Neues Patent für Maba: Baukastensystem Quickbloc

Die wiedervendbaren Betonwürfel werden wie Legosteine zusammen gebaut. Maba Fertigteilindustrie hat nun das Patent dafür erworben. Quickbloc wurde in Tschechien bereits zum innovativsten Betonprodukt ausgezeichnet.

Maba © Maba

Bernhard Rabenreither, Geschäftsführer der Maba FTI und Maba Vertriebsleiter Daniel Briedl freuen sich über das neue Produkt im Sortiment (v.l. ).

Maba © Maba

Auch Brücken können mit dem Quickbloc-System gebaut werden, wie das Beispiel in Deutschland zeigt.

Maba Fertigteilindustrie (FTI), ein Unternehmen der Kirchdorfer Gruppe, hat ihr Produktportfolio erweitert. Der "Zuwachs" nennt sich Quickbloc - ein Betonwürfel, der mobil und wiederverwendbar ist.

Das Quickbloc-System wurde bereits 1996 entwickelt, das Patent lag bisher bei Werner Vogel, Geschäftsführer der Vogel KG. Nun hat Vogel mit seinem Rückzug aus dem Unternehmen das Patent an die Kirchdorfer Gruppe übergeben.

Intelligentes Baukastensystem

Mit vier Grundtypen auf Basis eines Kubus können mit Quickbloc, Boxen für Schüttgut, Hafenmauern, Hallen, Garagen, Anlagen für Hochwasserschutz und sogar Brücken gebaut werden. „Quickbloc ist ein simples, aber besonders intelligentes Baukastensystem“, beschreibt Bernhard Rabenreither, Geschäftsführer der Maba FTI das Beton-Trockenbausystem. Durch die besondere Statik entsteht eine hohe Stabilität, sodass Quickbloc-Konstruktionen auch extremen Belastungen standhalten.

Bauen nach Legoprinzip

Die Betonkuben mit 60 Zentimetern Kantenlänge können zu einem stabilen System zusammengebaut werden. Ähnlich wie die bekannten Legobausteine haben die einzelnen Elemente an der Oberseite eine pyramidenstumpfförmige Erhebung und eine dazu passende Vertiefung an der Unterseite. So können diese miteinander verbunden werden.

Mobil und wiederverwendbar

Ein Vorteil der Würfel ist, dass sie wiederverwendet werden können. Maba Vertriebsleiter Daniel Briedl: „Immer öfter werden bestimmte Bauten nur für eine begrenzte Zeit gebraucht. Quickbloc-Steine können jederzeit zerstörungsfrei auf- und abgebaut und für verschiedene Einsatzbereiche verwendet werden.“ Damit ist dieses System zum Beispiel für Bauhöfe und kommunale Betriebe sehr wirtschaftlich. „In der Abfallwirtschaft, wo verschiedene Güter durch Wände oder in Boxen getrennt voneinander gelagert werden, sind Mobilität und Flexibilität von großem Vorteil, da sich Anforderungen immer wieder ändern“, so Briedl. Beim Hochwasserschutz etwa, werden die Vorrichtungen sowohl temporär als auch permanent eingesetzt.

Zertifiziert und ausgezeichnet

Das System wurde vom Münchner Institut LGA Landesgewerbeanstalt Bayern mehrere Jahre geprüft und zertifiziert. Damit ist Quickbloc das einzige System seiner Art mit zertifizierter Statik. Das Stecksystem für Betonteile wird nach genauen statischen Berechnungen innen mit Metallträgern versehen verankert. Damit konnten schon Projekte, wie eine Brücke in Kempten in Deutschland realisiert werden. In Tschechien wurde es 2010 als innovativstes Betonprodukt ausgezeichnet.

Die Maba Fertigteilindustrie produziert und vertreibt Quickbloc flächendeckend in Österreich und Tschechien. Zur weiteren Internationalisierung wird ein Lizenzgeschäft mit Partnern aufgebaut, gab das Unternehmen bekannt.


Autor:

Datum: 01.03.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Das Projektgeschäft der Raiffeisen evolution project development GmbH wird nach der Eigentümer-Rochade mit dem Jahr 2017 unter neuen Namen abgewickelt: Die Agenden laufen nunmehr unter dem Dach der „STRABAG Real Estate GmbH“ (SRE), wie die Geschäftsführung heute bekannt gegeben hat. Die Namensänderung ist bereits rechtkräftig. Österreich-Sitz ist die Bundeshauptstadt Wien.

Neues Doppelhaus-Konzept von Vario-Haus: Der Fertighaushersteller bringt Duplex auf den Markt. Gedacht ist das Haus für zwei oder drei Familien (Duplex Trio), die sich die Kosten teilen wollen, aber auf separate Wohneinheiten nicht verzichten möchten.

HYPO NOE hält künftig nur mehr Minderheitsanteil. Eigentümerwechsel soll sich dem Unternehmen zufolge positiv auf das operative Geschäft der NOE Immobilien Development AG auswirken.

Kick-off für eine neue Unit: PlanetHome Immobilien Austria lancierte mit Jahresbeginn die neue Abteilung „Bauträger und Projektentwickler“. Für die Vermarktung wird Alexander Marcian (im Bild) verantwortlich zeichnen. Gestartet wird mit einem Projekt-Trio der „Prisma Zentrum für Standort- und Stadtentwicklung“ in Wien-Nord.

Im Zuge der weiteren Konzentration auf das Kernportfolio trennt sich die Immofinanz von einem Teil ihres heimischen Retail-Portfolios. Über den Käufer – laut Konzerinfo ein österreichischer Immobilieninvestor – und den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen will sich künftig auf die eigenen Retail Parks „Stop Shop“ und die Center-Marke Vivo! konzentrieren.

Den schwedischen Einrichter zieht es zum Wiener Westbahnhof. Wie heute bekannt wurde, hat Ikea das Rennen um das sich im Eigentum der ÖBB befindende sogenannte „Blaue Haus“ – direkt hinter der „BahnhofCity Wien West“ – gemacht. Das Möbelhaus verspricht shoppen nach städtischen Standards – für ein urbanes, umweltbewusstes Publikum.

Zwei Baustoffanbieter ziehen mit Jahresbeginn 2017 an einem Strang. Wie die Konzernmutter bekannt gibt, werden die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH und die Tondach Gleinstätten AG ihre österreichischen Aktivitäten im Wand- und Dachziegelbereich künftig bündeln. Mit drei Vertriebsregionen wolle man noch näher zu den Kunden rücken. Speerspitzen des neuen Markendoppels für Dach und Wand sind mit Franz Kolnerberger und Christian Weinhapl zwei erfahrene Konzernköpfe.

In ausgesuchter Lage, schräg gegenüber der Wiener Urania: Der erste österreichische home24-Showroom ist seit letzter Woche offiziell eröffnet. Zur Premiere des 700 Quadratmeter großen, realen Schaufensters des laut Eigenangaben europaweit größten Online-Möbelhauses gaben sich Promis und Shopper ein erstes Stelldichein. wohnnet Business war beim Offline-Opening dabei, talkte mit den Einrichtungsberatern und informierte sich bei Vorstandsmitglied Marc Appelhoff über den geplanten rot-weiß-roten Möbelkurs.

Weichenstellung: Mit der Zertifizierung nach ISO 9001:201 will die Rustler Immobilientreuhand GmbH in der Branche mit gutem Beispiel vorangehen. Dem Führungsteam (im Bild) wurde jetzt durch Auditor Walter Kalcher von quality Austria die Urkunde überreicht.