My Zeil: Quantensprung für Einzelhandelsflächen Frankfurts

Am 26. Februar 2009 geht mit dem Frankfurter Multifunktions- und Einkaufszentrum My Zeil eine der spektakulärsten Projektentwicklungen in Deutschland an den Start

Am 26. Februar 2009 geht mit dem Frankfurter Multifunktions- und Einkaufszentrum My Zeil eine der spektakulärsten Projektentwicklungen in Deutschland an den Start. Für Frankfurt bedeutet das neue Shoppingcenter mit hundert Geschäften einen Zuwachs der Einzelhandelsfläche um rund 50.000 Quadratmeter. Das auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Beratungsunternehmen Kemper’s Jones Lang LaSalle sieht in dem Projekt eine klare Stärkung des Einzelhandelsstandorts Frankfurt.

Positive Auswirkungen auf Passantenfrequenz und Zentralität
Frankfurt kann die hinzukommende Einzelhandelsfläche ohne Zweifel absorbieren. Das neue Einkaufszentrum wird von einem zahlenmäßig starken und kaufkräftigen Kundenpotenzial profitieren. Im Umkreis von hundert Kilometern lassen sich rund 4,5 Millionen Menschen erreichen, die in Hinblick auf ihre soziokulturelle Zusammensetzung eine hohe Kaufbereitschaft aufweisen. Schon vor der Eröffnung liegt Frankfurts Zentralität, die Aufschluss über die Anziehungskraft auf das Umland gibt, fast zwanzig Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Bei einer Kaufkraft von knapp 6.000 Euro beträgt das tatsächliche Umsatzvolumen des Frankfurter Einzelhandels 6.370 Euro je Einwohner.

Marc Alfken, Geschäftsführer Kemper’s Jones Lang LaSalle Frankfurt: „Wir erwarten, dass sich die Frankfurter Innenstadt in Hinblick auf diese Kennziffern nach der Eröffnung des My Zeil weiter verbessern wird. Aus unserer Sicht hat das My Zeil das Potenzial, täglich bis zu 70.000 Besucher aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet anzuziehen. Die ohnehin sehr hohe Passantenfrequenz der Zeil, zusammen mit der Kölner Schildergasse und der Kaufingerstraße in München ist sie seit Jahren eine der drei meistbesuchten Einkaufsmeilen in Deutschland, dürfte weiter ansteigen.“

Perfekte Anbindung an die Zeil und sehr gute interne Erschließung
Die Lage des neuen Multifunktions- und Einkaufszentrums ist in idealer Weise in die bestehende Einkaufsmeile integriert. Auch das Objekt als solches ist trotz seiner sechs Stockwerke sehr gut erschlossen. Frankfurts längste Rolltreppe mit fast 50 Metern Länge und die Qualität und Anordnung der Mieter lösen die in vergleichbaren Objekten vielfach großen Probleme bei der Erschließung der oberen Etagen. Die beiden Ankermieter Anson’s und Saturn stellen gute Ergänzungen des bestehenden Angebots auf der Zeil dar. Anson’s erstreckt sich vom Erd- bis zum zweiten Obergeschoß.

In der dritten und vierten Etage präsentiert sich Saturn auf 8.000 Quadratmeter. Der Unterhaltungselektronik-Spezialist wechselt aus seinem beengten Standort an der Zeil in das My Zeil.

Attraktive neue Mieter aus den Bereichen Young Fashion, Sportswear und Outdoor
In erster Linie zielt das My Zeil auf ein junges Publikum ab. Die Branchenschwerpunkte liegen in den Themenwelten „Walk of Young Fashion“, „International Place“ und „Sports & Leisure“. Modische Jeanskonzepte wie Hilfiger Denim, Replay, Pepe Jeans oder G-Star treten erstmals in Frankfurt in Erscheinung. Gleiches gilt für den boomenden Outdoor-Bereich, der mit Labels wie The North Face, Peak Performance oder Napapijri prominent vertreten ist. Wertige Sportswear-Labels wie Quiksilver oder Marlboro Classics zielen in eine ähnliche Richtung.

Stark vertreten sind zudem die Segmente Young Fashion und Lifestyle. Mit 1.800 Quadratmetern ist s.Oliver in diesem Segment größter Einzelmieter. Modische Labels wie Bench, Gant oder One Green Elephant runden das Angebot ab und zeigen sich ebenfalls erstmals in Frankfurt. Alfken weiter: „Anders als bei vielen Shopping Center-Neuansiedlungen setzt der Mieterbesatz des My Zeil kaum auf die Duplizierung bereits vorhandener Angebote. Stattdessen werden überwiegend bestehende Lücken im bisherigen Frankfurter Warenangebot geschlossen.“
Quelle: Kempers

Deutsches Architekturforum © Deutsches Architekturforum

My Zeil kurz vor der Übergabe am 26. Februar 2009

Bouwfonds MAB Development © Bouwfonds MAB Development

My Zeil ist nur ein Teil des neuen Palaisquartiers von Frankfurt am Main

Bouwfonds MAB Development © Bouwfonds MAB Development

Deutsches Architekturforum © Deutsches Architekturforum

My Zeil ist eine der architektonisch spektakulärsten Neuentwicklungen im Shopping-Bereich


Autor:

Datum: 05.05.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Projektentwickler und Bauträger melden regelmäßig schnelle Verkäufe – meist schon zu Beginn der Bauphase: Die Gründe für den Run auf die eigenen vier Wände mögen individuell verschieden sein, im Regelfall lockt das weiterhin historisch niedrige Zinsniveau. Zudem kurbeln steigende Mieten – speziell in den Ballungsräumen – den Eigentumswohnungsmarkt weiter an. Die Zahl der aufgenommen Kredite steigt jedenfalls, wie auch das Kultur- und Informationsradio Ö1 jüngst berichtet hat.

Der heimische Wirtschaftsmotor brummt, die Arbeitslosenzahlen sinken. Zuletzt publizierte Zahlen der Statistik Austria zeigen das auch für den gesamten produzierenden Bereich (Sachgüter und Bau). Gemeldet werden für die Untersuchungsperiode Jänner bis April 2017 ein Beschäftigungsplus von 1,8 Prozent (insgesamt 933.797 unselbstständig Beschäftige). In Summe wurden von diesen Umsatzerlöse von 87 Milliarden Euro (plus 4,3 Prozent zur Vorjahresperiode) erzielt. Top: Auch viele der extra ausgewiesenen Produktionszahlen für den Bereich Bau liegen im Plus.

Österreich glänzt auf der internationalen Investmentlandkarte. Laut den jüngsten Zahlen, die CBRE heute vor Journalisten präsentiert hat, wurden in den ersten sechs Kalendermonaten des Jahres Verträge für rund 2,5 Milliarden Euro unterzeichnet. Mehr als die Hälfte (rund 56 Prozent) ist dabei auf das Konto deutscher Anleger gegangen. Die Experten des Immobiliendienstleisters rechnen bis Ende 2017 mit einer weiteren Milliarde. Damit, sagt Georg Fichtinger von CBRE, werde am Rekord aus 2015 gekratzt.

Trotz vieler Unkenrufe: Die Assetklasse Handel zieht. Internationale Retailer werfen wieder ein Auge auf Europa – und verstärkt auch auf Österreich. Wien rangiert laut einer aktuellen Branchenstudie weltweit unter den Top 10-Städten für internationale Einzelhändler wie Walter Wölfler, Head of Retail CEE & Österreich bei CBRE (im Bild), gegenüber der Presse betont.

Langsamere Preissteigerungen in allen Segmenten – im Schnitt nahe an der Inflationsrate: Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder präsentierte heute vor Journalisten den Immobilienpreisspiegel 2017, der in Kooperation mit ZT datenforum erarbeitet wurde.

Laut den jüngsten Zahlen eines österreichischen Branchenmagazins hielt Re/Max 2016 den Spitzenplatz unter den Immobilien-Franchisern: Aktuell wird dort für das abgelaufene Jahr 2016 ein Umsatz von 44,2 Millionen Euro ausgewiesen. Platz eins gab es für das Netzwerk auch in drei weiteren Kategorien. Und auch 2017 ist laut Maklernetzwerk gut angelaufen.

Österreichs größtes Maklernetzwerk mit seinen mittlerweile 60 Mitgliedsunternehmen begeht dieser Tage seinen zehnten Geburtstag. Der Präsident des Immobilienring IR Österreich, Georg Spiegelfeld, nahm das Jubiläum zum Anlass um zurückzuschauen und – „als neutrales Sprachrohr“ – heiße Eisen, wie etwa die heiklen Themen Maklerprovision und Mietrecht, anzusprechen.

Laut Re/Max ImmoSpiegel wurden 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft und verbüchert. Das sind genau 88 Liegenschaften mehr als im Rekordjahr davor: Der Hype um das Häuschen im Grünen ging also in die Verlängerung. Im Vergleich zu 2012 sind die dafür eingesetzten Mittel gleich um ein knappes Drittel nach oben geschnellt.

CBRE meldete heute die ersten Quartalszahlen zum Wiener Büromarkt 2017: Demnach seien rund 36.000 Quadratmeter Fläche neu vermietet worden. Im Vergleich zum Q1 2016 ergibt das ein Minus von 43 Prozent. Doch der Markt soll den Experten zufolge wieder anziehen: Neue Büroflächen und der in die Wege geleitete Brexit könnten für Bewegung sorgen. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch.