EU-Förderungen in der Slowakei

Die Slowakei erhält Mittel aus den EU-Strukturfonds, die zur unternehmensbezogenen Regional- und Arbeitsmarktentwicklung eingesetzt werden. Der größte Teil des Landes ist bevorzugtes Fördergebiet; lediglich der Großraum Bratislava ist "normales" Fördergebiet.

Wie alle EU-Staaten erhält die Slowakei Mittel aus den EU-Strukturfonds, die u.a. zur unternehmensbezogenen Regional- und Arbeitsmarktentwicklung eingesetzt werden. Der größte Teil des Landes ist bevorzugtes Fördergebiet; lediglich der Großraum Bratislava ist "normales" Fördergebiet. Zur Mittelstandsförderung kann die Slowakei Unterstützungen aus dem EU-Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) einsetzen. Daneben wird die Wirtschaftsförderung auch allein aus nationalen bzw. regionalen Haushaltsmitteln finanziert.

Die maximale Förderhöhe wird je nach Region und Unternehmensgröße durch das EU-Beihilferecht bestimmt und begrenzt die Summe aller geldwerten Förderungen durch Staat, Region und Kommune.

1. allgemeine staatliche Förderung
Förderfähig sind:
• Grundstücke, Gebäude, Ausrüstung/Maschinen, sowie Lizenzen, Know-how, gewerbliche Schutzrechte etc. zu einem Anteil von höchstens 50% der Gesamtsumme, oder
• Für einen Zeitraum von zwei Jahren die Gehälter inklusive Lohnnebenkosten für die neu geschaffenen Stellen

Förderfähige Branchen:
Produzierende Betriebe, Technologiezentren (Zentren der angewandten Forschung), Zentren für strategische Dienstleistungen, Tourismus

Formen der Förderung:
• Investitionszuschüsse
• Steuervergünstigungen
• Vergünstigte Überlassung staatlicher Liegenschaften
• Zuschüsse für neu geschaffenen Arbeitsplätze

2. Mittelstandsförderung
Die Förderung erfolgt aus den EU-Strukturfondsmitteln. Der nationale Förderplan 2007-2013 wird durch 11 Operative Programme (OP) umgesetzt. Für den Privatsektor ist das OP "zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit" von großer Bedeutung.

Wer ist antragsberechtigt:
Unternehmen mit Registrierung in der Slowakischen Republik bzw. ausländische Investoren

Was wird gefördert:
Kauf von Grundstücken und Immobilien, Ausbau von neuen Hallen, Gebäuden, komplexe Restaurierung, Transportmittel, Gebrauchte Maschinen und Technologien, Personalkosten, Betriebskosten, Mehrwertsteuer, Zinsen, Bankgebühren, Leasing

Maximale Förderquoten:

Staatssektor

100%

Kommunalsektor

95%

Privatsektor Region Westslowakei

40%

Privatsektor Region Mittelslowakei

50%

Privatsektor Region Ostslowakei

50%

Privatsektor Region Bratislava

10-30%

Förderstellen

SARIO, NADSME, Wirtschaftsministerium

Einreichung

über aktuelle Ausschreibungen („calls“)

3. Regionalentwicklung

Umsetzung erfolgt v.a. durch die Einrichtung von Industrieparks (auch Gewerbeparks, strategische oder Technologieparks genannt) und durch Initiativen zur Tourismusförderung.
Für Industrieparks beträgt die maximale staatliche Beteiligung 85% der Kosten.
Solche Parks können auch für nur einen Investor errichtet werden.


Autor:

Datum: 29.05.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Weitreichender Optimismus begleitete die EHL-Jahresauftaktkonferenz 2018: Die positive Grundstimmung aus dem letzten Jahr bleibt laut den Experten des Hauses auch im neuen Jahr erhalten. Die durchaus heiteren Wien-Trends 2018 für Wohnen, Büro, Einzelhandel und Investment.

Zum Jahreswechsel liegen die ersten Prognosen für den heimischen Immobilienmarkt 2018 vor. Ausblick: Die Angebots-Nachfrage-Schere geht wohl weiter auf. Die Preise werden steigen, wenn auch moderater als zuletzt.

In ihrem aktuellen Bericht zur Konjunktursituation in den wichtigsten Wirtschaftsbereichen Österreichs spricht die UniCredit-Tochter Bank Austria von einem deutlich verbesserten Klima. Die Bauwirtschaft zeigt sich laut Analyse weitgehend stark und stabil.

Abschluss der Dialog-Runde 2017 in der Blauen Lagune. Diskutiert wurde der digital vorangetriebene Wandel in der Asset Klasse Hotel: Wie sieht er aus? Was definiert das Hotel 4.0 – der Investor? Und wo bleibt der Gast?

Die Wiener werden immer mehr, damit steigt weiter die Belastung am städtischen Wohnungsmarkt. Trotz zuletzt forcierter Neubauleistung (plus sechs Prozent) dürften im heurigen Jahr schlussendlich rund 7.000 Wohnungen fehlen, wie die EHL in ihrem aktuellen Report informiert. Wenn wo gebaut wird, dann im großen Stil – und immer mehr auch in die Höhe.

Mit Deutschland hält die Alpenrepublik die Rote Laterne: Nur 55 Prozent der Österreicher wohnen wirklich in den eigenen vier Wänden, wie Eurostat jetzt ermittelt hat. Überdurschnittlich viele haben einen Mietvertrag in ihrem Schreibtisch liegen.

Plus bei Kennzahlen und Standorten: Die Budget Design Hotelgruppe beschloss das dritte Quartal mit durchwegs positiven Kennzahlen. Weitere Neueröffnungen und ein Markteintritt stehen noch heuer am Programm.

Frische Zahlen zum Wiener Büromarkt: Wie EHL informiert, war auch das dritte Quartal (noch) von Zurückhaltung geprägt. Diese sorgte dafür, dass die Vermietungsleistung seit Jänner 2017 weiter hinter den Zahlen des Vorjahres hinterherhinkt. Das bis vor kurzem sehr geringe Neubauvolumen schlägt hier weiter durch. Doch eine Trendwende scheint in Sicht.