Marktchance Gesundheit

Sind Arbeits- und Wohngesundheit Trend und Marktchance zugleich oder lediglich eine kurzfristige Modeerscheinung? Zu diesem Thema diskutierten Branchenexperten im Rahmen eines "Hot Table"-Gesprächs.

Das Thema Gesundheit wird derzeit in allen Lebensbereichen groß geschrieben. Auch das Interesse an gesunden Wohn-, Schul- und Arbeitsräumen ist in den letzten Jahren langsam aber stetig gestiegen. In einem "Hot Table"-Gespräch organisiert von MeineRaumluft.at, wurde diskutiert, ob Arbeits- und Wohngesundheit Trend und Marktchance zugleich sind oder lediglich eine kurzfristige Modeerscheinung darstellen.

Informationsbedarf

Christian Vondrus, Produktmanager bei Baumit, bestätigt eine steigende Nachfrage nach raumluft-optimierenden Baustoffen. Doch der Begriff "gesundes Wohnen" wird sowohl auf der Fach- als auch Konsumentenseite sehr unterschiedlich verstanden bzw. interpretiert. "Der Konsument interpretiert den Begriff "gesundes Wohnen" aus seiner eigenen Befindlichkeit, Vermutung heraus. Laufende Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit ist unumgänglich. Zu achten ist auf eine kundenorientierte Kommunikation der Themen, die für den Entscheider einen klaren Nutzen erkennbar macht", so Dieter Scharitzer, Professor an der WU Wien.

MeineRaumluft.at © MeineRaumluft.at

Thomas Schlatte, MeineRaumluft. at:

Marktchance nicht vergeben

Man erkenne dieses Manko auch in der Finanzierungskette, waren sich die Experten einig. Küche, Bad, Couch und TV-Gerät hätten erste Priorität, gesunde Wohn- und Arbeitsräume wecken, wenn überhaupt, erst durch eine aktive Ansprache Interesse. "Gesundheitsvorsorge im Wohn- und Arbeitsbereich, aber auch die Steigerung des Immobilienwertes sind klare Argumente für gesundes Bauen. Der Baumeister muss kein Arzt werden, aber sollte sich in diese Thematik vertiefen. Er vergibt sonst die Chance, sich zeitgemäß zu positionieren und neue Märkte zu erschließen", so Thomas Schlatte, MeineRaumluft.at.


AutorIn:

Datum: 05.12.2014

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Ein ungebrochen dynamisches erstes Halbjahr am heimischen Zinshausmarkt – an das sich eine starke Herbstrallye anschließen dürfte: Die Branchenmakler von Hudej haben das Grundbuch analysiert und die jüngsten Zahlen sowie laufende Trends gestern vor Journalisten präsentiert. Hausintern rechnet der auf Zinshäuser spezialisierte Dienstleister mit einer Verdopplung seiner Marktanteile – auf satte 15 %.

Good News von den heimischen Möbelproduzenten: Im ersten Halbjahr konnte laut der Berufsgruppe Holzindustrie, angesiedelt im Fachverband der Holzindustrie in der WKO, ein Produktionsplus von 6,9% erzielt werden. Das Fertigungs- und Absatzvolumen ist damit auf 927,8 Millionen Euro gestiegen. Ganz oben in der Statistik angesiedelt sind Laden- und Küchenmöbel (plus 14,1 % bzw. 12,8 %). Auch bei Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln aus Holz wurde ein zweistelliges Plus (10,9 %) registriert.

Positives Echo aus München: Laut Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien, sei das Interesse am rot-weiß-roten Standort und seinen Playern bei der nun zu Ende gegangenen Expo Real so groß wie schon lange nicht mehr gewesen. Gleichzeitig hätten die heimischen Immobilienunternehmen einen starken Auftritt hingelegt, der ihn an Zeiten des großen Zentral- und Osteuropabooms denken lässt.

Der österreichische Markt für kommerzielle Immobilien ist laut jüngstem Bank Austria Real Estate Report für Österreich nach wie vor sehr attraktiv. Im Gesamtjahr 2016 könnte mit 3,9 Milliarden Euro bei kommerziellen Immobilien ein zumindest ähnlich hohes Investitionsniveau wie im letzten Jahr erreicht werden.

Durchschnittlich 204.000 Euro kostete ein Einfamilienhaus in Österreich im 1. Halbjahr 2016, so das Maklernetzwerk Re/Max. Das Bundesland Niederösterreich ist Spitzenreiter bei der Anzahl der Verkäufe und beim Verkaufs-Volumen.

Im Versuch, die konjunkturellen Folgen des Brexit-Votums abzufedern, bereitet die britische Regierung ein Maßnahmenpaket zur Förderung der Wohnimmobilienwirtschaft vor.