Große Familie auf kleinem Raum - Wohnraum optimal nutzen

Wer viele Kinder hat, die Oma noch bei sich wohnen lässt oder oft Gäste empfängt, hat nicht auch zwangsläufig eine großes Haus zur Verfügung. Auch auf kleinem Raum können viele Personen Platz finden, ohne dass Wohnlichkeit und Privatsphäre zwangsläufig darunter leiden müssen. Wie aber können die einzelnen Räume einer Wohnung optimal gestaltet werden, damit sie mehrere Funktionen erfüllen und zudem Platz und Wohnlichkeit garantieren?

Das Wohnzimmer – Das Herzstück der Wohnung

Das Wohnzimmer ist meist der Mittelpunkt der Wohnung. Hier kommt die ganze Familie zusammen, unterhält sich, sieht fern oder verbringt einen fröhlichen Spielabend. Umso wichtiger ist es, dass das Wohnzimmer wohnlich gestaltet ist. Wer eine große Familie hat, sollte dieser auch ein großes Sofa zur Verfügung stellen. Am besten eignen sich Ecksofas, da sie sehr platzsparend sind und auch unter einer Dachschräge noch platziert werden können. Das Ecksofa sollte genug Sitzfläche für alle Familienmitglieder bieten. Wenn öfter Gäste zu Besuch kommen, können ein paar Klappstühle, die bei Bedarf einfach eingeklappt und verstaut werden können, zusätzliche Sitzgelegenheiten bieten. Ein massiver Sessel würde viel mehr Raum beanspruchen und könnte bei Bedarf nicht einfach in der Abstellkammer verschwinden. Im Idealfall handelt es sich bei dem Ecksofa zudem um ein ausklappbares Schlafsofa, wie von Quelle.ch, mit einem integrierten Bettkasten. So können Gäste darauf nächtigen und die Bettwäsche kann am nächsten Tag problemlos wieder im Bettkasten verschwinden. Zusätzlich sollte das Wohnzimmer genügend Stauraum bieten. So können Sideboards oder auch schmale Regale unter der Fensterbank unauffällig für Stauraum sorgen. Ein Drei-in-Eins-Sofatisch ist ebenfalls eine praktische Lösung. Dabei handelt es sich eigentlich um drei unterschiedlich große Sofatische, die bei Bedarf ineinander geschoben werden können. Kommt die ganze Familie zusammen, bieten die drei Tische genügend Platz und sind die Kinder anderweitig beschäftigt, werden die Tische einfach ineinander geschoben und es ist wieder genügend Platz im Wohnzimmer vorhanden.

Die Kinderzimmer

Ist der Wohnraum begrenzt, müssen sich oft zwei Kinder ein Zimmer teilen. Für jüngere Kinder ist ein Etagenbett eine gute Lösung, denn so haben sie genügend freie Fläche zum Spielen und Toben. Werden die Kinder älter, wünschen sie sich jedoch Privatsphäre. Eine Möglichkeit ist es, dass Zimmer durch eine Trennwand oder einen Vorhang in zwei separate Räume aufzuteilen. Eine andere Idee ist, dass Etagenbett in die Mitte des Raumes zustellen und es als Raumteiler zu nutzen. So werden einmal unten rechts und einmal oben Links Bretter angebracht. So haben die Kinder ihre Ruhe sowie die nötige Privatsphäre und könnend dem jeweiligen Geschwisterkind nicht in den jeweiligen Wohnbereich schauen.

Genügend Stauraum ist auch im Kinderzimmer entscheidend, damit Ordnung gehalten werden kann. So eignen sich Boxen, Kisten und Regale optimal, um darin Spielzeug und Kleinkram zu verstauen. Besonders platzsparend sind flache Boxen mit Rollen, die bei Bedarf einfach unter dem Bett verschwinden.

In regelmäßigen Abständen sollten die Kinderzimmer ausgemistet werden. Behalten wird nur, womit auch wirklich gespielt wird. Alles andere wird auf dem Flohmarkt oder online verkauft. Das schafft Platz und das dadurch eingenommene Geld kann für die Verschönerung der Kinderzimmer genutzt werden. Auch die Farbwahl spielt eine Rolle. Kleine Räume oder Räume mit Dachschrägen sollten nicht in zu dunklen Tönen gestrichen werden, da dies dazu führt, dass diese dadurch noch beengter wirken. Helle und freundliche Farben hingegen strecken den Raum optisch. Zudem sollte der Bodenbelag immer dunkler sein als die Wände. Für Kinderzimmer eignet sich Kork als Bodenbelag besonders gut. Er ist robust, leicht zu reinigen und sehr fußwarm.

Das Elternschlafzimmer

Großfamilien machen viel Freude, aber auch eine Menge Arbeit. Es ist also wichtig, dass die Eltern einen gemütlichen Rückzugsort nur für sich haben. Das elterliche Schlafzimmer sollte über ein einladendes Bett und einen großen Kleiderschrank verfügen, in dem neben Kleidern auch andere Dinge verstaut werden können. Wer viel am PC arbeitet, aber keinen Platz für ein Arbeitszimmer hat, kann den Arbeitsbereich auch in das Schlafzimmer integrieren. Wichtig ist in diesem Fall nur, dass der Schlafbereich strickt vom Arbeitsbereich getrennt wird. Nur so ist gewährleistet, dass die Eltern abends wirklich abschalten können und in Gedanken nicht schon bei den Aufgaben und Pflichten des nächsten Tages sind. Der Kleiderschrank kann zum Beispiel als Raumtrenner fungieren. Während seine Vorderseite dem Bett zugewandt ist, kann die Rückseite, die sich neben dem Schreibtisch befindet, zum Beispiel in eine praktische Pinnwand umfunktioniert werden. Ist der Kleiderschrank zu wuchtig, kann auch ein schmaler Raumtrenner Abhilfe schaffen. Wird daran eine Kleiderstange befestigt, übernimmt dieser zudem noch die Aufgaben einer Garderobe.

Die Küche

In der Küche wird gekocht und in vielen Fällen auch gegessen, zumindest dann, wenn kein eigenes Esszimmer vorhanden ist oder ein Essbereich in das Wohnzimmer integriert werden kann. Soll in einer kleinen Küche auch gegessen werden, bietet sich eine Essecke an. Sie ist besonders platzsparend und mehrere Personen finden daran Platz. Alternativ kann allerdings auch ein ausziehbarer Esstisch zum Einsatz kommen. Der kann bei Bedarf vergrößert werden und wird nach dem gemeinsamen Essen einfach wieder zusammengeschoben. Auch hier bieten sich wieder platzsparende Klappstühle an. Multifunktionalität heißt zudem das Zauberwort, um eine kleine Küche optimal zu nutzen. So gibt es Designs, die speziell für kleine Küchen entwickelt wurden. Eine ausziehbare Arbeitsfläche, die als gewöhnliche Schublade getarnt ist, ist nur eine von vielen innovativen Ideen. Außerdem sinnvoll ist es, jede Ecke des Raumes zu nutzen. Eckschränke und so genannte Karussell-Regale bieten viel Stauraum auf wenig Fläche. Ist die Küche von der Grundfläche zwar klein, die Raumhöhe ist dafür aber vergleichsweise hoch, können weitere Oberschränke montiert werden. Darin sollte alles seinen Platz finden, was nicht oft gebraucht wird. Muss doch einmal etwas von ganz oben herunter geholt werden, kommt eine einfache Leiter zum Einsatz.

Der Flur

Der Flur als Eingangsbereich der Wohnung sollte hell und freundlich gestaltet sein. Fliesenboden empfiehlt sich aus praktischen Gründen, da dieser leicht zu reinigen ist. Schmale Flure wirken durch die Anbringung eines oder mehrerer Spiegel großzügiger. Zudem sollte eine große Garderobe und ein geräumiger Schuhschrank in den Flur integriert werden, damit Jacken, Mäntel, Schals und Schuhe ihren festen Platz haben und nicht herumliegen und zur Stolperfalle werden. Besonders platzsparend ist eine Sitzbank mit integrierter Truhe im Flur. Auf der Bank kann, zum Beispiel beim Schuhe an- und ausziehen, gesessen werden und darin finden Schuhputzmittel, Regenschirme, Handschuhe, Mützen und allerlei andere Dinge ihren Platz.


Autor:

Datum: 08.04.2015

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