Wiener NE-Umfahrung eingereich

Die Details für den Abschnitt der Außenring-Schnellstraße stehen nun fest. Die Kosten haben sich auf 1,7 Mrd. Euro erhöht. Der Zeitrahmen für den Bau von 2011 bis 2018 soll aber halten, wenn alle Bescheide bis 2011 vorliegen

Ende März will die ASFINAG die Umweltverträglichkeitserklärung im Verkehrsministerium eingereicht haben - Geplante Bauzeit: 2011 bis 2018. Allein die Umweltverträglichkeitserklärung umfasse 6.500 Seiten. Dabei ist es zu kleineren Änderungen gegenüber dem bisher bekannten Planungsstand gekommen. Insgesamt wird sich der Trassenverlauf des Herzstücks nun auf 8,2 Kilometern Länge erstrecken. Allein für den Tunnel sind 1,3 Mrd. der 1,7 Mrd. Euro Baukosten veranschlagt.

"Keine Zusatzbelastung der Luft"
Die Lüftung des Tunnels wird, über vier, je zehn Meter hohe Schlotbauten erfolgen. Diese sollen sich, begrünt und mit organischen Formen, in die Landschaft einfügen.

Es werde selbst neben diesen Bauwerken zu keiner relevanten Zusatzbelastung der Luft kommen, versicherte Christian Honeger, Leiter der ASFINAG-Abteilung Planung Neubau, auch sei derzeit keine Filterung der Abluft vorgesehen. Man habe allerdings den Raum gelassen, sollten künftige technische Entwicklungen dies nötig machen. Der Abschnitt zwischen Groß-Enzersdorf und Süßenbrunn soll dann bereits 2014 in Betrieb gehen, die Gesamtstrecke 2018. Prognosen der ASFINAG sehen für das Jahr 2025 ein Verkehrsaufkommen von 40.000 bis 60.000 Fahrzeugen pro Tag voraus.

Umweltaktivisten und Anrainer laufen Sturm
Das Projekt bedeute ein ökologisches Desaster für den Nationalpark Donauauen kritisierte der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch. Auch wirtschaftlich gesehen sei das Projekt "Humbug" da die Beschäftigungseffekte gering seien, so Maresch.


Auch Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen wie Global 2000 und Virus kritisieren das Projekt.
Global 2000 werde seine Parteienstellung im UVP-Verfahren jedenfalls dafür verwenden, zu versuchen, das Megaprojekt zu verhindern, so die Umweltorganisation in einer Aussendung.


Autor:

Datum: 13.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Vor einem Jahr ist für die Bürogebäude QBC 3 und QBC 4 im Wiener Quartier Belvedere Central der Baustart erfolgt. Zur Sommersonnenwende 2017 wurde jetzt der finale Countdown eingeläutet. Fertiggestellt sein sollen beide Bauteile noch im heurigen Jahr, wie die Projektentwickler von UBM im Rahmen der Gleichenfeier verraten haben. Zudem ist man bereits vollvermietet.

Das ehemalige Hauptpostgebäude im Wiener Stubenviertel wird zum „Post Palais“: Geplant sind rund 80 Eigentumswohnungen im klassischen Stilaltbau und zeitgeistige Penthouses, die ab sofort zum Verkauf stehen und von der IVV vertrieben werden. Eine Luxusherberge und ein Restaurant sollen an der historischen Adresse ebenso Platz finden. Für den Umbau wurde ein Architektentrio engagiert. Baubeginn ist noch im heurigen Jahr. Spätestens Anfang 2020 sollen Bewohner und Hotelgäste einchecken können.

Die Buwog Group realisiert im Wiener Stadterweiterungsgebiet Seestadt Aspern gleich drei Projektteile: Geplant sind 285 freifinanzierte Eigentums- und Vorsorgewohnungen in „See See Home“, „See See Living“ und „See See Tower“. Der Spatenstich erfolgte dieser Tage, fertiggestellt sein soll die Anlage laut Konzerninformationen im Frühling 2019.

Übergabe des ersten Wiener Wohnprojekts der NOE Immobilien Development (NID) in der Ghelengasse: 17 Eigentumswohnungen in Ober St. Veit sind fertiggestellt und stehen kurz vor der Übergabe. Ende Juni lädt der Immobilienentwickler im Rahmen eines Open House-Events Anrainer und Interessierte zum Wohnungsschnuppern ein.

Nahe an der Oberen alten Donau, inmitten von sehr viel Grün zieht die Buwog 96 freifinanzierte Eigentumswohnungen hoch. Diese Woche wurde mit 150 Projektpartnern (im Bild) Richtfest gefeiert. Die Anlage in Wien Floridsdorf soll im April 2018 bezugsfertig sein.

Nicht nur an den Rändern verändert Wien sein Gesicht. Auch im Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof fahren die Bagger auf. Das rund 75 Hektar große Areal wird bis zum Jahr 2025 als Wohn- und Bürogebiet neu in Wert gesetzt. Mit dem Spatenstich für „Nord Star Living“ hat die Strabag Real Estate dort auch ihr nächstes Wohnprojekt in der Ernst-Melchior-Gasse am Start.

Vor einigen Wochen wurde das Wohnbauprojekt „Quartier Zentral“ in der niederösterreichischen Landeshauptstadt präsentiert. Dieser Tage wurde mit den Arbeiten für den ersten Bauteil begonnen. In Summe werden vom Immobilienentwickler Corag rund 40 Millionen Euro investiert. Mit der Vermietung soll noch diesen Sommer begonnen werden.

Der deutsche Immobilienentwickler Vestwerk macht Nägel mit Köpfen: In der Mariahilferstraße 110 erfolgte dieser Tage der Spatenstich für das gemischt genutzte Projekt „Kronenhaus“. Bis Mitte 2019 entstehen in der zentralen Shoppingmeile 34 Serviced Apartments. Zusätzlich werden auf insgesamt drei Stockwerken rund 2.100 Quadratmeter Retailfläche für einen Großmieter realisiert. Wertvolles Gut: Sehr viel Grün in Citylage.

Niederösterreichs Landeshaupstadt wächst, Wohnraum ist mittlerweile Mangelware. Jetzt entwickelt im St. Pöltner Entwicklungsgebiet „Gesundheitsbezirk“ die in Wien beheimatete Corag das Wohnbauprojekt „Quartier Zentral“. Mit an Bord: Die Semper Constantia Immo Invest GmbH, die für die VBV – Vorsorgekasse in eine hochwertige Wohnanlage mit viel Grün- und Spielfläche investiert, und die Erste Immobilien KAG, die bei einem Wohnprojekt mittlerer Preisklasse dabei ist.