Verkauf des Hotel Schloss Pichlarn

Am 21. November wurde der Vertrag unterzeichnet, mit dem Schloss Pichlarn den Besitzer wechselt. Tags darauf lud das traditionsreiche Fünf-Sterne-Hotel vor winterlicher Kulisse rund 120 Stammgäste, Geschäftspartner und Freunde zum Galadinner.

Wo vor Kurzem Hollywoodstar Nicholas Cage logierte und Fußballkünstler David Beckham Stammgast ist, wurde am 21. November jener Vertrag unterzeichnet, mit dem Schloss Pichlarn den Besitzer wechselt. Tags darauf lud das traditionsreiche Fünf-Sterne-Hotel vor winterlicher Kulisse rund 120 Stammgäste, Geschäftspartner und Freunde wie u.a. die Bürgermeister Franz Titschenbacher (Irdning) und Raimund Hager (Aigen) zum siebengängigen thailändischen Galadinner. „Pichlarn ist eine gute Ergänzung unseres Portfolios“, betont Wolfgang M. Greiner, Generaldirektor der Schloss Fuschl Betriebe Gmbh, die das Anwesen offiziell am 1. Dezember 2008 von der Hypo Tirol Bank übernehmen wird. „Unsere Bank ist ein Financier des Tourismus, aber kein Eigentümer bzw. Betreiber von Hotels“, erklärt Hypo Tirol-Generaldirektor Hannes Gruber: „Insofern war Schloss Pichlarn immer eine außergewöhnliche Beteiligung für uns.“ Über dem Kaufpreis ruht das vereinbarte Stillschweigen. „Wir haben gut gekauft“, übt Greiner sich im Gespräch mit medianet in nobler Zurückhaltung.

„Etwa 13 Jahre“ stand Schloss Pichlarn im Besitz der Hypo Tirol, sagt Bank-Vorstand Günter Unterleitner, aber man wolle sich künftig „auf das Kerngeschäft konzentrieren“. Übernommen habe man damals aus der Insolvenz „ein Problemobjekt, das wir mit hervorragender Unterstützung durch Schloss Pichlarn-Geschäftsführer Stefan Frenzel saniert und zu dem gemacht haben, was es heute darstellt“, so Unterleitner. Und das ist ein eingeführter Hotelbetrieb der Luxusklasse mit Zimmern und Suiten von 40 bis 180 m Größe im historischen Ambiente samt Golfplatz, 4.600 m-Spa, Helikopter-Landeplatz und angeschlossenem Ayurveda-Therapiezentrum auf 100 ha-Areal. Sicher ist, „dass weiter investiert wird“, lässt sich Greiner entlocken: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir etwa ein breiteres Reitsport-Angebot entwickeln, die Golfanlagen ausbauen und im Hotel einige Verbesserungen umsetzen.“ Dazu zähle auch Spitzengastronomie: „Die Räumlichkeiten sind prädestiniert dafür und das Angebot in der Umgebung ist eher knapp.“ Synergien mit Schloss Fuschl könnten rasch genützt werden: „Wir haben dort 35.000 Flaschen im Weinkeller gelagert, wenn wir davon 3.000 nach Pichlarn bringen, haben wir sofort eine Super-Weinkarte“, lacht Greiner. Man wolle sich alles aber „erst in Ruhe ansehen, bevor etwas verändert wird“. Daher seien vorerst keine personellen Veränderungen geplant. Bleiben soll laut Greiner auch die Bankverbindung: „Es besteht eine emotionale Verbundenheit zu Hypo Tirol-Vorstandsdirektor Werner Pfeifer.”
(Quelle: Medianet)


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Datum: 13.08.2009

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