Prager Büromarkt

Bürovermietungen heuer solide Allerdings steigen die Leerstandsraten vor allem im 4. Prager Stadtbezirk mit seinen vielen Neubauten deutlich.Gesamtvolumen vermieteter Fläche überschritt nach drei Quartalen bereits Gesamtwert des Vorjahres.

Laut einer Marktstudie des internationalen Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE) hat die Vermietung von Büroflächen in Prag im 3. Quartal 2008 rund 72.000 m erreicht und sei somit anhaltend stark geblieben. In den ersten drei Quartalen 2008 seien insgesamt rund 205.300 m vermietet worden, sodass dadurch das Vermietungsgesamtvolumen von 2007 (circa 195.200 m) bereits überschritten wurde. Vor allem der Bezirk Prag 9 hat sich mit einem Anteil von 25% an den Vermietungen des dritten Quartals zu einem sehr attraktiven Standort entwickelt, berichtet CBRE.

Leerstand nimmt zu
Rund 116.000 m moderner Büroflächen seien im 3. Quartal 2008 fertiggestellt worden, was den Prager Gesamtbestand an Büroflächen auf über 2,4 Mio. m katapultiert habe. Somit liege die Zahl der fertiggestellten Büroflächen nach den ersten drei Quartalen 75% über jener der Vorperiode. Der Großteil des neuen Angebots (60%) sei im Bezirk Prag 4 errichtet worden. Die Auswirkungen des neuen Marktangebots seien deutlich spürbar und würden merkbar höhere Leerstandsraten (von vormals 5,5% auf 8,6 Prozent im 3. Quartal) bewirken. Dabei falle speziell Prag 4 aus dem Rahmen, wo der höchste Leerstand (40% der leer stehenden Büroflächen sind hier angesiedelt) aufgrund des überdurchschnittlichen Flächen-zuwachses zu verzeichnen sei.

Die Spitzenmieten in den Prager City-Lagen sind laut CBRE auf 23 € pro m und Monat angestiegen, was einerseits auf eingeschränkte Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Büroflächen und andererseits auf ein geringes Angebot weiterer - derzeit in der Pipeline befindlicher - Büroflächen zurückzuführen sei. Obwohl im vierten Quartal 2008 weitere 82.200 m Bürofläche fertiggestellt werden, sei angesichts der Tatsache, dass bereits etwa 40% dieser Flächen vorvermietet seien, kurzfristig nicht mit einem Anstieg der Leerstandsrate zu rechnen.

CBRE erwartet allerdings auch, dass aufgrund der derzeitigen weltwirtschaftlichen Situation die Gesamtvermietungen im Jahr 2009 im Vergleich zum heurigen Jahr geringer ausfallen werden. Dies könnte dazu führen, dass fertiggestellte Büroflächen langsamer am Markt aufgenommen werden und daher mittel- bis langfristig die Leerstandsrate weiter ansteigen werde, heißt es bei CBRE.
(Quelle: Medianet)


Autor:

Datum: 12.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Die Zahl der Transaktionen im Eigentumssegment lag im Jahr 2017 österreichweit bei knapp 50.000. Das berichtet das Maklernetzwerk Re/Max, basierend auf Daten von ImmoUnited, im aktualisierten ImmoSpiegel.

Laut Maklernetzwerk Re/Max wechselten 2017 Immobilien im Wert von 28,1 Milliarden Euro den Besitzer, ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Besonders in den Städten herrschte Dynamik. Für die teuerste Immobile wurden übrigens 57 Millionen Euro hingeblättert.

Almanach mit teilweise gänzlich neu erhobenen Zahlen und Fakten zum österreichischen Immobilienmarkt: EHL Immobilien, BDO und das Institut für Immobilienwirtschaft (IFI) haben die die zweite Ausgabe des Nachschlagewerks „IMMOFakten“ veröffentlicht.

Der urbane Wohnbau zeichnet sich hierzulande durch den weitgehenden Verzicht auf den Baustoff Holz aus. Damit soll Schluss sein, sagen zwei Insider, die Akteure wie Geldgeber in ihr Boot holen wollen. Potenzielle Käufer zeigen sich weniger scheu, wie eine Umfrage bestätigt.

Ausblick auf den rot-weiß-roten Immobilienmarkt 2018: CBRE Österreich hat im neuen Market Outlook die wichtigsten Analysen und Trends zu den einzelnen Sektoren veröffentlicht.

Wie hat sich die Zahl der Neugründungen entwickelt? Wie sieht es mit der Eigenkapitalausstattung aus? Und wie hoch ist die Insolvenzquote? CRIF Österreich hat das Jahr 2017 unter die Branchenlupe genommen.

Nach 2017 ist der österreichische Ökostromanbieter easy green energy laut der VKI-Aktion „Energiekosten-Stop“ bereits zum zweiten Mal in Folge Bestbieter – und das gleich in zwei Kategorien.

Der niederösterreichische Fertighaushersteller Vario-Haus wuchs 2017 auch auf den Auslandsmärkten. Ein Verkaufsplus konnte laut Unternehmen in Italien verzeichnet werden. Auch in der Schweiz ist die Nachfrage gestiegen.