Buwog verkauft fast 60.000 Quadratmeter

Die Tochtergesellschaft der Immofinanz Group hat 35 Objekte mit Standort Kärnten, an die ÖSW-Gruppe verkauft. Mit der Veräußerung setzt die Buwog ihre Strategie der Konzentration auf die Kernmärkte Berlin und Wien fort.

Immofinanz © Immofinanz

Für Daniel Riedl, COO der Immofinanz Group und Aufsichtsrats-Vorsitzender der Buwog, ist der Verkauf ein

Buwog © Buwog

Buwog-Geschäftsführer Alexander Hoff:

Die Buwog, eine 100%ige Tochtergesellschaft der börsennotierten Immofinanz Group, hat in Kärnten 35 Objekte mit insgesamt 781 Wohnungen an die ÖSW-Gruppe, den größten privaten gemeinnützigen Bauträger in Österreich, veräußert. Davon gehörten sieben Objekte direkt der Buwog, 28 der von dem Unternehmen geführten Schwestergesellschaft ESG.

18 der veräußerten Objekte mit 515 Wohnungen befinden sich in Klagenfurt und 35 Wohnungen in Villach. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Gebäude, die sich in Gemeinden im ganzen Bundesland verteilen. Insgesamt umfasst die veräußerte Wohnfläche rund 59.000 Quadratmeter. Die Transaktion erfolgte über Buchwert.

Strategische Entscheidung

Daniel Riedl, COO der Immofinanz Group und Aufsichtsrats-Vorsitzender der Buwog, erklärt die Beweggründe für den Schritt: „Mit dem Verkauf von Portfolios in Österreich generieren wir die liquiden Mittel für die Expansion am vielversprechenden deutschen Wohnungsmarkt, etwa in Berlin. Die gewinnbringende Abgabe eines Teils unseres Kärnten-Bestands stellt ein wichtiges Etappenziel am Weg in Richtung Buwog-Börsengang dar und bestätigt zudem unsere konservative Immobilienbewertung."

Weitere Verkäufe geplant

Für die Buwog ist diese Transaktion nach der Abgabe des Vorarlberg-Portfolios und Teilen des Steiermark-Bestands an lokale Investoren eine Fortsetzung der Unternehmensstrategie. Neben der Konzentration auf den deutschen Markt, insbesondere Berlin liegt der Fokus in Wien. Weitere Verkäufe in den anderen Bundesländern in Österreich sollen im Lauf der nächsten Quartale folgen.

„Österreich ist im Residential-Bereich derzeit ein sehr guter Verkäufermarkt. Die schrittweise Portfolioumschichtung nach Deutschland ermöglicht eine Steigerung der Bruttomietrendite und eine deutlichere Positionierung in der Peergroup ‚German Residential‘“, erklärt Buwog-Geschäftsführer Alexander Hoff.

ÖSW-Gruppe zufrieden

Auch in Kärnten zeigt man sich mit dem Deal zufrieden. ÖSW-Vorstand Michael Pech: „Wir freuen uns, dass wir durch die Akquisition unser Portfolio in Kärnten weiter ausbauen konnten. Der Verwaltungsbestand der ÖSW-Gruppe in Kärnten erhöht sich dadurch auf über 6.300 Wohnungen. Österreichweit verwalten wir knapp 56.000 Einheiten.“


Autor:

Datum: 08.04.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Das Projektgeschäft der Raiffeisen evolution project development GmbH wird nach der Eigentümer-Rochade mit dem Jahr 2017 unter neuen Namen abgewickelt: Die Agenden laufen nunmehr unter dem Dach der „STRABAG Real Estate GmbH“ (SRE), wie die Geschäftsführung heute bekannt gegeben hat. Die Namensänderung ist bereits rechtkräftig. Österreich-Sitz ist die Bundeshauptstadt Wien.

Neues Doppelhaus-Konzept von Vario-Haus: Der Fertighaushersteller bringt Duplex auf den Markt. Gedacht ist das Haus für zwei oder drei Familien (Duplex Trio), die sich die Kosten teilen wollen, aber auf separate Wohneinheiten nicht verzichten möchten.

HYPO NOE hält künftig nur mehr Minderheitsanteil. Eigentümerwechsel soll sich dem Unternehmen zufolge positiv auf das operative Geschäft der NOE Immobilien Development AG auswirken.

Kick-off für eine neue Unit: PlanetHome Immobilien Austria lancierte mit Jahresbeginn die neue Abteilung „Bauträger und Projektentwickler“. Für die Vermarktung wird Alexander Marcian (im Bild) verantwortlich zeichnen. Gestartet wird mit einem Projekt-Trio der „Prisma Zentrum für Standort- und Stadtentwicklung“ in Wien-Nord.

Im Zuge der weiteren Konzentration auf das Kernportfolio trennt sich die Immofinanz von einem Teil ihres heimischen Retail-Portfolios. Über den Käufer – laut Konzerinfo ein österreichischer Immobilieninvestor – und den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen will sich künftig auf die eigenen Retail Parks „Stop Shop“ und die Center-Marke Vivo! konzentrieren.

Den schwedischen Einrichter zieht es zum Wiener Westbahnhof. Wie heute bekannt wurde, hat Ikea das Rennen um das sich im Eigentum der ÖBB befindende sogenannte „Blaue Haus“ – direkt hinter der „BahnhofCity Wien West“ – gemacht. Das Möbelhaus verspricht shoppen nach städtischen Standards – für ein urbanes, umweltbewusstes Publikum.

Zwei Baustoffanbieter ziehen mit Jahresbeginn 2017 an einem Strang. Wie die Konzernmutter bekannt gibt, werden die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH und die Tondach Gleinstätten AG ihre österreichischen Aktivitäten im Wand- und Dachziegelbereich künftig bündeln. Mit drei Vertriebsregionen wolle man noch näher zu den Kunden rücken. Speerspitzen des neuen Markendoppels für Dach und Wand sind mit Franz Kolnerberger und Christian Weinhapl zwei erfahrene Konzernköpfe.

In ausgesuchter Lage, schräg gegenüber der Wiener Urania: Der erste österreichische home24-Showroom ist seit letzter Woche offiziell eröffnet. Zur Premiere des 700 Quadratmeter großen, realen Schaufensters des laut Eigenangaben europaweit größten Online-Möbelhauses gaben sich Promis und Shopper ein erstes Stelldichein. wohnnet Business war beim Offline-Opening dabei, talkte mit den Einrichtungsberatern und informierte sich bei Vorstandsmitglied Marc Appelhoff über den geplanten rot-weiß-roten Möbelkurs.

Weichenstellung: Mit der Zertifizierung nach ISO 9001:201 will die Rustler Immobilientreuhand GmbH in der Branche mit gutem Beispiel vorangehen. Dem Führungsteam (im Bild) wurde jetzt durch Auditor Walter Kalcher von quality Austria die Urkunde überreicht.