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Was man unter besenrein oder bezugsfertig versteht

Endlich die neue Traumwohnung gefunden, der Umzug steht bevor. Noch ist die Vorfreude groß.

Eine bessere Zeit, um sich von altem Gerümpel zu trennen und die Wohnung mal gründlich auszumisten gibt es nicht. Überlegen Sie, was Sie alles mitnehmen wollen und wovon Sie sich ohnehin schon lange trennen wollten. Möbel, Kleidung, Schuhe, Geschirr, etc. Sie könnten beispielsweise gleich die Abschiedsparty dazu nutzen, einen Flohmarkt für Freunde und Nachbarn zu veranstalten.

 

Vielleicht hat jemand anderer Freude an Dingen, die Sie nicht mehr brauchen. Oder Sie spenden alte Kleidung, Schuhe und Möbel einer karitativen Einrichtung. Manche holen diese sogar gratis oder gegen eine geringe Gebühr aus Ihrer Wohnung ab. Erkundigen Sie sich auch bei Ihrer Gemeinde nach den jeweiligen Möglichkeiten der Sperrmüllentsorgung.

 

Pflichten in der alten Wohnung
Werfen Sie zuerst einen Blick in Ihren Mietvertrag: Bestimmte Schönheitsreperaturen in der Wohnung (wie Bohrlöcher zuspachteln oder ausmalen etc.) müssen Sie nur dann vornehmen, wenn dies im Mietvertrag ausdrücklich vorgeschrieben ist. Doch Vorsicht: Eine neue Entscheidung des OGH hat zur Folge, dass wage Formulierungen zum Thema für den Mieter keinerlei Konsequenzen nach sich ziehen. Das Wort besenrein ist so eingentlich das Papier nicht mehr wert auf dem es steht.
 
Schäden, die durch unsachgemäße Behandlung verursacht wurden, wie z.B. Brandlöcher oder Rotweinflecken im Teppichboden, müssen natürlich beseitigt werden. Nicht darunter fallen normale Abnutzungserscheinungen, wie beispielsweise Graufärbung der Wände, Teppichboden und Parkett, die mit der Zeit unansehnlich wurden oder fleckig gewordene Armaturen etc. Diese wurden bereits mit den Mietkosten abgegolten.
 
Es ist ratsam, mit dem Vermieter einen Termin für die Wohnungsübergabe zu vereinbaren, bei dem gemeinsam ein Übergabeprotokoll erstellt wird (auch bei der neuen Wohnung empfehlenswert!). Dies ist im Interesse beider Parteien und beugt späteren Streitfragen vor.

 

Das Protokoll dokumentiert den Zustand der Wohnung sowie bestehende Schäden. Sollten Sie vorhandene Beschädigungen nicht repariert haben, so hat der Vermieter das Recht, Ihnen den momentanen "Zeitwert" (nicht den Neupreis) des Teppichbodens beispielsweise zu verrechnen bzw. von der Kaution abzuziehen.

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