Immofinanz baut Shoppingcenter in Polen

In Lublin entsteht um 115 Millionen Euro ein Zentrum für Shopping, Entertainment, Erholung und Freizeit. Das Dach ist begrünt, eine BREEAM Zertifizierung wird angestrebt. Die Eröffnung ist für Herbst 2014 geplant.

Die Immofinanz Group plant ein polnisches Einzelhandelsentwicklungsprojekt: Mitten im Stadtzentrum von Lublin, nahe der historischen Burg, soll ein neues Einkaufszentrum namens Tarasy Zamkowe entstehen.


Mit Tarasy Zamkowe – bisher bekannt als Galeria Zamek – wird laut der Gruppe ein Zentrum für Shopping, Entertainment, Erholung und Freizeit entstehen. Nationale und internationale Einzelhandelsunternehmen sollen bereits großes Interesse an den Verkaufsflächen bekundet haben. Auf einer Mietfläche von bis zu 37.000 m2 werden ca. 150 Geschäfte, drei Restaurants, zahlreiche Cafés und Imbisslokale Platz finden. Der Start der Bauarbeiten ist für Oktober vorgesehen, die Eröffnung für Herbst 2014 geplant. Die Investitionskosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 115 Millionen Euro (PLN 480 Millionen).


"Lublin ist mit 350.000 Einwohnern und einem Einzugsgebiet von 800.000 Menschen ein attraktiver Markt für den Einzelhandel. Dies, die wirtschaftliche Stärke und die geringe Einzelhandelsdichte der Stadt Lublin waren ausschlaggebend für unsere Entscheidung, das Galeria Zamek-Grundstück im vergangenen Jahr zu kaufen. Um ein Einkaufszentrum zu errichten, das sich perfekt in das Stadtbild einfügt und ein unvergleichliches Einkaufs- und Unterhaltungserlebnis bietet, und um die neuesten Trends im Retailbereich einfließen zu lassen, überarbeiteten wir das ursprüngliche Design", erklärt Eduard Zehetner, CEO der Immofinanz Group. "Wir freuen uns sehr, dass unser Vorhaben, ein hochmodernes Einkaufszentrum zu errichten, bei der Stadtverwaltung auf Zustimmung gestoßen ist und wir in den kommenden Wochen mit den Bauarbeiten beginnen können."

Highlight: Grünflächen am Dach
Ein Highlight stellen die Grünflächen am Dach des Gebäudes dar: Wiesen, grüne Wege und Aussichtspunkte – der schönste Blick gilt der Altstadt sowie der historischen Burg. Öffentliche Plätze an den Ecken des Einkaufszentrums bieten Ruheflächen und Raum für Veranstaltungen.


Die gesamte Baufläche beträgt 104.000 m2: 37.000 m2 vermietbare Fläche, 23.000 m2 öffentliche Bereiche und Räume für Haustechnik sowie 44.000 m2 Tiefgarage, die 1.000 Parkplätze auf drei Ebenen umfasst. Das neue Einkaufszentrum wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad und auch zu Fuß gut erreichbar sein.


"Die globale Ökologie- und Energiekrise stellt die Architekten vor zwei Herausforderungen: einerseits die kulturelle und umweltpolitische Identität zu stärken, andererseits den Energieverbrauch in Gebäuden zu optimieren. Diese Ziele sollen auch mit dem Design von Tarasy Zamkowe erreicht werden", erklärt Boleslaw Stelmach, Architekt des Einkaufs- und Unterhaltungszentrums. Professor Zbigniew Myczkowski, Mitglied des Komitees für Architektur und Städtebauentwicklung in Krakau, bestätigt den positiven Nutzen für die lokale Gemeinschaft: "Das ausgewählte Konzept ist sehr modern und es steht außer Frage, dass damit ein ästhetischer Mehrwert geschaffen wird – so entsteht eine harmonische Verbindung der Baustruktur mit der natürlichen Beschaffenheit der Umgebung".


BREEAM Zertifizierung angepeilt
"Wir haben keine Anstrengung gescheut, um Tarasy Zamkowe für die BREEAM Zertifizierung vorzubereiten. Wir sind zuversichtlich, dass wir alle notwendigen Erfordernisse erfüllen um dieses auch zu erhalten", erklärt Ralph Bezjak, Direktor Commercial Development der Immofinanz Group.


Zwölf Millionen Euro für Infrastruktur
Weitere zwölf Millionen Euro (PLN 50 Millionen) will die Immofinanz in die Entwicklung der Stadt investieren: Ein maßgeschneidertes Verkehrskonzept soll ein problemfreies Nebeneinander von Auto-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr gewährleisten. Außerdem sind unter anderem weitere infrastrukturelle Verbesserungen geplant.

Immofinanz Group © Immofinanz Group


Autor:

Datum: 04.10.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Nach dem Minus von 42,3 Millionen Euro aus 2015 konnte die Immobilieninvestment und –entwicklungsgesellschaft im Vorjahr wieder einen Gewinn von 22,9 Millionen Euro verbuchen, wie das Unternehmen im Rahmen seiner heutigen Bilanzkonferenz mitgeteilt hat. 2017 wird der Teilverkauf des Hotelportfolios weiteres Geld in die Kassa spülen. In Russland bleibt man engagiert. Geplant sind auch neue Projekte im näheren CEE-Raum.

Die Zukunft der auf Betonsteine und Flächenbefestigungen spezialisierten Frühwald-Gruppe scheint langfristig gesichert. Wie das Unternehmen meldet, habe man zwei Privatinvestoren an Bord holen können. Eine Rochade findet auch der Unternehmensspitze statt: Sowohl der Österreich-Zentrale als auch der internationalen Tochtergesellschaften stellt künftig Branchenexperte Robert F. Holzer als neuer CEO vor.

Schwieriges Marktumfeld in Russland und Bewertungseffekte schlagen in den Zahlen durch. Steigerungen wurden beim Vermietungsgrad erzielt, heißt es seitens des Konzern. Die Dividende soll wie angekündigt bei 6 Cent je Aktie liegen.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) knackte 2016 die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro. Aufgrund gestiegener Mieterlöse und höherer Erlöse aus dem Verkauf von Umlaufvermögen sei im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzplus von sechs Prozent erzielt worden, meldete Geschäftsführer Hans-Peter Weiss (im Bild) anlässlich der Ergebnispräsentation. Zum Bilanzende standen damit exakt 1.049,9 Millionen Euro in den Büchern.

204,3 Millionen Euro im Jahr 2016 – versus 77,2 Millionen Euro aus 2015: Der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten S Immo AG, Ernst Vejdovszky, meldete heute im Rahmen der Bilanzpräsentation ein Plus beim Jahresüberschuss von 165 Prozent und auch mit Blick auf die weiteren Kennzahlen das „beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“. „Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir vor allem mit dem Verkauf eines Teils unseres Deutschland-Portfolios beeindruckende Gewinne realisieren“, so Vejdovszky. Von den Resultaten sollen nun auch die Aktionäre profitieren.

Die CA Immo berichtet, mit dem Verkauf ihres Mehrheitsanteils am Logistikpark Aerozone in Budapest den Rückzug aus dem Logistikbereich abgeschlossen zu haben. In Summe habe man sich im Laufe der letzten Jahre von mehr als 500.000 Quadratmetern Fläche in Polen, Rumänien, Ungarn und Deutschland getrennt, heißt es dazu aus dem Unternehmen.

2017 begeht der in Italien beheimatete Baustoffkonzern Mapei sein 80-jähriges Firmenjubiläum. Grund zum Feiern gibt es auch bei der Österreich-Tochter, die steigende Produktions- und Aufragsvolumina meldet. Ende März erfolgte nun der offizielle Startschuss zum notwendig gewordenen Hallenzubau in Nußdorf ob der Traisen. Eröffnet wird mit Vertretern der Konzernmutter noch im heurigen September.

Der heimische Fensterproduzent präsentierte diese Woche seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr: Erfolge hätten in fast allen Europamärkten erzielt werden können, heißt es seitens Internorm. Das Plus beim Auftragseingang in der Höhe von fünf Prozent schlägt sich in der Umsatzentwicklung nieder. Dieser kletterte den Konzernangaben zufolge von 307 Millionen Euro (2015) auf 322 Millionen Euro. Im heurigen Jahr soll die Investitionsquote deutlich angehoben werden.