Rigips baut Puchberg nachhaltig um

Am Standort Puchberg entsteht ein neues Kompetenzzentrum - in Leichtbauweise: Hier will Rigips künftig die Nachhaltigkeit der eigenen Produkte unterstreichen und die Innovationsrate weiter vorantreiben.

Traditionsreiches Know-how ist hier Programm: Seit 1860 wird in Puchberg am Schneeberg Gips abgebaut, seit 1979 produziert hier das Tochterunternehmen der französischen, 1665 gegründeten Saint Gorbain-Gruppe Gipspulver-Produkte - mit einer 80 prozentigen Exportrate in 33 Länder. Altehrwürdig ist aber auch das Rigipssche Verwaltungsgebäude, das nun ganz im Sinne der Nachhaltigkeit einen zeitgemäßen Ersatz bekommen soll: Binnen wenigen Wochen wird am Standort Puchberg ein neues Kompetenzzentrum für Verwaltung, Schulung sowie Forschung und Entwicklung gebaut - als Fertighaus in Leichtbauweise. Samt Straßenverlegung wird rund eine Million Euro in den Standort investiert.

"Nachhaltigkeit liegt uns besonders am Herzen", meint dazu Peter Giffinger, Geschäftsführer in Österreich und der East Adriatic Region. Damit gemeint: die Nutzung von Gips und Gipskartonplatten für die sogenannte Leichtbauweise in Kombination mit dem Naturwerkstoff Holz, die dieser Tage mit der Eröffnung des "Lifecycle Towers" für Aufmerksamkeit sorgte.Es liegt auf der Hand, worum es geht: Umweltschonenden, nachhaltigen Baumaterialien gehört die Zukunft - versprechen schon CO2-Fußabdruck, Öko-Zertifikate und Co.

Und das soll am Schneeberg zum Angreifen sein: "Wir bauen in Puchberg keine Einzellösung, sondern ein Gebäude, das unsere Nachhaltigkeitsphilosophie in allen Details erfüllt", erklärt Giffinger. So kann hier der Energieverbrauch im Vergleich zum alten Gebäude um stolze 90 Prozent reduziert werden.

Gerade angesichts der breiten Diskussion um hohe Wohnkosten bietet Rigips-Marketingchef Peter Leditznig die Leichtbauweise auch als kostengünstige Variante an. Den Beweis soll eine in Auftrag gegebene Studie kommendes Jahr antreten. Bisher klaffen die Meinungen der konkurrierenden Lobbys weit auseinander: von zehn Prozent teurer, bis 15 bis 25 Prozent billiger.

Rigips © Rigips

Der Neubau am Standort Puchberg wird Verwaltung, Seminare sowie Forschung und Entwicklung beherbergen.


Autor:

Datum: 22.11.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Kick-off in Rot-Weiß-Rot: Letzten Freitag, den 1. September hat der deutsche Wärmepumpenhersteller ait seine Österreich-Niederlassung in Wiener Neudorf mit einem Open Office-Event offiziell eingeweiht. Ab sofort werden Service und Vertrieb der Marke Novelan – beides war bislang direkt aus Deutschland direkt gesteuert worden – ausgerollt. Im Jänner 2018 folgt die Linie alpha innotec. Das entstehende Zwei-Marken-Dach wird vom ausgewiesenen Heizungsexperte Manfred Ceplecha (links im Bild) gesteuert.

Der deutsch-österreichische Wohnungskonzern segelt weiter auf Erfolgskurs. Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde mit einem Gewinn von knapp 367 Millionen abgeschlossen, zur Vorperiode eine Steigerung um knapp 53 Prozent. Die Gründe liegen neben einem verstärkten Investoreninteresse auch im starken Development, wie es im Zuge der Bilanzkonferenz aus dem Vorstand hieß. Der Wohnungsneubau ist für CEO Daniel Riedl auch „der Wachstumsmarkt der Zukunft.“ Aktionäre dürfen mit einer unveränderten Dividende von 69 Cent rechnen.

Das Geschäft mit Gewerbeimmobilien läuft nach Wunsch, wie auch der Blick auf die jüngst veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigt. Künftig will man laut Konzernleitung am deutschen Kernmarkt auch vom Wohnbaukuchen naschen.

Der Deal ist mit dem heutigen Closing endgültig in trockenen Tüchern: Fünf Monate nach Vertragsunterzeichnung hat die Wopfinger Gruppe die Wietersdorfer Baustoff-Sparte zur Gänze übernommen. Die Baumit Beteiligungen GmbH erwirbt damit 27 Firmen in 14 Ländern mit rund 650 Mitarbeitern sowie die Markenrechte an „Baumit“ und „Kema“. Der Kaufpreis wurde nicht öffentlich kommuniziert.

Der Immobiliendienstleistungs-Allrounder meldet für das Geschäftsjahr 2016 durchwegs positive Zahlen. Das in den fünf verschiedenen Asset-Klassen – Wohnungen, Büros, City-Einkaufszentren, Geschäftsflächen und Hotel – engagierte Unternehmen erzielte nach eigenen Angaben eine Konzernbetriebsleistung, exklusive Betriebskosten, von rund 42 Millionen Euro, die Gewinnzahlen blieben auf stabilem Niveau. Ein Plus wird seitens der Geschäftsführung auch beim Verkehrswert des Portfolios gemeldet.

Big Deal im vom Brexit gebeutelten Vereinigten Königreich: Wie der österreichische Baukonzern mitteilt, habe das Konsortium SCS – bestehend aus Strabag (hält 32 Prozent), Skanska und Costain – den Zuschlag für zwei Abschnitte der neuen britischen Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke HS2 erhalten. Die Strecke soll im Endausbau London mit Manchester verbinden. Die Bauvolumen der ersten Teilstrecken werden mit rund zwei Milliarden Pfund (rund 2,2 Milliarden Euro) beziffert.

Vor 20 Jahren hat der deutsche Sanitärspezialist auch in Österreich seine Zelte aufgeschlagen. Zum runden Geburtstag wurde jetzt der neue Sitz für das 23-köpige Team vor den Toren Wiens eingeweiht. Architektonisch will man Zeichen setzen: Die großzügig dimensionierte Tece-Zentrale in Ebreichsdorf – auf mehr als 1.400 Quadratmeter Brutto-Grundfläche – steht laut Unternehmen für Transparenz, Offenheit aber auch für Kontinuität und Weiterentwicklung.

Für das zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2016/2017 meldete heute der Bohrer- und Fräserhersteller Alpen-Maykestag einen Umsatz von 47,9 Millionen Euro. Im Vergleich zur letzten Periode bedeutet das ein sattes plus 6,1 Prozent – ein neues Rekordergebnis in der Firmenhistorie. Damit hat sich das Traditionsunternehmen zum 60. Geburtstag wohl selbst das größte Geschenk gemacht. Zahlen und Firmenjubiläum feierte man mit den rund 300 Mitarbeitern erst kürzlich im Salzburger Schloss Kleßheim.

EHL Immobilien Management hat den Zertifizierungsprozess nach der Norm "DIN EN ISO 9001:2015" abschließen können, wie es aus der EHL-Gruppe heute heißt. Damit zählt man nach eigener Aussage nun zu den „wenigen Immobilienmanagementunternehmen in Österreich, die diesen höchsten Standard für unternehmensinterne Qualitätsmanagementsysteme“ erfüllen würden.