Warschaus kommerzielles Zentrum wird dichter und höher

Warschaus kommerzielles Zentrum wirkt noch immer wie ein Magnet: Mit einer Leerstandsrate von 2,27 Prozent ist die Nachfrage nach qualitativ hochstehenden Büroraum nach wie vor groß

Fast neunzig Prozent des Bürogebäudes „Lumen“ im Warschauer „Zlote Tarasy“-Komplex sind bereits vermietet. „Lumen“ liegt an der Zlota-Straße des Komplexes, wo zur Zeit auch das höchste Wohnhaus Polens, ein Projekt von Daniel Libeskind, entsteht. Der andere Bürotrakt des Komplexes liegt mit seinem 100 Meter hohen „Skylight“-Turm an der Emilii Plater Straße, im Geschäftszentrum der polnischen Hauptstadt in der Nähe des Hauptbahnhofes. Die beiden Bürobauten zeichnet ein unterschiedliches Büro- und Raumkonzept aus: Während „Lumen“ große, zusammenhängende Flächen anbietet, setzt „Skylight“ mehr auf kleinere Einheiten.

Nachfrage ungebrochen
Die ersten Mieter von „Lumen“ sind „Amgen“, „Banco Espirito Santo de Investmento“, „BZ WBK“, der Medienkonzern „Discovery Polska“, die Immobilienfirma „DTZ“, „Efect Doradztwo Finansowe“, die deutsche Anwaltsfirma „Gleiss Lutz“, „ING Real Estate Development“ und „HAYS“. „Skylight“ wird die „Bank BPH“, „Goodman Poland“, „Polimeni“ und die Büros von „Hard Rock Cafe Polska“ und „Cushman & Wakefield“ aufnehmen. Die Verwertung der beiden Bürobauten liegt bei den Immobilienfirmen „Jones Lang LaSalle“ and „Cushman & Wakefield“.

Marcel Kooij, Präsident der „Zlote Tarasy“-Gruppe, erklärte zu den jüngsten Transaktionen: „Wir sind stolz die ersten Mietverträge mit so bedeutenden und renommierten Firmen unterzeichnet zu haben, die damit unser Projekt als ihren Standort in Polen ausgewählt haben. Die Top-Qualität und die Einzigartigkeit des ,Lumen‘-Projektes entspricht dem Profil und der Spielliga dieser Mieter. Darüberhinaus wird ,Lumen‘ dank seines Standortes im Zentrum von Warschau mit Bestimmtheit zu einem erstrangigen Warschauer Bürostandort werden, was wiederum den einzigartigen und prestigeträchtigen Charakter dieses Gebäudes und seiner Mieter weiter unterstreichen wird.“

Die beiden Trakte von „Lumen“ verfügen auf acht Stockwerken über 23.500 Quadratmeter Büroraum der Klasse A, die mittels einer Glaspassage miteinander verbunden sind, „Skyline“ bietet 20.000 Quadratmeter auf 18 Stockwerken an.

Höchste Zeit
Richard Aboo, Leiter der Büroabteilung von „Cushman & Wakefield“ in Warschau: „In Warschau besteht zur Zeit eine hohe Nachfrage für Büroflächen, da mehrere Firmen expandieren oder ihre Büros räumlich zusammenführen wollen. Daher ist auch die Leerstandsrate im Zentrum mit 2,27 Prozent äußerst niedrig, ja es besteht sogar im Bereich großer, zusammenhängender Büroflächen im Top-Qualitätsbereich eine gewisse Knappheit. Eine neue Welle an Fertigstellungen im Stadtzentrum wird erst in zwei Jahren erwartet. Daher erfolgt die Fertigstellung von ,Lumen‘ gerade zur rechten Zeit – und zeichnet sich dadurch auch durch ein hohes Interesse seitens prominenter Firmen aus.“

Fast gleichzeitig mit dem „Lumen“-Komplex wurde auch bereits Warschaus „Europark“-Bürogebäude von „Europlan Capital“ zum Teil vermietet. Über „DTZ“ mietete „CODEC Polska“, 2.000 Quadratmeter an und beabsichtig um die Jahreswende 2010/11 einzuziehen. Ein weiterer Mieter, „Russell Reynolds Associates“, will hier ein 800 Quadratmeter großes Büro einrichten.

„EuroPark“ wird ein Komplex von 70.000 Quadratmeter, mit einem 22-stöckigen Bürohochhaus und drei weiteren neun Stockwerk hohen Gebäuden im Bezirk Mokotów an der Kreuzung der Sikorski und Sobieski-Allee.

Zlote Tarasy © Zlote Tarasy

Zlote Tarasy

Zlote Tarasy © Zlote Tarasy

Zlote Tarasy


Autor:

Datum: 13.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Dachgleiche in der Donaustädter Trondheimgasse: Die Strabag Real Estate, Bezirkspolitik und sowie das planenden Architekturbüro einszueins gaben sich im Wiener Norden ein Stelldichein. Fertiggestellt soll das neue Quartier im kommenden Herbst sein.

Im kommenden Herbst sollen die ersten Mieter einziehen – erst kürzlich wurde beim Projekt „Square plus", das von der Strabag Real Estate (SRE) in der Wiener Muthgasse entwickelt wird, die Dachgleiche gefeiert: Mit dabei waren Vertreter des Bezirks Döbling, das planende Architekturbüro HNP architects sowie die Generalunternehmerinnen Strabag und Porr.

Die Zinshaussanier von wohninvest haben im Döblinger Kahlenbergerdorf die Renovierung zweier historischer Objekte, die zumindest auf das frühe 17. Jahrhundert zurückgehen, abgeschlossen. Das im Rahmen eines Bauherrenmodells sanierte Ensemble wurde zu Beginn der Woche an die privaten Investoren übergeben.

Verkaufsstart in Köln: Im Zuge ihrer Portfolio-Optimierung trennt sich die Immofinanz von einer gemischt genutzten Immobilie. Wie das Unternehmen meldet, werde unter anderem das sogenannte Friesenquartier verkauft. Ebenfalls in der Domstadt angesiedelt und im Zuge eines Forward Purchase veräußert wird das noch von der Immofinanz zu realisierende Hotelentwicklungsprojekt im Gerling Quartier (im Bild). Weiters auf der Verkaufsliste steht dort auch ein zweiter Bauabschnitt. Neuer Eigentümer wird ein Joint Venture der deutschen Unternehmen Quantum Immobilien AG mit der Proximus Real Estate AG.

Seit Dezember 2015 wird im neu entstehenden Wohnpark in Wien-Liesing gebaut. Jetzt gaben sich Vertreter der Bezirkspolitik, Architekt Peter Lorenz und Strabag-Baumeister Gerald Urban bei der Projekt-Gleichenfeier ein Stelldichein.

Die Rustler Gruppe meldet den Vermarktungsstart für das in Sanierung stehende Wohnprojekt „City Corner M 139“ in Wien Margareten. Die 26 freifinanzierten Wohnungen sollen im Herbst 2018 bezugsfertig sein.

Vom Büro zum Hotelhochhaus: Die Novum Hotel Group und Immofinanz bauen den bestehenden Office-Standort neben den Twin Towers am Wienerberg zum "Holiday Inn Vienna – South" um. Geplant sind 201 Zimmer, plus Frühstücksrestaurant im 22. Stock. Eröffnet werden soll der neue Komplex Anfang 2019.

Die oberösterreichische Consulting Company startet mit der Vermarktung ihres nächsten Wien-Projekts in der Arndtstraße in einem zentralen, infrastrukturell gut erschlossenen Teil des zwölften Wiener Gemeindebezirks. Neben dem zuletzt eröffneten "wohn:park:zwölf" errichtet der Immobilienentwickler 38 Wohnungen mit insgesamt gut 2.000 Quadratmeter Wohnfläche. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2017 vorgesehen, die Fertigstellung soll im Herbst 2018 erfolgen.

Vorläufiges Ende für ein ambitioniertes Projekt in der Ländle-Landeshauptstadt: Wie die Betreiberpartner Ende letzter Woche in einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten, ist die geplante Seestadt in ihrer jetzigen Form Geschichte. Die Vertreter machten für das nunmehrige Aus wirtschaftliche Gründe geltend.