Mietkaution: Das ist zu beachten

Was sind die Rechte und Pflichten von MieterIn und VermieterIn in Bezug auf die Hinterlegung und Rückerstattung der Kaution für ein Mietobjekt? Wir klären Sie auf.

Um sich im Falle von Mietzinsrückständen oder Beschädigungen auch ohne langwierige Gerichtsverfahren schadlos halten zu können, verlangen Vermieter üblicherweise eine Kautionvom Mieter. Diese Vorgehensweise ist zwar vom Gesetz nicht bis ins kleinste Detail geregelt, die Kaution an sich ist aber gängige Praxis. Wir haben für Sie diesen Leitfaden erstellt, der Ihnen sagt, worauf Sie rund um die Kaution achten müssen.

Höhe der Kaution

Zur Höhe der Kaution gibt es keine gesetzliche Regelung, üblich sind Beträge zwischen dem drei- und sechsfachen des monatlichen Mietzinses. Eine deutlich höhere Kaution gilt nur dann als gerechtfertigt, wenn der Vermieter ein entsprechendes Sicherstellungsinteresse hat, etwa dann, wenn besonders wertvolle Einrichtungsgegenstände mitvermietet werden.

 
 

Wie muss die Kaution entrichtet bzw. angelegt werden?

Der Vermieter muss die von ihm entgegengenommene Kaution verzinst veranlagen. Zu einer besonders gewinnbringenden Anlage gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, so reicht ein täglich fälliges Sparbuch aus. Sollte ein Mieter mehrere Kautionen verwalten, müsste er diese jedoch gesondert anlegen. Nach Ende des Mietverhältnisses stehen auch die erwirtschafteten Zinsbeträge dem Mieter zu. Die Kaution ist außerdem auch im Falle einer Insolvenz des Vermieters gesichert.

Wie viel von meiner Kaution bekomme ich zurück?

Das Gesetz sieht vor, dass eine Wohnung vom Mieter in jenem Zustand zurückgestellt werden muss, in dem er sie angemietet hat. Dabei gilt eine gewöhnliche Abnutzung – die auch in Relation zur Gesamtmietdauer gesehen werden muss – als akzeptabel. Eine darüber hinausgehende Abnutzung des Objekts bzw. Schäden müssen jedoch vom Mieter abgegolten werden. Dafür kann vom Vermieter die Kaution verwendet werden. Mehr zum Thema "Wohnungsübergabe" erfahren Sie hier.

 

AutorIn:

Datum: 02.12.2014

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  • Stockreiter schrieb am 30.10.2016 09:17:26

    Thema Kautionsrückzahlung
    Wohnung war Erstbezug und 3 Jahre vermietet. Alle Löcher in den Wänden verspachtelt - auf Wunsch des Vermieters. Er möchte aber, dass ich die Wohnung ausmalen lasse, von einem Professionisten (könnte ich selber auch) - muss ich aber wohl nicht akzeptieren - siehe OGH-Urteil. Jetzt will er die gesamte Kaution von mehr als EUR 2.000 wegen einer Hagelbeschädigung der Außenjalousie komplett einbehalten (die von mir nie betätigt wurde, und ich daher diesen Schaden nicht festgestellt habe) und grosszügig auf eigene Kosten ausmalen lassen (!) Ein Fall für die Haushalts- oder Gebäudeversicherung ? Wie kann ich weiter vorgehen, um die volle Kaution zeitnah zurückzubekommen ?
    Danke für ihre Hinweise.

    • Veronika schrieb am 02.11.2016 07:59:07

      Hallo, das scheint mir ein spezieller Fall und ich rate Ihnen, die Fragen bei unserem Experten Peter Nemeth im Immobilienforum (http://www.wohnnet.at/service/forum/immobilienforum-38956) zu posten. Alles Gute!