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Was soll erledigt werden?

Wo? (PLZ)



Umso flacher, umso wichtiger wird das Unterdach, die Dachhaut selbst ist nur regensicher.

Titanzinkbleche sind sehr dauerhaft, aufgrund der Materialkonsistenz jedoch nicht fehlerverzeihend. Diese naturgrauen Bleche verlangen nach einem gut ausgebildeten Spengler. Verzinkte Stahlbleche verzeihen eher einen Fehler: Wird die temperaturbedingte Längenänderung einmal nicht ausreichend berücksichtigt, muss es dennoch nicht gleich zu Zwängungsrissen kommen.


Ein Dach muss Wind und Wetter widerstehen, soll wärmen und Licht hereinlassen. Keine leichte Aufgabe!

Während die Dachdeckung darüber auch oder vorwiegend Schönheitszwecke befriedigen darf, muss das Unterdach vor allem eines können: Es muss funktionieren, und zwar nicht bei Schönwetter, sondern vorwiegend dann wenn die Dachdeckung selbst nicht mehr dicht hält, also bei Schnee, Wind und Gewitterregen.

Baumängel: Dach

In der Regel ist bei den ausführenden Firmen Schadenbewußtsein vorhanden, so ist beispielsweise bekannt, dass kleine Leckagen am Flach- aber auch Steildach zu großen Wasserschäden führen können. Im Gegensatz zu Ausführungen an der Luftdichtheitsebene und Wärmedämmverbundsystemen treten weniger Fehler auf. Planung- und Ausführungsfehler wirken sich vorrangig auf die Lebensdauer und Wartungsintensität aus.

 
Blechdeckungen
So kann z.B. ein Kupferdach viele Generationen lang seinen Zweck erfüllen, bei falscher Konstruktion und Verarbeitung aber auch vor dem Ende der Gewährleistung zum Sanierungsfall werden. Aufpassen muss man dabei auf die unschönen Kupfersulfat-Ablaufspuren, und wer über hellen Terrassenplatten und einer weißen Fassade keine ausreichenden Tropfabstände vorsieht, riskiert ein Dauerproblem.

 

Aufgrund der Notwendigkeit regelmäßiger Korrosionsschutzarbeiten und wegen der einfachen Optik wird verzinktes Stahlblech vorwiegend im grösservolumigen Wohnhausbau verwendet. Beschichtete Aluminiumbleche sind langlebig und aufgrund der Farbenvielfalt beliebt. Nachteilig wirkt die weiche Materialkonsistenz.

 

Bei komplizierten Dachgrundrissen empiehlt es sich, auf lötbare Bleche umzusteigen, innenliegende Rinnen sollten gelötet und nicht gedichtet werden. Der Kunde sollte bei beschichteten Blechen allgemein darauf hingewiesen werden, dass eine Übergabe mit unbeschädigter Oberfläche ein Ding der Unmöglichkeit ist. Das Ausbessern von Kratzern ist zu akzeptieren, und ist dies zumindest aus der Ferne nicht erkennbar. Nicht-Rostende Bleche wie beispielsweise Chromstahl verzinnt, zählen zu den fehlerverzeihenden Systemen, werden aber aufgrund der schwierigen Verarbeitung vom Spengler nicht bevorzugt angeboten.

 
Unterdach
Alle Blechdächer, wie auch die kleinformatigen Dachsysteme, haben eines gemeinsam: Sie sind bei der Schneeschmelze und bei Extremregen nicht zuverlässig dicht. Daher muss besonders beim ausgebautem Dach eine Sicherheitslage unter der Dachdeckung angebracht werden - das Unterdach.

 

Das Unterdach hat auch die Funktion der Winddichtheitsschichte: Es schützt die Dämmlage vor Kaltlufteinströmungen indem die Überlappungen der Schalungsbahnen - früher als Dachpappe bekannt - miteinander verklebt werden. Befestigt wird im verdeckten Bereich, geklebt ebenfalls. Vorsicht ist bei Stauwasserbereichen, wie beispielsweise hinter Fenstern, Kaminen und bei Dachichsen geboten: Hier muss nahezu wasserdicht gearbeitet werden.

 
Kleinformatige Deckungen
Ob Betondachsteine, Dachziegel, Faserzementplatten oder Aluminiumplatten, die "richtige" Verwendung bleibt Geld- und Geschmacksfrage. Bautechnische Fehler finden sich zu diesen Produktgruppen vorwiegend in Sachen sturmsicherer Befestigung und bei der Verwendung falscher Zubehörteile. Nicht passende "Schneenasen", fehlende Dachentlüftungssteine, oder "günstiges" Zubehör sind führend in der Liste der Schadensursachen.


Flachdächer
Zu Unrecht in Verruf geraten sind Flachdächer und Terrassen. Diese Bauteile sind bereits für absolute Dichtheit konzipiert. Umgekehrt verursachen kleine Fehler große Bauschäden. Immer noch üblich, aber als Systemfehler zu bezeichnen, ist die Mischung von Blechprofilen und Abdichtungslagen. unterschiedlicher Materialien und Ausdehnungskoeffizienten.

 

Bauschäden vermeiden bedeutet besonders hier das beispielsweise wannenförmige Hochziehen der Abdichtung, anstatt die Wandbereiche mit Winkelblechen zu versehen. Wer hier richtig plant und konstruiert, wird mit nahezu wartungsfreien Dachern belohnt. Grüner Wildwuchs muss regelmäßig entfernt, die Gullys und Entwässerungssysteme periodisch, je nach Umgebung, gereinigt werden.

Haben Sie Fragen zum Thema? Wenden Sie sich direkt an unseren Baumängel-Experten Günther Nussbaum-Sekora.

Günther Nussbaum-Sekora
Günther Nussbaum 09.09.2011

Vorab wäre interessant warum nun eine Änderung des 2008/2009 errichteten Flachdaches erfolgen soll, gab es Probleme? Grundsätzlich vermute ich der Beschreibung nach eine EPDM-Bahn, diese wird am Untergrund befestigt worden sein, so daß eine Beschwerung durch Schotter nicht nötig wäre? Weiters kann eine Beschotterung aus Brandschutzgründen (Funkenflug) nötig werden. Beides kann ich aus der Ferne ohne Unterlagen nicht beurteilen. Aber grundsätzlich ist eine Lage mit gewaschenem Rundschotter 16/32 kein Nachteil. Darunter ein Textilvlies mit 160g/m2 Flächengewicht, oder mehr... Die EPDM-Bahn könne auch voll im Wasser stehen, der geringfügig höhere Anstau ist daher kein Nachteil, allenfalls im Gegenteil, Schotter und Vlies dienen als Klimapuffer.  Ob das Dach dicht ist kann nach Abstoppeln der Abläufe mit einer Wasserprobe geprüft werden. Bzw. gab es Wasserschäden? Für Näheres benötige ich mehr Infos. LG Günther Nussbaum - Moderator Wohnnet - Bauherrenhilfe.org

Siegfried 09.09.2011

Hallo!
Ich habe 2008/2009 ein Niedrigstenergiehaus mit einem Flachdach gebaut.
Das Flachdach wurde mit einer schwarzen Kautschukfolie Wannenförmig errichtet.
Nach kurzen Diskusionen, ob das Dach so bleiben soll oder eine Schotterrollierung
mit Flies draufkommt, haben wir uns für den Schotter entschieden.

1.(kann der Schotter m.Flies ein Nachteil sein, da das Wasser am Dach länger  stehen bleibt?)

2.Wie kann ich so ein Dach auf Dichtheit prüfen?

mfg
Helmreich Siegfried

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