Flachdach sanieren

Schäden in der Dachhaut führen zu eindringendem Wasser, das je nach Grad der Schädigung die gesamte Dachkonstruktion in Mitleidenschaft ziehen kann. Das gilt für Steil- und Flachdächer gleichermaßen.

Je nach Alter und Zustand des Daches ist irgendwann der Zeitpunkt erreicht, an dem eine Komplettsanierung die aus wirtschaftlicher Sicht beste Lösung darstellt. Heutzutage wird der alte Aufbau von Flachdächern, solange es nur irgendwie möglich ist, auf dem Gebäude belassen. Die so genannte Kahlschlagsanierung, also die vollständige Demontage eines schadhaften Daches und dessen kompletter Neuaufbau, werden kaum noch angewandt.

Sanfte Sanierung bevorzugt

Stattdessen werden die mangelhafte Abdichtung und andere bauphysikalische Defizite des Altdachs heute mit ergänzenden, zusätzlichen Schichten behoben. Ein Totalabriss ist nur in wenigen Fällen notwendig, eigentlich nur, wenn der Bauzustand derart mangelhaft ist, dass die Statik des Gebäudes neue Dichtungsebenen nicht mehr tragen kann. Abhängig vom Zustandsbild sind gegebenenfalls Trenn- beziehungsweise Ausgleichsschichten einzuplanen, die gleichzeitig die Funktion der Wärmedämmung übernehmen können.

Für alle Sanierungsvarianten, bei denen das alte Abdichtungspaket auf dem Flachdach verbleiben kann, ist zu beachten, dass sich durch zusätzliche Abdichtungslagen das zu tragende Gewicht für die Dachkonstruktion erhöht.

Zur Abdichtung des Daches ist eine zweilagige Verlegung von Polymerbitumen- und Bitumenbahnen empfehlenswert. Bei allen Sanierungsvarianten sollte unbedingt ein ausreichendes Gefälle zur Ableitung des Niederschlagswassers eingeplant werden.


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Datum: 08.06.2017

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