Stützen und Träger aus Betonfertigteilen

Stützen und Träger aus Betonfertigteilen haben den Vorteil einer schnellen Errichtung und damit einer Verkürzung der Bauzeit. Dies ist vor allem dann vorteilhaft, wenn z.B. das lange Offenhalten der Baugrube durch einen hohen Grundwasserspiegel und den damit verbunden Kosten für das Abpumpen des Grundwasser sehr kostenintensiv ist.

Dichtbetonstützen

Es ist vorteilhaft, Stützen, die in Außenbereichen liegen, in Dichtbeton (WU-Beton) ausführen zu lassen und eine zusätzliche Feuchtigkeits-Abdichtung anzubringen, da zwar die Dichtheit der Stütze gewährleistet ist, aber die Verbindungsfugen einen Schwachpunkt darstellen.

Installationeneinbauten

Die Unterputz-Haustechnikleitungen und Einbauteile in Stützen und Träger sind rechtzeitig vor der Fertigung im Herstellerwerk bekanntzugeben. Die Teile sind von den ausführenden Haustechnikfirmen zeitgerecht zum Einbau zu liefern bzw. unter Umständen müssen diese bei der Montage mithelfen.

Bei nachträgliche Stemmarbeiten in FT-Teilen besteht die Gefahr, dass Bewehrungseisen beschädigt oder durchgetrennt werden, was sowohl die Stabilität als auch die Dichtheit des Hauses beeinträchtigen kann.

Grundsätzlich sollten Sie aber alle Durchbrüche z.B. für Hauszuleitungen, Schlitze etc. zeitgerecht dem Fertigteilhersteller bekanntgeben. Weiters sind auch sämtliche Einbauteile, welche in den Wänden versetzt werden sollen, bei der Herstellung der Fertigteile im Werk einzubauen. Deswegeb muß die rechtzeitig Anlieferung an den FT-Hersteller gesichert sein..

Fundamentstützen

Für Stützen im Fundamentbereich können auch Fertigteil-Köcherhälse (Köcherfundamente) aus Stahlbeton verwendet werden, welche auf einer Sauberkeitsschicht versetzt werden. In dies Köcherhälse werden die Stützen eingeführt und der umliegende Hohlraum wird kraftschlüssig mit Vergußmörtel ausgegossen. Die Stützen können in jeder möglichen Querschnittsform ausgeführt sein.

Trägerformen

Die gebräuchlichsten Querschnittsformen bei Trägern sind rechteckig, T- und L-förmig, können aber auch in jeder beliebigen Sonderform hergestellt werden. Die Auflager der Träger werden je nach Erfordernis (kraftschlüssig, beweglich, schallgeschützt, Belastung usw.) ausgebildet.


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Datum: 10.09.2013

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