Re/Max 1000 Makler bis 2010

Re/Max will in Österreich 2009 kräftig expandieren. Die Zahl der Makler soll von derzeit 360 auf 610 steigen. Die Anzahl der Büros von 96 auf 110 erweitert. Bei den Bürostandorten hat man eine fast flächendeckende Präsenz erreicht.

Die internationale Immobilien-Franchisekette Re/Max will in Österreich 2009 kräftig expandieren, sagt Geschäftsführer Alois Reikersdorfer zu financenetreal:estate. „Wir wollen einen großen Sprung nach vorne machen.“ So soll die Zahl der Makler im Netzwerk „von derzeit 360 auf 610 steigen“. Gleichzeitig soll die Zahl der Büros von 96 auf 110 zulegen. Bei den Bürostandorten hat man eine fast flächendeckende Präsenz erreicht, im Jänner wird man voraussichtlich in Vorarlberg das 100. eröffnen und „bei 125 dürfte das Maximum liegen“. Daher liegt der Schwerpunkt 2009 vor allem auf der Verstärkung des Netzwerks: „Wir wollen die Organisation und die Qualität stärken.“ Pro Büro sollen zwei Personen dazukommen. „Das Interesse an einer Teilnahme ist sehr groß. Gerade haben 80 Leute neu die Ausbildung gestartet. Bis Ende 2010 wollen wir 1.000 Makler in Österreich haben.“

„Das Netzwerk hilft“
Die trübe Konjunktur schreckt Reikersdorfer nicht. Die Stärken des Netzwerks, etwa die gemeinsame Marke, Service usw., würden gerade in schwierigeren Zeiten den Maklern zugutekommen. Dazu kommen bürokratische Anforderungen wie der Energienachweis für Immobilien ab 1.1.2009. „Leute, die sich nicht organisieren, werden es künftig schwerer haben.“ Die schwierigeren Marktbedingungen seien aber „eine Chance für uns. Die Kunden wollen Makler mit einem großen Kundenkreis.“ Auch die Marke sei für die Kunden immer wichtiger, dazu kommen die vielen Ausbildungen, die im Netzwerk gemacht werden. „250 unserer 360 Leute haben die Gewerbeberechtigung. Das ist ein Rekordwert.“ Das Dasein als Immobilienmakler werde künftig in manchen Bereichen „sicher mühsamer“ werden, erwartet Reikersdorfer. Das gelte speziell für das Jahr 2009. Grundsätzlich herrsche auf dem österreichischen Immobilienmarkt aber keine Immobilienkrise. „Diese klare Aussage kann ich treffen.“

Remax ist heuer bisher knapp zweistellig gewachsen. Käufer gibt es auf dem Markt genug, sagt er. „Was sich sehr wohl geändert hat: Kunden mit schwacher Bonität haben es jetzt schwerer, einen Kredit zu bekommen.“ Andererseits legen viele Investoren jetzt gerne in Immobilien an. „Man hat ja gesehen, über die Jahrzehnte sind Immobilien eine solide, wenn auch vielleicht weniger ertragreiche Geldanlage.“ Und Reikersdorfer hat den Eindruck, dass die Banken sich „vernünftig verhalten“, was schwierige Kreditnehmer bzw. Fremdwährungskredite betreffe: Sie würden von plötzlichen Nachschüssen oder Fälligstellung der Kredite absehen. Und das sei gut, denn sonst würden auf ein Mal viele Immobilien auf den Markt kommen, die unterzubringen wären. „Hier ist Augenmaß gefragt.“ Alle diese Faktoren ergeben folgendes Bild: „Es gibt derzeit auf dem Markt ein gutes Angebot, aber auch viel Nachfrage, und die Preise sind vernünftig. Abgeber können sich allerdings in den nächsten Monaten keine hohen Preissteigerungen mehr erwarten.“
(Quelle: Medianet)


Autor:

Datum: 13.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Der im Mühlviertel ansässige Baukonzern startet im Frühjahr mit niederländischen Partnern die Erweiterung eines Teilstücks der Berliner Ringautobahn A 10 sowie die Generalsanierung der A 24 (Hamburg-Berlin).

Otis stellte seine Strategie für die kommenden Jahre vor. Im Fokus: das Neukundengeschäft und weitere Service-Steigerungen, die mit der weitgehenden digitalen Aufrüstung einhergehen sollen. Für Architekten hat man ein neues Feature im Angebot.

Megadeal kommt ins Rollen: Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat mit der österreichischen Buwog eine Grundsatzvereinbarung über einen Zusammenschluss unterzeichnet. Geboten werden für den heimischen Player mehr als fünf Milliarden Euro.

Der Innviertler Heizkesselhersteller Hargassner erweitert seine Firmenzentrale. Auf rund 6.000 Quadratmetern entstehen neben Büros ein neues Trainings- sowie ein Kundenzentrum. Investiert werden rund zehn Millionen Euro.

Es ist beschlossene Sache: Wie heute bekannt wurde, verkauft die Immofinanz ihr Moskau-Portfolio an die Fort Group. Diese stellt für die darin enthaltenen Einzelhandelsimmobilien 901 Millionen Euro bereit. Der Vertrag, ein Share Deal, ist bereits unterzeichnet.

Der Wärmedämmstoffproduzent hat diese Woche in seinem bereits dritten rumänischen EPS-Werk die Produktion hochgefahren. Markttechnisch soll damit der Westen des Landes erschlossen werden. Premiere: Erstmalig wurde ein bestehender Standort übernommen und adaptiert.

Eine starke internationale Nachfrage nach Bohrern und Fräsern der Salzburger Alpen-Maykestag bescherte dem Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 20187/2018 ein Umsatzplus von 13 Prozent.