SW Umwelttechnik in roten Zahlen

Der Umsatz liegt im ersten Halbjahr 2012 mit 24 Millionen Euro um 14 Prozent unter dem Vorjahr mit 27,8 Millionen Euro.
Den Verlust konnte der Produzent für Betonfertigteile trotzdem halbieren.

Die an der Wiener Börse notierte SW Umwelttechnik konnte trotz eines Umsatzrückganges im ersten Halbjahr 2012 - bedingt durch die Entkonsolidierung der Beteiligung Isospan Baustoffwerk GmbH und der starken Verzögerungen bei kommunalen Projekten in Ungarn - das Ergebnis weiter steigern und somit den Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbieren. Dies ist laut dem in Klagenfurt ansässigen Unternehmen vor allem auf die Anpassung der Fixkosten an die Betriebsleistung zurückzuführen: Der Personalstand wurde um zwölf Prozent und der sonstige betriebliche Aufwand um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die weiterhin schwierige Marktlage, vor allem in Ungarn, lässt auch für das zweite Halbjahr 2012 nur gedämpfte Aussichten zu.



Die Zahlen auf einen Blick:

Kennzahlen in Mio. €1. HJ '121. HJ '1120112010
Umsatz24,027,869,473,8
EBIT-1,0-1,71,61,3
EBITDA0,90,55,46,6
Außenständek.A.*k.A.k.A.k.A.
Dividende0000
Eigenkapitalquote in %
7,313,17,414
Gewinn nach Steuern-0,9-2,1-4,3-2,5

*Keine Angabe des Unternehmens trotz Nachfrage.

Kernmärkte mit unterschiedlicher Marktsituation
Alle drei Kernmärkte unterscheiden sich in ihrer Marktsituation: In Österreich verläuft die Geschäftsentwicklung wie erwartet positiv, in Rumänien ist nur im Bereich der EU-finanzierten Projekte eine Steigerung festzustellen und Ungarn ist nach wie vor in allen Geschäftsbereichen mit einem rezessiven Marktumfeld konfrontiert.

In Ungarn ist das Marktumfeld in 2012 noch schwieriger geworden als 2011, so das Unternehmen. Der Markt ist erneut um 15 Prozent zurückgegangen, außerdem kommt es zu einer starken Verzögerung durch verspätete Baugenehmigungen sowie zu Vergabeproblemen bei kommunalen Projekten.

Trotz des Verkaufs der Isospan Beteiligung konnte der Umsatz in Österreich durch Produktinnovationen und durch Importe aus Ungarn gehalten werden. Mit der Produkteinführung der Spannbetonbehälter konnten bereits einige interessante Projekte in Österreich, aber auch im Ausland realisiert werden.

In Rumänien hat sich die Ausrichtung auf EU-finanzierte Projekte für Umweltschutz und auf den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bewährt, was sich positiv in den Ergebnissen niederschlägt.


Ausblick: Österreich, Ungarn, Rumänien
Aufgrund der Unsicherheiten in der Abschätzung der Entwicklung im CEE Raum ist ein Ausblick weiterhin nur begrenzt möglich. Im Folgenden eine Einschätzung des Unternehmens:

Österreich: In diesem gesättigten Markt hat sich SW als erfolgreicher Nischenplayer etabliert und kann mit den Produktinnovationen weiter Marktanteile gewinnen. Auch mit den verstärkten Exporten, vor allem nach Italien, können gute Erfolge erzielt werden. Für das zweite Halbjahr wird mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung gerechnet.

Ungarn: Eine weitere Abschwächung des bereits sehr niedrigen Niveaus bei der Bautätigkeit ist nicht mehr auszuschließen. Mit der erfolgten Variabilisierung der Fixkosten kann aber auch diese Möglichkeit abgefedert werden. Für das Gesamtjahr wird von einer anhaltend schwierigen Marktentwicklung ausgegangen.
Rumänien: Trotz der nüchternen Wirtschaftsprognosen und der politischen Unklarheiten kann sich das Unternehmen gut am Markt etablieren und auch für das zweite Halbjahr wird mit einer vergleichbaren positiven Entwicklung der Ertragszahlen gerechnet.


Für das Gesamtjahr 2012 geht das Unternehmen von einer ähnlichen Entwicklung wie im ersten Halbjahr aus und erwartet trotz einem Umsatzrückgang ein verbessertes Ergebnis.



SW Umwelttechnik © SW Umwelttechnik

Bernd Wolschner, Mitglied des Vorstands, und Geschäftsführer Klaus Einfalt (re. ).


Autor:

Datum: 29.08.2012

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