OVI-Kritik an WIFO-Studie: Vermieten muss leistbar bleiben

Zusammenhänge würden negiert werden, meint OVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel zu einer aktuellen WIFO-Studie über angestiegene Mietpreise: Steuer, Sanierung und andere Faktoren bleiben unberücksichtigt.

Aus der aktuellen WIFO- Studie geht eindeutig hervor, dass Richtwertmieten im Gegensatz zu angemessenen und freien Mieten deutlich weniger gestiegen sind, wie das WIFO explizit feststellt. Solche Wahrheiten werden gerne versteckt. Vielmehr werden Gemeinplätze strapaziert, die einem mündigen Bürger das Denken bei dieser Sommerhitze abnehmen soll.

Ganz böse, diese privaten Vermieter, sind doch die Mieten bei ihnen höher als im Gemeindebau oder in der Genossenschaftswohnung, so die naheliegende Schlussfolgerung . Völlig negiert wird in diesem Zusammenhang, dass weder Gemeinnützige noch Kommunale Wohnungsunternehmen einer Einkommensteuer bzw. Körperschaftssteuerbelastung unterliegen. Wenn die Preise gleich wären, die Gemeinnützigen aber nur kostendeckend arbeiten dürfen, wo liegt die Differenz?

Noch eines zur Statistik: Bei den Wohnkostenvergleichen mit gemeinnützigen Bauträgern wird überdies die zu leistende Einmalzahlung des Nutzers, der Baukostenzuschuss, nicht berücksichtigt. Wenn man diesen Betrag auf die monatliche Wohnbeitragszahlung umlegt, erhöht das die nur scheinbar günstigen Genossenschaftsmieten deutlich.

Dass bei der Neuvermietung mit höheren Preisen zu rechnen ist hat auch noch andere Gründe. Die rapid gestiegenen Erwartungshaltungen der Kunden spiegeln sich hier wider. Ein neu vermietetes Objekt muss heute viel aufwändiger saniert werden als noch vor 10 Jahren, das schlägt sich natürlich auf die Kosten. Auch Vermieten muss leistbar bleiben – ansonsten droht die Finanz dem privaten Vermieter mit Liebhaberei.


Autor:

Datum: 30.07.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Köpfe und Meinungen

Wie die Fachvereinigung Mineralwolleindustrie (FMI) mitteilt, wurde Klamminger in seiner Funktion für das Jahr 2017 bestätigt. Seine Agenda hat er bereits definiert: Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen will Klamminger das Bewusstsein über den Sinn des Einsatzes von Mineralwolledämmstoffen bei Endverbrauchern weiter ausbauen – und damit an die im letzten Jahr gelaunchte Infokampagne anschließen.

Hans Mißbichler hat die Geschäftsführung von Rustler Baumanagement, spezialisiert auf Bauplanung und Projektmanagement, übernommen. Bislang war das Unternehmen von Markus Brandstätter, seines Zeichens Geschäftsführer der Rustler Immobilienentwicklung, in Personalunion geführt worden.

Wechsel an der Spitze der Strabag Real Estate (SRE): Theodor Klais (im Bild) übernimmt ab 1. April 2017 die Geschäftsführung. Noch-Chef Gerald Beck scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus.

Neuzugang beim in Wien und Niederösterreich engagierten Immobilienentwickler: Gunnar Haberl wurde zum neuen Finanzvorstand bestellt und rückt damit in das Führungsteam der NOE Immobilien Development AG (NID) auf, die seit Jahresbeginn unter neuer Eigentümer-Flagge segelt.

Der deutsche Wärmepumpen-, Heiz- und Kühlspezialist Novelan nimmt verstärkt den österreichischen Markt ins Visier. Für den angestrebten Wachstumskurs hat man mit Manfred Ceplecha einen branchenerprobten Vertriebsexperten ins Boot geholt.

Das Verkaufs-Support-Center des niederösterreichischen Fertighausherstellers Vario-Haus wird ab sofort von Markus Döller, der seit 2002 im Unternehmen beschäftigt ist, geleitet. Wie das Unternehmen meldet, wird er mit seinem Team für die Unterstützung aller Bauberater in Planungs-, Kalkulations- und Verkaufsfragen sowie für die Betreuung der integrierten CAD-Software verantwortlich zeichnen.