Arbeiterkammer - Fertighaus-Tipps von der AK

Konsumentenschützer warnen vor übereilten Vertragsabschlüssen für Fertigteilhäuser. Immer öfter werden Kunden mit extrem hohen Stornogebühren konfrontiert. Daher sollte die Vertragsunterzeichnung erst nach Vorliegen einer fixen Finanzierungszusage erfolgen.

Konsumentenschützer warnen vor übereilten Vertragsabschlüssen für Fertigteilhäuser. Immer öfter werden Kunden mit extrem hohen Stornogebühren konfrontiert.

In der Konsumentenberatung der AK Oberösterreich häufen sich Beschwerden von Konsumenten, die zu einem Vertragsabschluss für ein Fertighaus gedrängt wurden, bevor die Finanzierungsfrage geklärt war. In vielen Fällen kam die Finanzierung dann nicht zu Stande und von den Konsumenten wurden Planungskosten und Stornogebühren in der Höhe von zehn Prozent der Bausumme gefordert.

Ungenaue Angaben

Bei Vertragsabschluss würde den Konsumenten erklärt, dass der Vertrag erst gelte, wenn eine Finanzierung zu Stande käme, so die AK in einer Aussendung. Die Kreditkonditionen (Kreditlaufzeit, Zinssatz, Währung, Sicherheiten etc.) würden allerdings nicht ausreichend definiert.

Die Betroffenen wären dadurch der Gefahr ausgesetzt, dass sie auch riskante Finanzierungen akzeptieren müssten.

Außerdem werde bei Vertragsabschluss der Leistungsumfang des Wohnbaues nicht genau definiert. Bei der anschließenden Detailplanung kämen vorher nicht kalkulierte Kosten hinzu, die sich dann oft nicht finanzieren ließen, warnt die Arbeiterkammer.

Bausperre für drei Jahre

Die Geschäftsbedingungen einiger Fertigbauunternehmen sehen laut AK außerdem vor, dass bei Vertragsauflösung wegen Unfinanzierbarkeit nachträglich eine Stornogebühr von zehn Prozent verrechnet werden kann, wenn die Konsumenten innerhalb von drei Jahren mit einer anderen Firma bauen.

Da diese Klausel ebenso wie die Verrechnung von Stornogebühren oder erhöhten Planungskosten nach Meinung der AK Konsumenteninformation gegen das Gesetz verstößt, soll das Problem jetzt in einem Musterfall vor Gericht geklärt werden.

Quelle: http://help.orf.at


AutorIn:

Datum: 10.10.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Fertighaus

Lumar BlackLine: verblüffend, neuartig, futuristisch. Diese Entwürfe haben das Potenzial, die Bauwelt zu verändern. Und doch sind es Häuser für Menschen. Häuser, die alltagstauglich, ökologisch und lebenswert sind.

Wie genau die EU-Gebäuderichtlinie 2020 in Österreich umgesetzt wird, ist noch immer nicht klar. Sicher ist lediglich: Ab dem 1. Jänner 2021 müssen sämtliche Neubauten als Niedrigstenergiegebäude errichtet werden. Der Fertighausmarkt ist entspannt.

800 gebrauchte Paletten, verbaut zu Modulen, zusammengefügt zu einem vollwertigen Wohnhaus. Die vor zehn Jahren entstandene Idee hat heute Passivhausstandard in Serienreife. Jetzt in der Blauen Lagune zu besuchen.

Miniwohnen ist in. Die Fertighaushersteller unseres Landes wissen das schon lange und bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Modulhäuser kleiner Größe. Und wer darin nicht wohnen möchte, kann sie auch anders nutzen.

Der größte Teil der Fertighäuser ist heute im Niedrigenergiestandard gebaut. Das hat nicht nur im Winter Vorteile, die verbauten Energiesysteme sorgen auch im Sommer für ein angenehmes Raumklima.

Wissenschaftliche Studien bestätigen inzwischen mehrfach, dass Holz-Fertighäuser mit Massivbauten hinsichtlich Langlebigkeit konkurrieren können. In der Herstellung hat sich seit den 1980er Jahren viel getan.

Vom ersten Entwurf bis zur Verladung auf den LKW, bei Griffner Haus können Interessierte ab sofort an jedem dritten Freitag im Monat sehen, wie ein Fertighaus entsteht.

Das Bauland wird, gerade in und um die österreichischen Hotspots, immer knapper und teurer. Der Fertighausmarkt reagiert mit Lösungen für kleine, schwer bebaubare Grundstücke.

Kochen, essen und wohnen in nur einem Raum? Was vor ein paar Jahrzehnten noch undenkbar war, ist heute in fast jedem Neubau Usus – das offene Raumkonzept. Hier die Trends und Entwicklungen.