TV verlässt Börse

Das ungarische Fernsehen erhält ein neues Zentralstudio und gibt seine Räumlichkeiten in der alten Budapester Prachtbörse auf. Zeit um über eine neue Nutzung nachzudenken. Doch vorerst wird ein New Yorker Architekturbüro das Kleinod restaurieren müssen.

Tippen Corporation, eine Immobilienagentur mit Niederlassung in Budapest, hat den New Yorker Architekten Beyer & Blinder & Belle Architects and Planners auserkoren, die alte Börse Budapests, die seit 1957 die Zentrale des ungarischen Staatsfernsehens war, einen Adaptions- und Restaurierungsplan für das monumentale Gebäude im Herzen der ungarischen Hauptstadt auszuarbeiten. Das 500.000 Quadratmeter große, 1905 errichtete Gebäude ist denkmalgeschützt und ein Kleinod des ungarischen frühen Jugendstils.

Zur Zeit wird noch über eine zukünftige Nutzung des vom ungarischen Fernsehen aus Kostengründen verkauften Zentralgebäudes nachgedacht – geeignet wäre es für eine kommerzielle oder gewerbliche Nutzung als Luxushotel oder als mondänes City-Einkaufszentrum ebenso wie für kulturelle Programme. Vorerst müssen aber die – von den Studioumbauten arg betroffenen – Innenräume des alten Börsenpalastes mit ihren Ornamentfassaden und -auskleidungen restauriert werden, ebenso wie die zentrale Stiegenhalle, die Rotunda und alle gebäudeinternen Personenlifte und Materialaufzüge, die gesamte technische Infrastruktur.

Sicher ist, dass das Erdgeschoß für Gastronomiezwecke genutzt werden wird, was dem aufstrebenden Stadtviertel in der Nähe der Central European University, zwischen Banken- und Regierungsviertel neue Impulse verleihen wird.

Der Restaurierungsplan wird dem ungarischen Denkmalamt bereits Mitte 2009 vorliegen.


Autor:

Datum: 01.02.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Die Buwog hat mit der Errichtung von 140 freifinanzierten Eigentumswohnungen nahe der Alten Donau in Wien 21 begonnen. Ein offenes Wohnkonzept – inklusive Urban Gardening auf dem Dach – soll junge Familien ansprechen. Ihren grünen Daumen können sie dort bereits ab 2018 unter Beweis stellen.

Die Österreichische Post errichtet über ihre Immo-Sparte 25 Eigentumswohnungen im Jahrhundertwende-Palais in der Neutorgasse 7. Für eine finanzkräftige Klientel sind großzügige Turmzimmer und Terrassen mit Blick auf die Innenstadt eingeplant. Die Fertigstellung soll im Sommer 2018 erfolgen.

Eine Woche der Spatenstiche, die wohl Einträge ins Rekordbuch mit sich bringen dürfte: Nach dem Baustart für „The Tower“, den neuen Hochhaus-Giganten am Persischen Golf, legte Wien gestern mit dem Kick-off zum laut Investor weltweit höchsten Hochholzhaus in der Wiener Seestadt Aspern nach. Nach einer zweieinhalbjährigen Entwicklungsphase soll das 84 Meter hohe und 24 Stockwerke umfassende Gebäude, genannt HoHo, bis 2018 errichtet werden. In Summe fließen 65 Millionen Euro in das Projekt.

Start für das nächste Mammutprojekt im Emirat Dubai: S.H. Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, hat am Dienstag, dem 11. Oktober, den Spatenstich für den Bau von "The Tower" in Dubai Creek Harbour vorgenommen. Bei seiner Fertigstellung wird der Koloss seinen „Nachbarn“, den 828 Meter hohen Burj Khalifader, überragen und damit das höchste Gebäude der Welt sein. Der Turm soll zur Expo in Dubai im Jahre 2020 eröffnet werden.

Im März ist im McArthurGlen Designer Outlet Parndorf der Startschuss zur fünften Ausbaustufe gefallen. Die Verkaufsfläche wird seither um weitere 5.500 Quadratmeter erweitert – Platz für weitere 25 Shops. In Summe werden rund 50 Mio. Euro verbaut.

Die Signa-Gruppe investiert aktuell rund 1 Mrd. Euro in ihre Immobilienprojekte und Realbeteiligungen in der bayerischen Landeshauptstadt. Jüngster Co-Neuzugang: das Warenhausensemble „Karstadt München Bahnhof“ – nächst dem Hauptbahnhof und dem Karlsplatz (Stachus).

Wien wächst weiter – und damit die Nachfrage nach Wohnraum. Das bringt Anleger und Developer verstärkt auf den Plan. Für Erstere hat die Avoris Immobilienentwicklungs Gmbh ein neues Projekt in der Anschützgasse 32 (Wien 15) als Bauherrenmodell am Start.