Büromarkt: Österreichische Investments gesunken

Die Investments in Gewerbeimmobilien sind - entgegen dem Europa-Trend - insgesamt um 20 Prozent gesunken, berichtet CBRE. Nur acht Prozent wurden in Büroflächen investiert. Dabei sind vor allem österreichische Investoren zurückhaltend.

Entgegen dem Europatrend sind in Österreich die Investitionen in Gewerbeimmobilien um rund 20 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 gesunken. So liegen die Investitionen im ersten Halbjahr 2013 bei rund 430 Millionen Euro - das sind 80 Millionen weniger als im Vergleichszeitraum. Europaweit stiegen die Investments im Vergleich zu 2012 um etwa 25 Prozent.


Büros wenig nachgefragt

Die beliebtesten Immobilieninvestments in Österreich: Einzelhandelsobjekte – rund 30 Prozent – und Hotels (rund 17 Prozent). „Büroimmobilien waren für Investoren im ersten Halbjahr 2013 weniger attraktiv und es entfielen nur noch zirka acht Prozent aller Investments auf Büroobjekte“, so Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich. Ridder sieht einen generellen Trend zu weniger Neubauten am Bürosektor, was er angesichts der Nachfrage als eine "gesunde Entwicklung" bezeichnet.


Investitionen auf Vorjahresniveau

Ein Wachstum werde es 2013 im Vergleich zum Jahr davor nicht geben, Ridder prognostiziert eine stabile Entwicklung: „Auch wenn das erste Halbjahr 2013 in Bezug auf Investments in Österreich noch nicht sehr vielversprechend war, so rechnen wir bis zum Jahresende mit rund 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro Investmentvolumen – damit sollte in etwa das Niveau von 2012 erreicht werden“, so der CBRE-Geschäftsführer.


Ausländer schätzen Standort Österreich

Im zweiten Quartal 2013 zeigt sich auch, dass die meisten Investitionen von Ausländern getätigt wurden. 39 Prozent der Investments entfielen auf Deutsche, 32 Prozent auf andere ausländische Investoren, wie unter anderen Russen oder Schweizer. Im ersten Quartal waren noch rund 80 Prozent der Investitionen in österreichischer Hand. Die Gründe für diese Entwicklung kennt Ridder: "Das Interesse aus dem Ausland ist groß, weil Österreich als sicheres und attraktives Land bekannt ist. Außerdem waren österreichische Investoren zurückhaltender, der Markt also offener für ausländische Investoren."


Wien: sinkende Spitzenrenditen

Sinkende Spitzenrenditen und steigende Kaufpreise für neu errichtete, langfristig vermietete Büroobjekte wurden auch im ersten Halbjahr 2013 verzeichnet. In Wien etwa, liegt die Spitzenrendite bei 4,8 Prozent, also rund 15 Basispunkte unter dem Wert Ende 2012. Aprospos Wien: hier wächst das Büroflächenangebot langsamer als in den Vorjahren - und es wurden um etwa 13,8 Prozent weniger Flächen vermietet als im ersten Halbjahr 2012. Allerdings ist die Vermietungsleistung im zweiten Quartal 2013 signifikant höher – plus 77 Prozent - als noch im ersten Quartal, in dem lediglich rund 45.000 Quadratmeter vermietet wurden. Für das Gesamtjahr rechnet Ridder mit einer Nachfrage auf ähnlichem Niveau wie 2012. Bis zum Jahresende werde ein Gesamtvolumen von rund 255.000 Quadratmetern neu vermieteter Bürofläche zu erwarten sein.


Leerstandsrate steigt

Aufgrund der prognostizierten Nachfrage und der zu erwartenden Fertigstellungen ist mit einem Anstieg der Leerstandsrate in Wien von aktuell 6,5 Prozent auf rund 6,7 Prozent per Jahresende zu rechnen. Im Zentrum von Wien wird im Vergleich zu anderen Wiener Bezirken, nach wie vor die Spitzenmiete erreicht. Diese liegt aktuell bei 25,00 Euro/m²/Monat und ist somit leicht angestiegen gegenüber dem Jahresende 2012. In den kommenden Monaten ist laut CBRE-Bericht noch mit einem leichten Anstieg auf 25,50 Euro/m²/Monat zu rechnen.

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Der Anteil österreichischer Investoren ist im zweiten Quartal drastisch zurück gegangen.

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Die Spitzenrenditen für Bürogebäude in Wien im Langzeitvergleich.

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Nach wie vor ist das Zentrum für Investoren die beliebteste Lage Wiens. Das spiegelt sich auch in den Mietpreisen wider.

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Die Leerstandsrate in Wien wird bis Ende 2013 leicht steigen.


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Datum: 25.07.2013

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