Soros: 1500 Mrd. Dollar für die Rekapitalisierung der Banken

Laut George Soros folgt Barack Obama der falschen Fährte: Genau das Gegenteil der Gründung einer Deponie für problematische Gelder sei der richtige Weg. George Soros will keine „Bad Bank“, sondern 1500 Milliarden Dollar für die Rekapitalisierung der Banken.

In einem dem amerikanischen Wirtschaftskanal CNBC gegebenen Interview, kritisierte George Soros die Wirtschaftspakete des neuen US-Präsidenten Barack Obama. Man müsste genau das Gegenteil machen, meinte er, schob aber gleichzeitig die Schuld an der bisherigen Erfolglosigkeit des US-Bankenpaktes der Regierung Bush und dem alten Finanzminister Henry Paulson zu.

Soros kritisierte die Pläne Obamas und vertrat die Ansicht, dass man mittels der bereits gewährten 700 Milliarden Dollar, ja sogar mit weit weniger, die Regenerierung des Bankensektors hätte einleiten können, hätte man das Geld seiner Ansicht nach nur richtig verwendet. „Der Rahmen wurde nur kopflos ausgegeben, einfach verprasst,“ und fügte hinzu dass Paulson mit diesen Maßnahmen auch die neue US-Administration in eine äußerst schwierige Lage gebracht habe.

Laut Soros müsste Obama, dessen Pläne zur Gründung einer sog. „Bad Bank“ für den „Giftmüll“ aus den Bilanzen der angeschlagenen Kreditinstitute gerade auf CNBC verlautbart worden waren, aber genau das Gegenteil machen: die problematischen Gelder und Kredite sollten bei den gegenwärtigen Banken bleiben. Seiner Ansicht nach sollten die Banken mit 1500 Milliarden Dollar „neu kapitalisiert“ werden, damit diese wieder Kredite gewähren. „Aber dazu fehlt der politische Wille.“

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Der Börsenguru George Soros spricht sich gegen eine Bad Bank aus.


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Datum: 30.01.2009

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