Pröll baut neu

In einer gemeinsamen Pressekonferenz in Neunkirchen haben heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Beweggründe für die Entscheidung, das Landesklinikum Neunkirchen neu zu errichten, erläutert

"Wir sind zur Meinung gekommen, dass es am zukunftsträchtigsten ist, einen Neubau auf dem Areal des jetzigen Landeskrankenhauses zu errichten", so der Landeshauptmann: "Wir haben diese Entscheidung nicht im luftleeren Raum getroffen, sondern im Zusammenhang mit unserer politischen Zielsetzung, unser Land zur sozialen Modellregion in Europa zu machen."

Im Sinne der Menschlichkeit

Ein Neubau des Landesklinikums Neunkirchen liege im Sinne der Patienten und Mitarbeiter, weil dieser den neuesten medizintechnischen und baulichen Stand sowie optimale Arbeitsabläufe, kürzere Wege und eine bessere Betriebsorganisation ermögliche, so Pröll. "Einen Neubau können wir in etwa fünf Jahren bewältigen", meinte der Landeshauptmann zum Zeitfaktor, Renovierungsarbeiten würden hingegen wesentlich länger dauern und wären auch eine enorme Belastung für Mitarbeiter und Patienten.

Auch der wirtschaftlich-finanzielle Aspekt hätte eine wichtige Rolle gespielt: Für den Neubau seien rund 100 bis 120 Millionen Euro an Kosten vorgesehen, dies sei allerdings wesentlich günstiger als Renovierungsarbeiten; außerdem würde ein Neubau wesentlich günstigere Betriebskosten vorweisen.

Konjunktur wieder ankurbeln

Erste Planungen seien bereits in Auftrag gegeben, sie würden unter folgenden Gesichtspunkten stehen, informierte der Landeshauptmann: Trotz Neubau müsse bis zur Eröffnung die medizinische Versorgung
optimal gewährleistet bleiben. Das Landesklinikum Neunkirchen solle zu einem Gesundheitszentrum für die Region werden. Außerdem soll der Neubau beste Betreuung der Patienten und ein optimales Arbeitsumfeld
für die Mitarbeiter bieten und sowohl Menschlichkeit als auch Modernität ausstrahlen. Weiter soll diese Investition einen "Beitrag leisten, dass der Konjunkturmotor nicht allzu sehr ins Stocken gerät", so Pröll, der auch darauf verwies, dass in den nächsten Jahren in die NÖ Landeskrankenhäusern insgesamt rund zwei Milliarden Euro investiert werden.

Landesrat Sobotka informierte über die nächsten Schritte in der Umsetzung. So soll nach Erstellung des Kostenrahmens Mitte Mai der Beschluss im NÖ Landtag gefasst werden. Nach Architektenwettbewerb
und Ausschreibung ist der Baubeginn Anfang 2011 geplant. Nach drei Jahren reiner Bauzeit ist die Fertigstellung für 2014 vorgesehen.

LK Neunkirchen © LK Neunkirchen


Autor:

Datum: 13.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Vom Büro zum Hotelhochhaus: Die Novum Hotel Group und Immofinanz bauen den bestehenden Office-Standort neben den Twin Towers am Wienerberg zum "Holiday Inn Vienna – South" um. Geplant sind 201 Zimmer, plus Frühstücksrestaurant im 22. Stock. Eröffnet werden soll der neue Komplex Anfang 2019.

Die oberösterreichische Consulting Company startet mit der Vermarktung ihres nächsten Wien-Projekts in der Arndtstraße in einem zentralen, infrastrukturell gut erschlossenen Teil des zwölften Wiener Gemeindebezirks. Neben dem zuletzt eröffneten "wohn:park:zwölf" errichtet der Immobilienentwickler 38 Wohnungen mit insgesamt gut 2.000 Quadratmeter Wohnfläche. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2017 vorgesehen, die Fertigstellung soll im Herbst 2018 erfolgen.

Vorläufiges Ende für ein ambitioniertes Projekt in der Ländle-Landeshauptstadt: Wie die Betreiberpartner Ende letzter Woche in einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten, ist die geplante Seestadt in ihrer jetzigen Form Geschichte. Die Vertreter machten für das nunmehrige Aus wirtschaftliche Gründe geltend.

Nomen est omen: Die 6B47-Deutschlandtochter setzt in die Schmuckmetropole Pforzheim ihr eigenes „GoldStück“. Auf einem über 3.000 Quadratmeter großen Grundstück soll laut Unternehmensaussendung bis 2019 ein gemischt genutztes Quartier mit Wohn- Hotel- und Gewerbeflächen (insgesamt 10.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche) realisiert werden. Baubeginn ist im nächsten Sommer, für das „Goldstück“ in der boomenden Second-City wurden laut der 6B47 Germany GmbH rund 25 Millionen Euro reserviert.

Dacapo für den oberösterreichischen Objektentwickler am Wiener Immo-Markt: Die Consulting Company (CC) ist mit dem offiziellen Spatenstich in das Projekt „Steinterrassen“ in der Leyserstraße in Wien 14 gestartet. Gebaut werden 70 Eigentums- und Vorsorgewohnungen sowie ein Kindergarten. Die dort bestehende Polizeiinspektion wird neu errichtet. Auch Ordinationsflächen sind geplant. Fertiggestellt soll die Anlage laut Unternehmensaussendung im Jahr 2018 sein.

Die Kallco-Gruppe baut 325 frei finanzierte Wohnungen in Wien Simmering. Das neu entstehende Quartier 11 soll nicht nur in eine naturnahe Umgebung eingebettet werden. Mit dem eigenentwickelten Energiekonzept „Klima Loop“ favorisiert man eine grüne und entsprechend kostensparende Variante. Die dazu notwendigen Tiefenbohrungen haben bereits begonnen. Die ersten Mieter sollen davon bereits 2018 profitieren können.

Kick-off für das Projekt „Karree Korneuburg“: Die NOE Immobilien Development AG (NID) errichtet am Korneuburger Hauptplatz 71 Wohnungen sowie Büro- und Geschäftsflächen. Das Ensemble aus historischer Bausubstanz und einem Neubau soll dem Zentrum ein neues architektonisches Gesicht geben. Die Fertigstellung ist für April 2018 beanraumt.

Der Wiener Zinshausmarkt ist im Dauerhoch. Neben gewerblichen und privaten Investoren tummeln sich Stiftungen und institutionelle Anleger am City-Markt. Besonders gefragt seien laut Brancheninsidern innerstädtischen Liegenschaften, wo eine auf konservative Veranlagungsmodelle abzielende Klientel naturgemäß die höchsten Renditen und Wertzuwächse erwarten könne. Doch attraktive Angebote sind derzeit Mangelware – mit wenigen Ausnahmen. Mit einem revitalisierten Objekt in der Josefstadt ist nun die CPI Immobilien Gruppe diesen Herbst am Start.

Die Buwog hat mit der Errichtung von 140 freifinanzierten Eigentumswohnungen nahe der Alten Donau in Wien 21 begonnen. Ein offenes Wohnkonzept – inklusive Urban Gardening auf dem Dach – soll junge Familien ansprechen. Ihren grünen Daumen können sie dort bereits ab 2018 unter Beweis stellen.