Eigentums- und Nießbrauchrecht in Polen

Unbefristetes Nießbrauchrecht ist häufig bei Immobilien, deren Eigentümer das Finanzministerium bzw. örtliche Behörden sind. Limitierte Dauer des Nutzungsrechts sowie jährliche Abgaben unterscheidet unbefristetes Nießbrauch- von vollem Eigentumsrecht.

Volle Eigentümerschaft, die umfassende Eigentümerrechte garantiert, wird durch das Unterschreiben eines Kaufvertrages übertragen. Dieser sollte notariell beglaubigt und in einem Land- und Hypothekenregister eingetragen sein.

Unbefristetes Nießbrauchrecht - eine Eigenheit des polnischen Rechtssystems - ist bei Immobilien, deren vollständiger Eigentümer das Finanzministerium bzw. lokale Behörden sind, weit verbreitet.

Zwei wichtige Punkte, die unbefristetes Nießbrauchrecht von voller Eigentümerschaft unterscheiden, sind die begrenzte Dauer des Nutzungsrechts der Immobilie sowie die jährlichen Abgaben.

Unbefristetes Nießbrauchrecht wird normalerweise für 99 Jahre festgesetzt. In bestimmten Fällen wird jedoch auch eine Laufzeit von 40 Jahren erlaubt. Ein Antrag auf Verlängerung des dauernden Nießbrauchrechts (für eine weitere Zeitspanne von 40 bis 99 Jahren) darf vom Besitzer nur im Falle eines vorrangigen Gemeindebedarfs abgelehnt werden.

Die Kosten für unbefristetes Nießbrauchrecht setzen sich aus einer einmaligen Abgabe von 15-25% und einer jährlichen Zahlung von bis zu 3% des Gesamtwerts der Immobilie zusammen. Die jährliche Zahlung und der Prozentsatz für die Berechnung können jährlich erhöht werden. Da solche Modifikationen oft erst nach dem Kauf verlautbart werden, sind sie häufig Anlass für Auseinandersetzungen.

Unbefristetes Nießbrauchrecht ist frei übertragbar. Diese Überschreibung wird jedoch nur durch Registrierung der jeweiligen Rechte im oben genannten Register wirksam. Ein unbefristeter Nießbraucher hat auch das Recht, das Objekt zu vermieten oder zu verpachten.

Autor:

Datum: 01.09.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Gunstlagen in den Bezirken Währing und Döbling erzielen mittlerweile neue Höchstpreise. Durchschnittlich haben die Erlöse seit dem Jahr 2009 um 6,6 Prozent per anno zugelegt, wie der aktuelle Otto-Villenreport aufzeigt.

Laut den Immobilienberatern von CBRE steigt die Lust auf die Assetklasse Handel. Im ersten Quartal wurden 390 Millionen Euro platziert. Das entspricht fast 40 Prozent des Gesamtinvestments.

Die Zahl der Transaktionen im Eigentumssegment lag im Jahr 2017 österreichweit bei knapp 50.000. Das berichtet das Maklernetzwerk Re/Max, basierend auf Daten von ImmoUnited, im aktualisierten ImmoSpiegel.

Laut Maklernetzwerk Re/Max wechselten 2017 Immobilien im Wert von 28,1 Milliarden Euro den Besitzer, ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Besonders in den Städten herrschte Dynamik. Für die teuerste Immobile wurden übrigens 57 Millionen Euro hingeblättert.

Almanach mit teilweise gänzlich neu erhobenen Zahlen und Fakten zum österreichischen Immobilienmarkt: EHL Immobilien, BDO und das Institut für Immobilienwirtschaft (IFI) haben die die zweite Ausgabe des Nachschlagewerks „IMMOFakten“ veröffentlicht.

Der urbane Wohnbau zeichnet sich hierzulande durch den weitgehenden Verzicht auf den Baustoff Holz aus. Damit soll Schluss sein, sagen zwei Insider, die Akteure wie Geldgeber in ihr Boot holen wollen. Potenzielle Käufer zeigen sich weniger scheu, wie eine Umfrage bestätigt.

Ausblick auf den rot-weiß-roten Immobilienmarkt 2018: CBRE Österreich hat im neuen Market Outlook die wichtigsten Analysen und Trends zu den einzelnen Sektoren veröffentlicht.

Wie hat sich die Zahl der Neugründungen entwickelt? Wie sieht es mit der Eigenkapitalausstattung aus? Und wie hoch ist die Insolvenzquote? CRIF Österreich hat das Jahr 2017 unter die Branchenlupe genommen.