Kein Haus ohne Blitzschutzanlage

Warum ist eine Blitzschutzanlage bei jedem Haus unbedingt notwendig und entsprechend auch vorgeschrieben? Ein Gebäude ohne Blitzschutz ist bei Gewittern nicht sicher.

Demmig Elektro © Demmig Elektro

Der äußere Blitzschutz schützt vor direktem Blitzeinschlag. Der Blitz wird gefahrlos in die Erde abgeleitet.

Blitzschutz Kunisch © Blitzschutz Kunisch

Der innere Blitzschutz bewahrt elektrische und elektronische Anlagen innerhalb eines Gebäudes vor Überspannung nach einem Blitzschlag.

Ein Blitz ist eine elektrische Stoßentladung, die durch Potentialunterschiede in der Atmosphäre entsteht. Blitzschutzanlagen sind technische Einrichtungen, die Blitze mit ausreichend bemessenen Leitern in die Erde ableiten. Der Blitz wird von einem Blitzableiter erfasst und über eine Leitung zum Erder, der möglichst nah am Grundwasserspiegel liegen sollte, geleitet.

Grundsätzlich unterscheidet man den äußeren und inneren Blitzschutz:


Äußerer Blitzschutz

Sinn und Zweck eines Blitzschutzes ist es, die Gebäudesubstanz von jeglichen Ableitströmen eines direkten Blitzeinschlages zu bewahren. Der Blitzschutz wird außerhalb des Gebäudes aufgefangen und über metallische Leiter in die Erde abgeleitet.

Zum äußeren Blitzschutz gehören Auffangeinrichtungen und Ableitungen, die den Blitzstrom zur Erdungsanlage weiterleiten. Fangeinrichtungen sind wie ein grobmaschiger Faradayscher Käfig aus metallischen Leitungen anzuordnen. Dabei darf kein Punkt der Dachfläche weiter als fünf Meter von einem geerdeten Bauteil entfernt sein und es sind auch Regenrinnen, Schneefanggitter etc. in die Fangleitung mit einzubeziehen.

Die Ableitungen verbinden die Fangeinrichtungen des Daches mit der Erdungsanlage. Die erforderliche Anzahl der Ableitungen richtet sich nach der Größe Ihres Hauses. Da Computerinstallationen, Datenleitungen, also hochempfindliche Geräte in modernen Häusern zu finden sind, sind Blitzschutzanlagen sinnvoll und unverzichtbar.

Innerer Blitzschutz

Der Innere Blitzschutz muss das Auftreten gefährlicher Funkenbildung innerhalb der Gebäudesubstanz verhindern. Bei Gewitter können Überspannungen, die durch Blitzströme in den Leitern des äußeren Blitzschutzes entstehen, die elektrotechnischen Anlagen zerstörten.

An einen Blitzschutzpotentialausgleich werden alle äußeren leitenden Teile und eingeführten Leitungen angeschlossen. Passive Elemente, wie z. B. metallene Wasserrohre und Kabelschirme werden direkt an den Potentialausgleich angeschlossen, aktive Elemente, wie z. B. Leiter der Stromversorgung oder Telekommunikationsverbindung werden über Ableiter in den Potentialausgleich einbezogen.

Erdungsanlagen

Die Erdungsanlage dient zum Übergang des Blitzstromes in das Erdreich.
Dabei unterscheidet man:

  • Der Oberflächenerder ist ein geschlossener Ringerder, der in geringer Tiefe verlegt wird
  • Der Fundamenterder liegt im Betonfundament eines Gebäudes und kann auch als "Blitzschutzerder" genutzt werden. Er ist bei einem Neubau in jedem Fall nicht nur die sinnvollste, sondern auch die günstigste Lösung
  • Der Tiefenerder ist ein Einzelerder, der senkrecht in größere Tiefen eingebracht wird


Überspannungsschutz

Überspannungen werden verursacht durch atmosphärische Entladungen (Blitzschlag), Schalthandlungen in Starkstromanlagen oder elektrostatische Entladungen und haben in den letzten Jahren erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht. Der Überspannungsschutz hat die Aufgabe an spannungsführenden Leitungen auftretende Blitzteilströme abzuleiten.

Die Erdungsanlage wird durch eine Potentialausgleichsschiene mit den metallischen Gebäudeinstallationen verbunden. Dadurch werden bei einem Blitzschlag Spannungsunterschiede mit möglichen Überschlägen verhindert. Die Anpassung der Überspannungsableiter muss dabei genau auf die jeweils auftretenden Spannungen, Ströme und Frequenzen erfolgen.

Zum Schutz der elektrischen Geräte gegen Überspannungen sind in den Verteilungen Überspannungsableiter unmittelbar hinter der Hauseinspeisung einzubauen. Diese Bauteile ergänzen die Sicherungen und sind grundsätzlich wartungsfrei.

 


Autor:

Datum: 23.07.2010

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