Stora Enso präsentierte neue Holzbausysteme

Neue Bausystemlösungen für mehrstöckige Häuser aus Holz: Die Österreich-Offensive wurde letzte Woche vor Fachpublikum im Wiener Architekturzentrum gestartet. Das Unternehmen will die hiesige Bauwirtschaft damit weiter auf den Holzweg führen – und zwar im positiven Sinn.

Das von Stora Enso ins Leben gerufene System ist für mehrstöckige Wohnhäuser auf der Basis großer vorgefertigter Massivholzplatten gedacht. Speziell für Österreich wurde zudem ein System für vorgefertigte modulare Wohngebäude vorgestellt. Beide Bausysteme seien in Zusammenarbeit mit anerkannten Partnern und Partnerinnen entwickelt worden und stünden nun jedermann zur Einsicht und Nutzung offen, wie es in einer Unternehmensaussendung heißt. „Wir haben ein flexibles, hinsichtlich der Kosten wettbewerbsfähiges und voll industrialisiertes Bausystem geschaffen, das den Holzbau auf ein neues Niveau bringt“, meinte Herbert Jöbstl, Geschäftsführer von Stora Enso Wood Products in Zentraleuropa letzte Woche vor Gästen.

Leitlinien für mehrgeschossige Wohnbauten

Die neuen Bausysteme dienen als Handbücher, die Leitlinien zum Bau von mehrgeschossigen Wohnbauten aus Massivholz mit bis zu zwölf Stockwerken und modularen Wohngebäuden mit bis zu acht Stockwerken enthalten. Diese geben Aufschluss über Abmessungen, Spannweiten und weitere Informationen unter Berücksichtigung der Bauphysik verschiedener Länder und Bereiche wie Schall- und Wärmeschutz sowie Erdbeben- und Feuersicherheit. Sie sollen in weiterer Folge den Zugriff auf die nötigen Informationen vereinfachen, die bei einem Bauprojekt aus Massivholz zu berücksichtigen sind.

Adressieren wollen die Produktentwickler damit vor allem Architekten, Ingenieure und Bauunternehmen. Für diese Gruppe hat Stora Enso zudem eine kostenlose Kalkulationssoftware entwickelt. Ziel sei es, das Bauen mit Holz zu erleichtern und den Holzbau grundsätzlich voranzubringen, wie beim Wien-Event am 17. November betont wurde. „Mit unseren Massivholzkomponenten und –bausystemen legen wir den Grundstein für einen schnelleren, leiseren und umweltfreundlicheren Bau. Es handelt sich um offene Systeme, da wir glauben, dass das den Holzbauprozess beschleunigen wird“, so Johanna Kairi, Business Development Managerin für Stora Enso Building Solutions in Österreich. Konzepte für Büros und andere Gebäude sollen folgen.  

Auf Holz spezialisiertes Netzwerk knüpfen

Die wichtigste Voraussetzung, um den Holzbau in Österreich voranzubringen, liege laut Jöbstl in einem guten Netzwerk begründet, das zwischen allen am Bauprozess beteiligten Stellen vermitteln könne, den derzeitigen Massivholzbau vereinfache und den Baustoff als solchen bewerbe. Nur so lasse sich "spürbares Wachstum" erzielen.


AutorIn:

Datum: 21.11.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Durchschnittlich 204.000 Euro kostete ein Einfamilienhaus in Österreich im 1. Halbjahr 2016, so das Maklernetzwerk Re/Max. Das Bundesland Niederösterreich ist Spitzenreiter bei der Anzahl der Verkäufe und beim Verkaufs-Volumen.

Im Versuch, die konjunkturellen Folgen des Brexit-Votums abzufedern, bereitet die britische Regierung ein Maßnahmenpaket zur Förderung der Wohnimmobilienwirtschaft vor.

Gehört Carbonbeton und Lichtbeton die Zukunft? Beide sind leichter und damit transportfähiger, des weiteren sollen sie energieeffizienter sein als klassischer Beton. Lichtbeton ist zudem auch hübsch anzusehen.

Im ersten Halbjahr 2016 gab es in Österreich rund 60.000 Immobilien-Verbücherungen – ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015. Die stärksten Zuwächse gab es im Burgenland, in Vorarlberg und Tirol – Oberösterreich ist Schlusslicht, so das Maklernetzwerk Re/Max.