Sofia: Büroleerstand

Wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens MBL hervorgeht muss man in Sofia mit einer Steigerung der Büroleerstandsrate bis auf zehn Prozent bis zum Ende des Jahres 2008 rechnen

Wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens MBL hervorgeht, muss man in Sofia mit einer Steigerung der Büroleerstandsrate bis auf zehn Prozent bis zum Ende des Jahres 2008 rechnen. Die Gründe dafür sind einerseits die Finanzkrise, die zur einer Abschwächung der Nachfrage nach Büroflächen geführt hat und andererseits eine starke Zunahme von fertiggestellten Büroflächen in der zweiten Jahreshälfte 2008.

Nach einem ruhigen ersten Halbjahr - so kamen im 2. Quartal nur ca. 5.000 Quadrameter neue Büroflächen auf den Markt - sind im dritten Quartal alleine cirka 65.000 Quadratmeter neue Büroflächen in Sofia dazugekommen. Der gesamte Büromarkt umfasst ca. 874.000 Quadratmeter, davon sind etwa 81 Prozent außerhalb des unmittelbaren Stadtzentrums gelegen.

Trotz der Finanzkrise ist die Bautätigkeit in Sofia noch immer sehr hoch. Ende 2008 wird Sofia - sofern die Vorhaben laut Plan fertig werden - über ca. 970.000 Quadratmeter Büroflächen verfügen.

Steigender Leerstand

Stieg die Leerstandsrate im zweiten Quartal nur leicht von 3,7 auf 3,8 Prozent für Büros der Klasse A und B, so rechnete MBL im Bürobericht des zweiten Quartals mit einer Steigerung des Leerstandes für Ende 2008 auf fünf bis sechs Prozent. Inzwischen geht aber MBL von einer Leerstandsrate von ca. zehn Prozent für Ende 2008 aus. Die steigende Leerstandsrate trifft vor allem Objekte in schlechter Lage, mit schlechter Anbindung an das Verkehrsnetz. So hat sich die Leerstandsrate in den Suburbs Sofias sich mehr als verdoppelt und erreicht 9,2 Prozent. In der Nähe des Zentrums sind keine Änderungen aufgetreten, während im unmittelbaren Zentrum die Leerstandsrate von 1,8 auf 1,6 Prozent gesunken ist. Zusammengenommen ist die Leerstandsrate von 3,8 (Ende Juni) auf 6,5 Prozent (September) gestiegen.

Der Preis für Büros der Klasse A in den Suburbs von Sofia betrug 15,5 Euro pro Quadratmeter, ist aber durch das gestiegene Angebot und fallender Nachfrage in etlichen Gegenden um 15 Prozent gesunken. Dagegen sind die Preise im Zentrum auf Grund der geringen Verfügbarkeit moderner Büroflächen signifikant gestiegen, in einigen Fällen um bis zu 23 Prozent auf etwa 28 Euro pro Quadratmeter.

SAC © SAC

Sofia Airport Center von oben

Soravia © Soravia

Megapark Soravia


Autor:

Datum: 12.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Die Magan Holding, laut eigenen Angaben als „Family Office für die Immobilienwirtschaft“ in Wien und Berlin verortet, expandiert nach Sachsen. Diesen Herbst wurde ein neues Büro in Leipzig aufgesperrt. Holding-Chef Alxander Neuhuber reagiert damit auf die „enorme Dynamik des Immobilienmarkts in den ostdeutschen Städten“, wie es dazu in einer Aussendung heißt. Den neuen Standort hat mit Doris Uehlein eine langjährige Holding-Mitarbeiterin übernommen.

Neue Bausystemlösungen für mehrstöckige Häuser aus Holz: Die Österreich-Offensive wurde letzte Woche vor Fachpublikum im Wiener Architekturzentrum gestartet. Das Unternehmen will die hiesige Bauwirtschaft damit weiter auf den Holzweg führen – und zwar im positiven Sinn.

Was sich Häuslbauer wünschen? Eine Studie im Auftrag der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG klärt auf. Wenig überrascht über die auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit fußenden Ergebnisse zeigen sich hierzulande die Spezialisten von Vario-Haus. Ihr Branchenbefund: Die Resultate stünden mit ihren Marktbeobachtungen im Einklang. Die eigene Produkt-Range und -Entwicklung sei längst darauf abgestimmt und damit auf Kundenlinie.

In Sachen Küchenoberflächen ist man zwischen Boden- und Neusiedlersee noch immer äußerst konservativ. Laminat dominiert, innovative Produktlinien und hochwertige Materialien setzten sich nur langsam durch, sagt Oliver Reitter, General Manager von Cosentino Austria. Wie er der heimischen Klientel Innovationen schmackhaft machen will, verriet er im wohnnet Business-Talk.

Die Positivmeldungen zum Wiener Büromarkt reißen nicht ab. Auch laut aktuellem und neu standardisiertem Büro- und Investmentmarktbericht der Otto Immobilien Gruppe weist die Trendkurve für 2016 dank deutlich gestiegener Vermietungsleistung eindeutig nach oben.

Europas Fertighausmarkt zeigt für das Jahr 2015 ein sehr uneinheitliches Bild. Wie eine Interconnection Consulting-Studie herausgefunden hat, gibt es positive Kaufrückmeldungen vor allem aus den westlichen Ländern. Osteuropa hinkt tendenziell weiter hinterher. Auch für Österreich wird ein Minus ausgewiesen.

Damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt, müssen Herr und Frau Österreicher den Gürtel immer enger schnallen: Welche Sparmaßnahmen genau ergriffen werden und mit welchen Belastungen künftige Immobilienbesitzer zu kämpfen haben, zeigt eine Untersuchung der ING-DiBa Austria.

Beschleunigter Büro-Boom: Einem EHL-Bericht zufolge hat sich die Vermietungsleistung im Q3 verdoppelt – Tendenz weiter steigend. Von Jänner bis September wurden bereits 220.000 Quadratmeter Fläche umgesetzt, ein Plus von 41 Prozent.

Die Immofinanz expandiert mit ihrer Shopping Center-Marke Vivo!. Das nächste Einkaufszentrum wird in der polnischen Stadt Krosno entwickelt, wie das Unternehmen heute meldet. Der Baustart soll in Kürze erfolgen. Zur Eröffnung wird den Retailern eine Fläche von 21.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, geplant sind 60 Shops. In Summe fließen 34 Millionen Euro in das neue Objekt. – Bis dato ist man am Polen-Markt mit zwei Standorten vertreten.