Gartln nach dem Mond

Gärtnern nach dem Mond bedeutet, bestimmte Gartenarbeiten an bestimmten Tagen zu erledigen. In einem Mondkalender die besten Tage zum Pflanzen, Säen und Pflegen von Zier- und Nutzpflanzen. Hier ein paar Grundregeln.

Biogärtner schwören schon seit langem auf die Kraft des Mondes. Sie berichten, dass sie gesündere und dauerhaftere Erträge und Pflanzen verzeichnen können, seit sie sich bei Aussaat, Pflege und Ernte nach dem Erdtrabanten richten. Tatsächlich gibt es keine Studie, die diese Behauptungen wissenschaftlich belegt. Aber: Ausprobieren empfohlen! Denn, naturgemäßes Gärtnern mit einem Mondkalender statt chemischer Substanzen schadet sicher nicht.

Säen und ernten nach dem Mond

„Mondgärtner“ sagen, dass Pflanzen, die nach unten wachsen, wie Kartoffeln oder Radieschen, bei abnehmendem Mond gesät oder gepflanzt werden. Alle nach oben wachsenden Pflanzen, zum Beispiel die Stauden, werden bei zunehmendem Mond gesät und gesteckt. Die Erklärung: Bei abnehmendem Mond zieht sich die Kraft der Pflanzen in ihre Wurzeln zurück, was deren Wachstum entsprechend fördert.

In dieser Phase wird auch am besten geerntet, was eingelagert werden soll. Mineralische Dünger, Kompost und selbst zubereitete Nährlösungen, wie zum Beispiel Brennnessel-Jauche, sollen ebenfalls bei abnehmendem Mond ausgebracht werden, wenn die Kraft der Pflanze in der Erde ist. Das Gleiche gilt für das Mulchen.

Bei zunehmendem Mond geht die Kraft in alle oberirdischen Pflanzteile. In dieser Phase kümmert sich der Naturgärtner um blühende und Früchte tragende Pflanzen. Hier erfolgt eher die Ernte von Obst und Gemüse, das frisch verzehrt wird. „Schlage keine frischen Wunden bei Vollmond“, lautet eine Regel. Sträucher und Bäume werden also nicht geschnitten, wenn Frau Luna am Himmel in ihrer ganzen Pracht leuchtet. Angeblich sollen grundsätzlich Wunden nicht gut heilen, wenn der Mond „im Gleichgewicht“ ist. Bei Neumond stehen dagegen Ansaaten unter keinem guten Stern. Dafür können Sie dann Schädlinge und Krankheiten bekämpfen und zurückschneiden.

Zu den Mondphasen kommen die Tierkreiszeichen

Der Mond durchwandert in seinem 28-tägigen Lauf ja regelmäßig die zwölf Tierkreiszeichen. In jedem verweilt er zwei bis drei Tage. Jedes der Tierkreiszeichen wird einem der vier Elemente zugeordnet: Feuer, Wasser, Erde und Luft. Die vier Elemente sind wiederum mit vier Pflanzengruppen verknüpft: Wasser entspricht den Blattpflanzen, Erde den Wurzelpflanzen, Feuer steht für Fruchtpflanzen und Luft für die Blütenpflanzen. Nun hat natürlich fast jede Pflanze Wurzeln, Blätter, Blüten und Früchte. Allerdings legen wir jeweils auf eines besonderen Wert. Beim Salat interessieren uns die Blätter, beim Sellerie zum Beispiel brauchen wir die Knolle (Wurzel) und unsere Stauden erfreuen uns mit ihren Blüten. Obstbäume gehören natürlich zu den Fruchtpflanzen.

Widder, Schütze und Löwe (Element Feuer) bieten die Fruchttage, während Krebs, Skorpion und Fische (Element Wasser) für die Blatttage und Jungfrau, Stier und Steinbock (Element Erde) für die Wurzeltage stehen. Bleiben noch Zwillinge, Waage und Wassermann (Element Luft), die uns die Blütentage bescheren. Sollen sich Früchte also besonders gut entwickeln, wird an einem Fruchttag gepflanzt. Das gilt sowohl für alle Obstbäume als auch für das gesamte Gemüse. Wer Wert auf schmackhaftes Wurzelgemüse wie Radieschen, Karotten oder Meerrettich legt, wählt einen Wurzeltag, wenn der Mond zum Beispiel im Sternzeichen Jungfrau steht. Wenn Sie gesunde Blätter sehen wollen, pflanzen Sie am Blatttag. Salat, Farne, Küchen- und Heilkräuter kommen dann in die Erde. Die Blüten Ihrer Stauden fördern Sie folglich dann am meisten, wenn Sie an einem Blütentag gepflanzt werden. Ihren Kompost setzen Sie am besten an Steinbock-Tagen um, der zu den Erde-Tagen gehört.

Auch beim Düngen auf den Mond schauen

Beim Düngen kann zusätzlich zum abnehmenden Mond selbstverständlich auch das jeweilige Tierkreiszeichen zur Hilfe genommen werden. Pflanzen, deren Früchte Sie essen wollen, werden laut „Mondexperten“ am besten an Widder- und Schützetagen gedüngt. Fische, Krebs und Skorpion stehen für die Düngung der Blattpflanzen. Blumen freuen sich über eine Kompostgabe an Wassermann, Zwillinge und Waage. Wer etwas für die kräftige Wurzelbildung tun will, düngt an Jungfrau, Steinbock und Stier.

Vorsicht an Löwe-Tagen: Dieses starke Feuerzeichen sorgt dafür, dass Pflanzen verbrennen anstatt gedeihen. Pflanzen brauchen nicht nur Nährstoffe sondern auch regelmäßig Wasser. Gießen Sie an Blatttagen, aber seien Sie behutsam an Blütentagen. Hier erfreuen Sie durch allzu kräftige Güsse die Schädlinge. Noch ein Wort zum Rasen: Er zählt natürlich zu den Blattgewächsen, darum freut er sich über Pflege an Blatttagen, in denen der Mond die Wasser-Tierkreiszeichen besucht. Mondgärtner säen Rasen bei zunehmendem Mond an Wassertagen. Gemäht wird bei abnehmendem Mond.


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Datum: 19.01.2016

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