert.


Die verpfändeten Liegenschaften werden während der Laufzeit der Anleihe nicht verkauft. Allerdings
darf eine der verpfändeten Liegenschaften unter Vorliegen gewisser Voraussetzungen getauscht
werden, sofern das Loan-to-Value-Verhältnis nach Tausch insgesamt 60 Prozent nicht übersteigt, alternativist eine aliquote Teiltilgung möglich. Der Nennwert der Anleihe im Verhältnis zum Wert der Liegenschaften (Loan-to-Value) beträgt zum gegenwertigen Zeitpunkt weniger als 59 Prozent.

JP Immobilien © JP Immobilien

Daniel Jelitzka, Geschäftsführender Gesellschafter JP Immobilien


Autor:

Datum: 14.12.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Nach dem Minus von 42,3 Millionen Euro aus 2015 konnte die Immobilieninvestment und –entwicklungsgesellschaft im Vorjahr wieder einen Gewinn von 22,9 Millionen Euro verbuchen, wie das Unternehmen im Rahmen seiner heutigen Bilanzkonferenz mitgeteilt hat. 2017 wird der Teilverkauf des Hotelportfolios weiteres Geld in die Kassa spülen. In Russland bleibt man engagiert. Geplant sind auch neue Projekte im näheren CEE-Raum.

Die Zukunft der auf Betonsteine und Flächenbefestigungen spezialisierten Frühwald-Gruppe scheint langfristig gesichert. Wie das Unternehmen meldet, habe man zwei Privatinvestoren an Bord holen können. Eine Rochade findet auch der Unternehmensspitze statt: Sowohl der Österreich-Zentrale als auch der internationalen Tochtergesellschaften stellt künftig Branchenexperte Robert F. Holzer als neuer CEO vor.

Schwieriges Marktumfeld in Russland und Bewertungseffekte schlagen in den Zahlen durch. Steigerungen wurden beim Vermietungsgrad erzielt, heißt es seitens des Konzern. Die Dividende soll wie angekündigt bei 6 Cent je Aktie liegen.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) knackte 2016 die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro. Aufgrund gestiegener Mieterlöse und höherer Erlöse aus dem Verkauf von Umlaufvermögen sei im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzplus von sechs Prozent erzielt worden, meldete Geschäftsführer Hans-Peter Weiss (im Bild) anlässlich der Ergebnispräsentation. Zum Bilanzende standen damit exakt 1.049,9 Millionen Euro in den Büchern.

204,3 Millionen Euro im Jahr 2016 – versus 77,2 Millionen Euro aus 2015: Der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten S Immo AG, Ernst Vejdovszky, meldete heute im Rahmen der Bilanzpräsentation ein Plus beim Jahresüberschuss von 165 Prozent und auch mit Blick auf die weiteren Kennzahlen das „beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“. „Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir vor allem mit dem Verkauf eines Teils unseres Deutschland-Portfolios beeindruckende Gewinne realisieren“, so Vejdovszky. Von den Resultaten sollen nun auch die Aktionäre profitieren.

Die CA Immo berichtet, mit dem Verkauf ihres Mehrheitsanteils am Logistikpark Aerozone in Budapest den Rückzug aus dem Logistikbereich abgeschlossen zu haben. In Summe habe man sich im Laufe der letzten Jahre von mehr als 500.000 Quadratmetern Fläche in Polen, Rumänien, Ungarn und Deutschland getrennt, heißt es dazu aus dem Unternehmen.

2017 begeht der in Italien beheimatete Baustoffkonzern Mapei sein 80-jähriges Firmenjubiläum. Grund zum Feiern gibt es auch bei der Österreich-Tochter, die steigende Produktions- und Aufragsvolumina meldet. Ende März erfolgte nun der offizielle Startschuss zum notwendig gewordenen Hallenzubau in Nußdorf ob der Traisen. Eröffnet wird mit Vertretern der Konzernmutter noch im heurigen September.

Der heimische Fensterproduzent präsentierte diese Woche seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr: Erfolge hätten in fast allen Europamärkten erzielt werden können, heißt es seitens Internorm. Das Plus beim Auftragseingang in der Höhe von fünf Prozent schlägt sich in der Umsatzentwicklung nieder. Dieser kletterte den Konzernangaben zufolge von 307 Millionen Euro (2015) auf 322 Millionen Euro. Im heurigen Jahr soll die Investitionsquote deutlich angehoben werden.