Ungarischer Büromarkt

Trends und Prognosen: Lesen Sie hier, was Mieter und Vermieter im Jahr 2009 noch zu erwarten haben, und wie es um die Entwicklung neuer Projekte steht.

Der ungarische Büromarkt blieb auch 2009 noch relativ stabil, mit einem ausgeglichenen Angebot-Nachfrage-Verhältnis. Im Investmentbereich sind die Aktivitäten (wie zu erwarten) zurückgegangen, im 1.Quartal des Jahres konnte keine nennenswerte Transaktion verbucht werden.


Benutzerstand
Im Vergleich zum Vorjahr gab es zwar einen Rückgang, im ersten Quartal 2009 konnten aber immerhin 65.000m² an neuen Flächen vermietet werden. Zwei Drittel davon entfielen auf Märkte abseits der Zentren, wo Unternehmen eine höhere Kosteneffizienz erzielen können. Aus demselben Grund gab es auch mehr Bewegung auf dem „Second Hand“-Markt, also bei der Weitervermietung von bereits in Nutzung befindlichen Büroflächen.

Die Anzahl an fertig gestellten Projekten blieb gering, vor allem gemessen an der Zahl von noch „offenen“ Baustellen.

Investments
In der Hauptstadt gingen die Erträge im Büroimmobilien-Bereich zurück, in den Regionen gab es wenig Veränderungen. Große Transaktionen blieben aber im ganzen Land aus, es fehlen neue Produkte und vor allem das nötige Kapital. Auch ausländische Investoren haben sich zurückgehalten.

Cordia © Cordia

Vorschau
Für den Rest des Jahres ist eine Fortsetzung des bisherigen Trends zu erwarten, Mieter werden wohl noch auf weitere Preissenkungen warten, das Angebot sollte im Zuge der Fertigstellung bereits begonnener Projekte noch weiter steigen. Mit den dementsprechend zu erwartenden höheren Leerstandsraten könnten Vermieter außerdem gezwungen sein, die Mieten zu senken oder sonstige Anreize zu erhöhen um Mieter zu halten bzw. neue zu gewinnen.

Auch im Investmentbereich wird der Markt wohl noch schwächer werden, mit einem weiteren Sinken der Erträge sollte gerechnet werden.


Autor:

Datum: 03.12.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Ein Bild mit ersten Schönheitsfehlern: Der soeben erschienene Konjunkturbarometer des Verbandes Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) zeichnet zwar ein grundsätzliches Hoch. Im Halbjahresvergleich orten die Autoren in einzelnen Produktgruppen aber eine "problematische Tendenz". Laut VÖB würden hier einige auslaufende Großprojekte hineinspielen. Ein weiterer Grund zur Sorge: Neben dem Tiefbau mangle es vor allem im Bereich Gewerbe- und Industriebau an der notwendigen Investitionsbereitschaft.

Knappes Angebot, steigende Nachfrage und damit einhergehend ein weiteres Preisplus: Wie im aktuellen Vorarlberger Immobilienpreisspiegel nachzulesen ist, lag Österreichs Westen im Jahr 2016 eindeutig im Bundestrend. Eine Entspannung der Lage sei vorerst noch nicht in Sicht, melden die Initiatoren des Immo-Guides, der den Gewerbe- und Wohnmarkt unter die Lupe nimmt.

Am Wohnungsmarkt dreht sich das Preisrad 2017 noch einmal schneller, so der einhellige Tenor der 540 Re/Max-Österreich-Makler in ihrer landesweiten Jahresprognose. Im Schnitt kalkulieren sie im Vergleich zum letzten Jahr mit einem Plus von 3,9 Prozent: basierend auf einem „spürbaren Anstieg“ bei der Nachfrage (plus 4,1 Prozent) und ein Angebotsplus von immerhin 2,6 Prozent.

Tieferer Griff in die Tasche: Was Käufer und Mieter in den letzten Monaten stärker zu spüren bekommen haben, hat mit Blick auf die letzten Zahlen EHL-Wohnexpertin Sandra Bauernfeind im Rahmen der Jahreskonferenz des Immobiliendienstleisters bestätigt. Die Wiener Wohnungspreise sind im Jahr 2016 stärker gestiegen als erwartet. Für heuer rechnet sie aufgrund des steigenden Marktangebots mit einer graduellen Entspannung, die sich in einer stabileren Preis- und Mietentwicklung niederschlagen sollte.

Starke Zahlen, zufriedene Gesichter: Georg Flödl, Präsident des Österreichischen Verbands der Immobilienwirtschaft (ÖVI), sprach gestern vor Journalisten von einem „guten Verkaufsjahr für den heimischen Wohnimmobilienmarkt“. Die Österreicher wären auch 2016 dem Betongold treu geblieben. Zum Jahresfinale präsentierte er gemeinsam mit Immounited eine Analyse der "fünf spannendsten Immo-Regionen Österreichs" – auf Basis der tatsächlich ver- und angekauften, verbücherten Wohnungen. Und so hat Österreich – respektive Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck – im Jahr 2016 performt.

Die Magan Holding, laut eigenen Angaben als „Family Office für die Immobilienwirtschaft“ in Wien und Berlin verortet, expandiert nach Sachsen. Diesen Herbst wurde ein neues Büro in Leipzig aufgesperrt. Holding-Chef Alxander Neuhuber reagiert damit auf die „enorme Dynamik des Immobilienmarkts in den ostdeutschen Städten“, wie es dazu in einer Aussendung heißt. Den neuen Standort hat mit Doris Uehlein eine langjährige Holding-Mitarbeiterin übernommen.

Neue Bausystemlösungen für mehrstöckige Häuser aus Holz: Die Österreich-Offensive wurde letzte Woche vor Fachpublikum im Wiener Architekturzentrum gestartet. Das Unternehmen will die hiesige Bauwirtschaft damit weiter auf den Holzweg führen – und zwar im positiven Sinn.

Was sich Häuslbauer wünschen? Eine Studie im Auftrag der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG klärt auf. Wenig überrascht über die auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit fußenden Ergebnisse zeigen sich hierzulande die Spezialisten von Vario-Haus. Ihr Branchenbefund: Die Resultate stünden mit ihren Marktbeobachtungen im Einklang. Die eigene Produkt-Range und -Entwicklung sei längst darauf abgestimmt und damit auf Kundenlinie.

In Sachen Küchenoberflächen ist man zwischen Boden- und Neusiedlersee noch immer äußerst konservativ. Laminat dominiert, innovative Produktlinien und hochwertige Materialien setzten sich nur langsam durch, sagt Oliver Reitter, General Manager von Cosentino Austria. Wie er der heimischen Klientel Innovationen schmackhaft machen will, verriet er im wohnnet Business-Talk.