Eintragungsfähige Rechte bei Immobilien in Polen

Dingliche Rechte (das Recht eines Genossenschafters auf Wohn- und Gewerbegebäude, Hypotheken, Nutzungsrecht) sollten im Grundbuch eingetragen werden. Bestimmte persönliche Rechte (Mietrecht, die Ansprüche des Mitbesitzers) können auch eingetragen werden.

Eigentumsrecht, unbefristetes Nießbrauchrecht und beschränkt dingliche Rechte (das Recht eines Genossenschaftsmitglieds auf Wohnung und Gewerbeimmobilien, das Recht auf ein Einfamilienhaus in einer Wohngenossenschaft, Hypothek, Dienstbarkeit und Nutzungsrecht) müssen im Grundbuch eingetragen werden. Ein Recht, das aus dem Register gelöscht wurde, wird als nicht existierend betrachtet.

Ein beschränkt dingliches Recht, das im Grund eingetragen ist, hat Vorrang über ein nicht eingetragenes.

Sollte der im Grundbuch eingetragene und der tatsächliche Rechtsstatus eines Gebäudes uneinheitlich sein, so sollte der Grundbucheintrag zugunsten der Person ausgelegt werden, die ein diesbezügliches Recht erworben hat. Dies geschieht durch die Verrichtung eines Rechtsgeschäfts mit einer Person, die getreu der Glaubwürdigkeitsgarantie des Grundbuchs ordnungsgemäß dazu befugt ist.

Diese Garantie schützt weder unentgeltliche Zuwendungen noch solche zugunsten eines in böser Absicht handelnden Käufers. Darüber hinaus hat die Garantie keinen Einfluss auf Rechte, die eine Immobilie kraft Gesetzes belasten bzw. aufgrund von Jahreszahlungen, von Nutzungsrechten, die durch die Entscheidung einer befugten Behörde eingerichtet wurden oder von Nutzungsrechten, die eingerichtet wurden, um die Überschreitung der Grundstücksgrenze während des Bau eines Gebäudes möglich zu machen.

Auch bestimmte persönliche Rechte und Ansprüche können im Grundbuch eingetragen werden. Die häufigsten sind das Recht auf Vermietung bzw. Verpachtung, das Rück- und Vorkaufsrecht, das Recht auf Jahreszahlungen, die Ansprüche eines Mitbesitzers (ausgenommen des Anspruchs auf Auflösung des Miteigentumsrechts), ausstehende Schulden einer Hypothekenbank, die durch Hypotheken und Informationen über diese Hypotheken (welche in einem Register aller Hypothekenbriefe verbucht sind) abgesichert sind, sowie das Recht, ein Gebäude bzw. ein Wohnhaus jedes Jahr während einer bestimmten Zeit zu nutzen (Teilzeitwohnrecht).

Autor:

Datum: 01.09.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Letzten Freitag ist die MIPIM, die größte internationale Gewerbeimmobilienmesse, im südfranzösischen Cannes zu Ende gegangen. Als bestimmende Themen der 2017er-Auflage haben sich die Bereiche Digitalisierung aber auch alternative Assetklassen herauskristallisiert. Die Stimmungslage unter den 23.000 Besuchern war, so einhelliger Tenor an der Côte d´Azur, angehoben: Auch beim auf Logistik spezialisierten Immobilienentwickler Go Asset Development, der das Thema Stadtlogistik ins Spiel bringt.

Eine hohe Transaktionsdichte bei steigenden Preisen meldet Re/Max Austria für das Jahr 2016 am Eigentumswohnungsmarkt: 47.846 Wohnungen seien laut dem heute publizierten Immo-Spiegel verbüchert worden. Dies entspricht im Vergleich zum Rekordjahr 2015 einem Plus von 4.102 Einheiten oder von 9,4 Prozent. Laut den jüngsten Zahlen haben die Preise im Wohnungseigentum um durchschnittlich 4,4 Prozent angezogen.

Es geht in der Bundeshauptstadt weiter aufwärts: Wurden im Jahr 2016 nur 60.000 Quadratmeter Büroneuflächen auf den Markt geworfen, so rechnet man bei EHL Immobilien für das laufende Jahr mit gut dem Zweieinhalbfachen. 2018 dürften laut dem Büromarktbericht des Immo-Spezialisten mehr als 330.000 Quadratmeter folgen. „Damit erreicht beziehungsweise übertrifft das Fertigstellungsvolumen die Rekordwerte aus den Jahren vor der Finanzkrise 2008“, erklärt EHL-Büroimmobilienleiter Stefan Wernhart.

Die Umsatzeinbrüche der Jahre 2012 bis 2015 in der Fertighausbranche gehören der Vergangenheit an: 2016 nahm die mittlerweile stark konzentrierte Branche Fahrt auf. Und mit plus sieben Prozent recht deutlich. Die Zahl der verkauften Häuser stieg um 4,6 Prozent, wie Interconnection Consulting in einer aktuellen Studie aufzeigt. 2017 soll den Autoren zufolge ähnlich gut performen. Realistisch sei ein Umsatzwachstum von 6,4 Prozent. Mit ein Grund? Die Häuslbauer werden bequemer; schlüsselfertige Lösungen boomen. Zudem seien der Aufschwung in der Bauwirtschaft und steigende Preise hilfreich.

Wien wächst rasant weiter, im letzten Jahr zogen rund 28.000 Menschen in die Bundeshauptstadt. Damit steigt die Misere auf den Wohnungsmarkt, wie auch der erste Wiener Wohnungsmarktbericht für das Jahr 2017, der heute von der Buwog und EHL im Architekturzentrum Wien präsentiert wurde, belegt. Fazit: der Nachfrageüberhang wird nicht gedeckt. Das hat steigende Mieten und Kaufpreise zu Folge.

Fachmarktzentren, dominierende Großketten, die in die Malls drängen – die Innenstädte haben zunehmend mit dem Geschäftssterben zu kämpfen. In Wien steuert die Wirtschaftskammer mit einem Leerflächenmanagement in enger Kooperation mit der Immobilienwirtschaft gegen – und meldet damit für 2016 positive Ergebnisse. Die Leerstandsquote sank dank Gastronomie und Kleinhandel im Vergleich zu 2015 um 16 Prozent.

Plus bei Umsatz und Gewinn, neue Standorte realisiert und weitere in der Pipeline – auch in Österreich: Die Budget Design Hotelgruppe Motel One präsentierte dieser Tage ihre Bilanz zum Geschäftsjahr 2016 und gab ihre nächsten Expansionsziele bekannt.

Die Immofinanz ließ 2016 am rumänischen Büromarkt die Muskeln spielen: In der Hauptstadt Bukarest wurden circa 80.000 Quadratmeter Bürofläche vermietet. Das sind laut Unternehmensangaben mehr als 40 Prozent des gesamten Büro-Bestandsportfolios im Kernmarkt.

Die Rekordjagd am heimischen Immobilienmarkt ist auch im Jahr 2016 weitergegangen. Wie das Maklernetzwerk Re/Max meldet, wurden im abgelaufenen Jahr landesweit 121.436 Immobilienverkäufe im Wert von 26,87 Mrd. Euro im Amtlichen Grundbuch vermerkt. Ein Steigerungsrate von satten 8,3 Prozent im Vergleich zu 2015.