Ludwigshafen wächst mit neuem Projekt endlich an den Rhein

Der Startschuss für die Rhein-Galerie, Herzstück des neuen Ludwighafens erfolgte im Jänner 2009. Mit dem ersten Spatenstich läutete Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse gemeinsam mit Vertretern der ECE den Baubeginn für das Großprojekt ein

Der Startschuss für die Rhein-Galerie, Herzstück des neuen Ludwighafens erfolgte im Jänner 2009. Mit dem ersten Spatenstich läutete Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Eva Lohse gemeinsam mit Vertretern der ECE den Baubeginn für das Großprojekt ein. Bis zum Herbst 2010 entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Zollhofhafens direkt am Rheinufer ein neues Innenstadtquartier bestehend aus einem außergewöhnlichen Shoppingcenter mit einer Verkaufsfläche von rund 30.000 Quadratmetern sowie einer etwa 25.000 Quadratmeter großen Rheinpromenade.

Impuls für Ludwigshafen
Die historische Werfthalle bleibt erhalten und wird saniert. Das Investitionsvolumen für die Rhein-Galerie Ludwigshafen beträgt rund 220 Millionen Euro. Im Zuge eines zweiten Bauabschnittes ist nach Angaben der ECE zudem ein Business-Hotel der Drei- bis Vier-Sterne-Kategorie mit bis zu 180 Zimmern vorgesehen. Oberbürgermeisterin Lohse betonte die Notwendigkeit des Vorhabens für die Stadt: „In zweieinhalb Jahren wird unser langgehegter Wunsch in Erfüllung gehen, die Innenstadt zu erweitern und direkt an den Rhein anzubinden. Großzügige öffentliche Außenanlagen mit Shopping- und Gastronomieangeboten werden die Attraktivität des Viertels um ein Vielfaches steigern. Die Rhein-Galerie stellt einen Impuls für die gesamte Innenstadt dar und wird dazu beitragen, Kaufkraft zurückzugewinnen. Insgesamt erwarten wir eine Stärkung Ludwigshafens als Einkaufsstadt.“

Der Schwerpunkt des Branchenmix der Rhein-Galerie liegt im Textilbereich mit Sortimenten im mittleren bis gehobenen Segment. Neben nationalen und internationalen Marken konnten hierfür auch renommierte Händler aus der Region gewonnen werden. Hochwertige Schuhmode-Anbieter sowie Akzente im Bereich Parfümerie, Uhren und Schmuck werden das Modeangebot abrunden. Geplant sind auch ein großflächiger Feinkostmarkt und weitere Anbieter aus dem Lebensmittelbereich, ein Drogeriemarkt, ein großes Buchhaus, Läden für Geschenk-Artikel und Wohn-Accessoires sowie verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Dem Besucher werden darüber hinaus eine große Auswahl an Restaurants und Cafés – größtenteils mit Blick auf den Rhein – geboten.

Bereits Ende Mai hat der Generalunternehmer Ed. Züblin AG mit dem Rückbau der alten Lagerhallen und des ehemaligen Wasserschutzpolizei-Gebäudes am Zollhofhafen begonnen. Die Schnellumschlaghalle wird ab Anfang Juli mit einem Schwimmkran wasserseitig demontiert. Ebenso ist das Setzen der rund 600 Bohrpfähle, auf denen die Rhein-Galerie errichtet wird, bereits im Gange. Der Rohbau entsteht ab August dieses Jahres, sodass voraussichtlich schon Ende 2009 das Richtfest stattfinden kann.

Illuminierte Dachkonstruktion
Nach Fertigstellung wird die Rhein-Galerie mit ihrem Haupteingang und den beiden gläsernen Kopfbauten zum neuen Stadtplatz hin ausgerichtet sein. Eine lichtdurchlässige, bei Nacht illuminierte Dachkonstruktion wird das Gebäude umspannen. Die wellenförmige Gestaltung der seitlichen Bögen des Membrandaches und gerundete Formen im Innen- und Außenbereich stellen Bezüge zum Gestaltungsthema „Fluss und Wasser“ her.

Die zweigeschoßige Shopping Mall erhält entlang der zentralen Galerie-Achse zahlreiche elliptische Glasdächer und damit viel Tageslicht. Auch im Inneren wird das Motiv „Fluss- und Wasserlandschaft“ weitergeführt. Zum geplanten Ensemble der Rhein-Galerie gehören die an der Uferpromenade gelegene historische Werfthalle mit Kran und der Gastronomie-Pavillon.

www.ludwigshafen.de © www.ludwigshafen.de

Die alte Chemiestadt wächst endlich zur echten Rheinstadt

www.ludwigshafen.de © www.ludwigshafen.de

www.ludwigshafen.de © www.ludwigshafen.de


Autor:

Datum: 05.05.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Die Wiener werden immer mehr, damit steigt weiter die Belastung am städtischen Wohnungsmarkt. Trotz zuletzt forcierter Neubauleistung (plus sechs Prozent) dürften im heurigen Jahr schlussendlich rund 7.000 Wohnungen fehlen, wie die EHL in ihrem aktuellen Report informiert. Wenn wo gebaut wird, dann im großen Stil – und immer mehr auch in die Höhe.

Mit Deutschland hält die Alpenrepublik die Rote Laterne: Nur 55 Prozent der Österreicher wohnen wirklich in den eigenen vier Wänden, wie Eurostat jetzt ermittelt hat. Überdurschnittlich viele haben einen Mietvertrag in ihrem Schreibtisch liegen.

Plus bei Kennzahlen und Standorten: Die Budget Design Hotelgruppe beschloss das dritte Quartal mit durchwegs positiven Kennzahlen. Weitere Neueröffnungen und ein Markteintritt stehen noch heuer am Programm.

Frische Zahlen zum Wiener Büromarkt: Wie EHL informiert, war auch das dritte Quartal (noch) von Zurückhaltung geprägt. Diese sorgte dafür, dass die Vermietungsleistung seit Jänner 2017 weiter hinter den Zahlen des Vorjahres hinterherhinkt. Das bis vor kurzem sehr geringe Neubauvolumen schlägt hier weiter durch. Doch eine Trendwende scheint in Sicht.

Der Gewerbeimmobilienmarkt gibt weiter Gas. Die großen Transaktionen des Jahres befeuern die Rekordjagd, wie unter anderem CBRE mitteilt. Mit Ende September konnte bereits das alte Spitzenergebnis aus dem Jahr 2015 eingestellt werden. Bis zum Stichtag waren vier Milliarden Euro investiert.

Für die teuerste Wohnung im Schottenviertel der Wiener Innenstadt mussten heuer knapp 32.100 Euro je Quadratmeter bezahlt werden – so nachzulesen in der aktuellen Auflage des Wohnungsatlasses. Im Schnitt sind heuer in der Wiener City beim Erstbezug rund 12.600 Euro zu berappen.

Für den Traum vom Haus im Grünen muss immer tiefer in die Tasche gegriffen werden. Vor allem in Wien, Tirol, Salzburg und Vorarlberg explodieren die Preise. Bundesweit sind im Jahresvergleich die Einfamilienhauspreise um 9,4 Prozent gestiegen, im Fünfjahresvergleich sogar um knapp 25 Prozent, wie das Maklernetzwerk Re/Max in seinem aktuellen Einfamilienhaus-ImmoSpiegel ausweist.

Positiver Trend – nicht nur in Stein gemeißelt: Laut Konjunkturerhebung des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie zum ersten Halbjahr 2017 wurde in den über 300 Mitgliedsunternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Umsatzplus von 3,58 Prozent verzeichnet. In Summe entspricht dies einer Steigerung von 60 Millionen Euro auf 1,712 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten ist indes leicht gesunken. Mit ein Grund ist der Fachkräftemangel.