Büromarkt Graz

In den vergangenen Jahren ist in Graz das Angebot an hochwertigen Büroprojekten kontinuierlich gewachsen und damit auch neue Bürostandorte entstanden. Weitere große Entwicklungsprojekte befinden sich in der Pipeline.

In den vergangenen Jahren ist in Graz das Angebot an hochwertigen Büroprojekten kontinuierlich gewachsen und damit auch neue Bürostandorte entstanden. Weitere große Entwicklungsprojekte befinden sich in der Pipeline. Zudem wird von Seiten der Stadt die Innenstadt forciert.

Die Stadt Graz zeichnet seit vielen Jahren ein stetiges Wachstum auf dem Büromarkt aus. Aktuell umfasst der Grazer Büromarkt rund 1,8 Millionen Quadratmeter. Dass in der steirischen Landeshauptstadt verstärkt Büroflächen bis 100 Quadratmeter und 100 bis 300 Quadratmeter nachgefragt werden, liegt daran, dass in Graz pro Jahr rund 1000 Unternehmen gegründet werden. Größere Büroflächen werden selten gesucht, da bei Bedarf von den Unternehmen selbst gebaut wird. Die Mieten bewegen sich von 6,00 bis 9,80 Euro pro Quadratmeter und die Leerstandquote ist konstant. Die Renditeerwartungen bewegen sich zwischen fünf und sechs Prozent und sind in den vergangenen 18 Monaten faktisch unverändert geblieben.

Verstärkte Entwicklungstätigkeit

In einigen Achsen ist eine verstärkte Entwicklungstätigkeit zu bemerken: Speziell von der UPC Arena (ehemaliges Liebenauer Stadion) Richtung Stadtzentrum zum Schönaugürtel und Jakominigürtel. Grund für die Bewegung ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie und damit eine adäquate öffentliche Verkehrsanbindung. In dieser Gegend hat die Messe die Stadthalle gebaut, ein Messecenter und weitere Hallen sind in Planung. Während die Styria Medien AG noch darüber nachdenkt, ob ihr 16-geschoßiges modernes Landmark um ihre Konzerntätigkeiten zu konzentrieren hier gebaut wird – oder doch in Wien –, errichtet die Grazer Firma Pachleitner bereits ihren neuen Firmensitz.

Weitere riesige Entwicklungen sind „in progress“, denn auf den Liegenschaften der BrauUnion sind großflächige und attraktive Entwicklungen der Stadt möglich. Im Süden von Graz handelt es sich dabei um die Liegenschaften der Puntigam Brauerei, im Westen stehen große Flächen der Brauerei Reininghaus zur Verfügung. Während noch am Konzept für eine der größten Stadtteilentwicklungen Österreichs gefeilt wird, versucht man der Innenstadt (UNESCO Kulturerbe und die größte, zusammenhängende Altstadt Europas) mehr Leben einzuhauchen. Schwerpunkt der Entwicklung gilt der Annenstraße. Einst eine florierende Gegend, wurde der Stadtteil zwischen der Mur und dem Grazer Hauptbahnhof immer triester, doch hat das Gebiet großes Potenzial in Richtung Stadtentwicklung und Sanierung. Das zeigen auch aktuelle Studien. Die Annenstraße (58.000 Quadratmeter) und die Herrengasse (25.000 Quadratmeter) zählen zu den Top 10 der Einkaufsstraßen in Österreich in punkto Handelsfläche.

Shopping-Center-Dichte

Ein Unikat besitzt die steirische Landeshauptstadt auch bei den Shopping Centern – beherbergen doch Graz und Umgebung insgesamt sieben Shopping Center mit einer gesamten Verkaufsfläche von über 200.000 Quadratmetern. Damit übersteigt die Shopping-Center-Dichte in Graz die von Wien um fast das dreifache. In Planung sind bereits zwei weitere Zentren – die Stadt Galerie Graz und ein Projekt neben dem Ikea-Gebäude auf dem Gelände der Brau Union. Ein FOC in unmittelbarer Nachbarschaft zum Shopping Center West soll in den kommenden Jahren realisiert werden. 25.000 Quadratmeter Verkaufsfläche sind in der ersten Errichtungsphase geplant. Einen konsumorientierten Bedarf an zusätzlicher Handelsfläche gibt es in Graz jedenfalls nicht mehr, es herrscht Verdrängungswettbewerb.

GBG © GBG

Das Ostbahn House wird Büros und ein Hotel beherbergen.

Architekt Lorenz © Architekt Lorenz

Eine Park & Ride-Anlage mit Geschäften entsteht in der Naähe in Puntigam.

Illemann Pressefotos © Illemann Pressefotos

Gerade um die UPC-Arena herum ist eine verstärkte Entwicklungstätigkeit festzustellen.

Shopping Center West © Shopping Center West

Graz hat fast eine dreifache Shopping-Center-Dichte im Vergleich zu Wien.

ProjektFertigstellung
Bürogebäude MurgalerieSommer/Herbst 2009
Acoton Center Baubeginn2008
Körösistraße 92009 - 2010
Brockmanngasse / Münzgrabenstraße2009 - 2010
A2Z2010 - 2011
diverse Projekteder GBG*2010 - 2011
Umbau "Garage" Andreas-Hofer-Platz2012

*Grazer Bau- und Grünlandsicherungs Ges.m.b.H.


Autor:

Datum: 22.06.2011

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Niederösterreichs Landeshaupstadt wächst, Wohnraum ist mittlerweile Mangelware. Jetzt entwickelt im St. Pöltner Entwicklungsgebiet „Gesundheitsbezirk“ die in Wien beheimatete Corag das Wohnbauprojekt „Quartier Zentral“. Mit an Bord: Die Semper Constantia Immo Invest GmbH, die für die VBV – Vorsorgekasse in eine hochwertige Wohnanlage mit viel Grün- und Spielfläche investiert, und die Erste Immobilien KAG, die bei einem Wohnprojekt mittlerer Preisklasse dabei ist.

Zwei neue Türme für die Grachtenmetropole: Züblin zeichnet für zwei neue Hochhaustürme am nördliche Ufer des Flusses IJ im Amsterdamer Stadtteil Overhoeks verantwortlich. Errichtet werden beim Projekt „Congreshotel & Residential Tower Overhoeks“ ein 110 Meter hoher Hotelturm mit 579 Zimmern sowie ein 101 m hoher Wohnturm mit rund 230 Apartments. Noch im Mai werden die Arbeiten aufgenommen, heißt es in einer Aussendung der Strabag SE. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Beim neuen Cityhotspot rund um den Nordbahnhof realisiert Signa mit dem Austria Campus auf rund 300.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche einen durchmischten Businessstandort. Für das neue Quartier – als Stadt in der Stadt konzipiert –, das im nächsten Jahr fertiggestellt werden soll, meldet das Immobilienunternehmen jetzt drei sehr unterschiedliche Mieter: Das Budget Designhotel Roomz, einen Sonneninsel Kindergarten sowie den Lebensmitteldiscounter Hofer.

Eine breite Zone außerhalb des Wiener Gürtels – zwischen Wienfluss und Währing – wird als Wohngebiet immer beliebter. Das ruft auch immer mehr Immobilienentwickler auf den Plan. Auch die Rustler Gruppe ist verstärkt vor Ort. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, wird ab 2018 in Wien 15 und Wien 16 noch mehr neuer Wohnraum geschaffen.

Die oberösterreichische Consulting Company meldet starkes Käuferinteresse beim Wiener Projekt Arndtstraße. Kurz vor Baubeginn seien bereits 95 Prozent der Wohnungen verkauft, aktuell wären nur mehr zwei der 38 Einheiten im Erweiterungsteil des „wohn:park:zwölf" verfügbar.

Dachgleiche in der Donaustädter Trondheimgasse: Die Strabag Real Estate, Bezirkspolitik und sowie das planenden Architekturbüro einszueins gaben sich im Wiener Norden ein Stelldichein. Fertiggestellt soll das neue Quartier im kommenden Herbst sein.

Im kommenden Herbst sollen die ersten Mieter einziehen – erst kürzlich wurde beim Projekt „Square plus", das von der Strabag Real Estate (SRE) in der Wiener Muthgasse entwickelt wird, die Dachgleiche gefeiert: Mit dabei waren Vertreter des Bezirks Döbling, das planende Architekturbüro HNP architects sowie die Generalunternehmerinnen Strabag und Porr.

Die Zinshaussanier von wohninvest haben im Döblinger Kahlenbergerdorf die Renovierung zweier historischer Objekte, die zumindest auf das frühe 17. Jahrhundert zurückgehen, abgeschlossen. Das im Rahmen eines Bauherrenmodells sanierte Ensemble wurde zu Beginn der Woche an die privaten Investoren übergeben.

Verkaufsstart in Köln: Im Zuge ihrer Portfolio-Optimierung trennt sich die Immofinanz von einer gemischt genutzten Immobilie. Wie das Unternehmen meldet, werde unter anderem das sogenannte Friesenquartier verkauft. Ebenfalls in der Domstadt angesiedelt und im Zuge eines Forward Purchase veräußert wird das noch von der Immofinanz zu realisierende Hotelentwicklungsprojekt im Gerling Quartier (im Bild). Weiters auf der Verkaufsliste steht dort auch ein zweiter Bauabschnitt. Neuer Eigentümer wird ein Joint Venture der deutschen Unternehmen Quantum Immobilien AG mit der Proximus Real Estate AG.