Bau und Benutzung von Gebäuden in der Tschechischen Republik

Eine Planungs- sowie eine Baugenehmigung sind für den Beginn von Bauarbeiten in Tschechien erforderlich. Ein errichtetes Gebäude darf erst nach dann benutzt und bewohnt werden, wenn die Nutzung des Gebäudes genehmigt worden ist (Einzugsgenehmigung).

Alle Angelegenheiten, die mit dem Bau zu tun haben, werden vom Bauamt verwaltet. Zwei unterschiedliche Genehmigungen sind für den Beginn von Bauarbeiten in Tschechien erforderlich:

- eine Planungsgenehmigung, welche die Zustimmung der staatlichen Baubehörden für den Standort des neuen Gebäudes erfordert. Das geplante Gebäude muss mit den Landplanungsdokumenten übereinstimmen. Die Besitzer angrenzender Gebäude bzw. Grundstücke sind bei diesem Prozess auch beteiligt. Die Entscheidung über den Standort eines Gebäudes ist zwei Jahre lang gültig; sie verliert allerdings nicht ihre Gültigkeit, wenn während dieser Zeit ein Baugenehmigungsantrag eingereicht wird.

- eine Baugenehmigung erlaubt dem Bauherrn die Erbauung eines Gebäudes. Dem schriftlichen Baugenehmigungsantrag muss ausreichend Belegmaterial beiliegen, um eine Analyse des geplanten Bauwerks zu ermöglichen; außerdem muss der Antrag der oben beschriebenen Planungsgenehmigung entsprechen.
Während des Bewilligungsvorgangs werden einige Bekundungen verlangt und ausgestellt, wie z.B. Bekundungen der Brandschutzkontrolle, des Wasser-, Gas-, und Stromversorgers, der Nachbarn sowie anderer Personen. Die Frist für die Entscheidung über den Antrag beträgt 30 bis 60 Tage. Wenn der Antrag fehlerhaft oder unvollständig ist, verlangt die Baubehörde die Fertigstellung des Antrags innerhalb einer vorgegebenen Frist. Falls der Antrag abgelehnt wird, muss innerhalb von 15 Tagen nach Verkündigung dieser Entscheidung eine Anfechtung beantragt werden.

Die Bauarbeiten können bereits am Tag des Inkrafttretens der Baugenehmigung beginnen. Werden die Arbeiten nicht innerhalb von zwei Jahren nach Ausstellung der Genehmigung aufgenommen, verfällt diese, falls sie nicht von den Baubehörden verlängert wurde.

Ein Gebäude, das gemäß den in der Baugenehmigung festgelegten Bedingungen errichtet wurde, darf nur nach einer Nutzungsbewilligung genutzt und bewohnt werden - der Einzugsgenehmigung, für die eine Besichtigung vor Ort erforderlich ist. Die gleiche Behörde, die die Baugenehmigung ausgestellt hat, ist dazu berechtigt, eine solche Einzugsgenehmigung zu bewilligen.


Autor:

Datum: 27.08.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Laut den Immobilienberatern von CBRE steigt die Lust auf die Assetklasse Handel. Im ersten Quartal wurden 390 Millionen Euro platziert. Das entspricht fast 40 Prozent des Gesamtinvestments.

Die Zahl der Transaktionen im Eigentumssegment lag im Jahr 2017 österreichweit bei knapp 50.000. Das berichtet das Maklernetzwerk Re/Max, basierend auf Daten von ImmoUnited, im aktualisierten ImmoSpiegel.

Laut Maklernetzwerk Re/Max wechselten 2017 Immobilien im Wert von 28,1 Milliarden Euro den Besitzer, ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Besonders in den Städten herrschte Dynamik. Für die teuerste Immobile wurden übrigens 57 Millionen Euro hingeblättert.

Almanach mit teilweise gänzlich neu erhobenen Zahlen und Fakten zum österreichischen Immobilienmarkt: EHL Immobilien, BDO und das Institut für Immobilienwirtschaft (IFI) haben die die zweite Ausgabe des Nachschlagewerks „IMMOFakten“ veröffentlicht.

Der urbane Wohnbau zeichnet sich hierzulande durch den weitgehenden Verzicht auf den Baustoff Holz aus. Damit soll Schluss sein, sagen zwei Insider, die Akteure wie Geldgeber in ihr Boot holen wollen. Potenzielle Käufer zeigen sich weniger scheu, wie eine Umfrage bestätigt.

Ausblick auf den rot-weiß-roten Immobilienmarkt 2018: CBRE Österreich hat im neuen Market Outlook die wichtigsten Analysen und Trends zu den einzelnen Sektoren veröffentlicht.

Wie hat sich die Zahl der Neugründungen entwickelt? Wie sieht es mit der Eigenkapitalausstattung aus? Und wie hoch ist die Insolvenzquote? CRIF Österreich hat das Jahr 2017 unter die Branchenlupe genommen.

Nach 2017 ist der österreichische Ökostromanbieter easy green energy laut der VKI-Aktion „Energiekosten-Stop“ bereits zum zweiten Mal in Folge Bestbieter – und das gleich in zwei Kategorien.