Regeldachneigung - schützen Sie Ihr Heim gegen Naturgewalten

In der Architektur wird das Dach meist als fünfte Fassade bezeichnet. Dachneigung und Dachform sind dabei für die Wahl des Dachmaterials und für die Art der Deckung maßgebend. Auf Dachdeckung und Dach wirken ungeheure Kräfte.

Die Dachdeckung muss auf die Dachneigung und auf die Dachform abgestimmt werden. Für jedes Deckungsmaterial gibt es eine so genannte "Regeldachneigung", die zu beachten ist. Grundsätzlich muss die Dachhaut gegen folgende Einflüsse widerstandsfähig sein:

  • Schnee- und Eislasten je nach Standort bis zu 500 kg/m2
  • Windlasten über 110 kg/m2
  • Windsog, hohes Eigengewicht
  • Hagel, hohe Bruchfestigkeit
  • Frost bis -30° C, Hitze bis +70° C
  • Feuer, unbrennbare Materialien
  • Lärm, hohe Masse = guter Schallschutz
  • Regen, bis zu 100 Liter pro m2/h
  • Flugschnee und Schlagregen
  • Nässe, hohe Austrocknungsfähigkeit
  • Saurer Regen, Säurebeständigkeit
  • Vogelkot, Laugenbeständigkeit
  • UV-Strahlung, Farbbeständigkeit


Dies sind die grundlegenden Anforderungen, denen jedes moderne Dach gerecht werden sollte. Haben Sie darauf geachtet, dass dies auch auf Ihr Dach zutrifft, können Sie sich Zusatzarbeiten und Schwierigkeiten im Falle von Hitze, Kälte, Sturm oder starkem Schneefall ersparen.

Moderne Dachdeckung

Von einem modernen Dachdeckungsmaterial werden heutzutage von modernem Dachdeckungsmaterial außerdem folgende Eigenschaften gefordert:

  • Abriebfeste Oberfläche, frei von Rissen
  • Lange Lebensdauer und Wertbeständigkeit
  • Ansprechende, landschaftsgerechte Optik
  • Wartungsfreundlich bzw. wartungsfrei
  • Unbedenkliche Deponier- und Recycelbarkeit
  • Möglichst geringe Gesamtkosten


Tipp

Für die Übernahme und Ausführung von Dachdeckungsarbeiten gilt, auch wenn der Vertragsabschluss nicht schriftlich erfolgte, folgendes als vereinbart: Leistungsverzeichnis, Regeln des Dachdeckerhandwerks und die einschlägigen ÖNORMEN.

 
 
 

 


Autor:

Datum: 10.09.2012

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