Sole-Wärmepumpe mit Tiefensonde

Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen via Tiefensonde die Erdwärme zur Energiegewinnung.Diese Wärmepumpen sind besonders für kleine Grundstücke und beengte Verhältnisse geeignet.

Bei der Sole/Wasser Wärmepumpe wird die Wärme aus der Erde zur Energieerzeugung verwendet. Diese Erdwärme kann auf verschiedene Arten gewonnen werden, z. B. mit Erdregistern, das sind Rohrsysteme, die in ein bis zwei Metern Tiefe auf dem Grundstück verlegt werden. Die Heizenergie kommt in diesem Fall fast ausschließlich aus der im Sommer an der Oberfläche eingespeicherten Sonnenenergie. Die Dimensionierung der Register hängt von der Bodenbeschaffenheit ab, in der Regel ist die doppelte bis dreifache Fläche des beheizten Wohnraums nötig. Zu vermeiden ist eine nachträgliche Überbauung der Fläche sowie zu geringe Abstände zu Kanal- oder Wasserleitungen.

Bei wenig Platz : Tiefensonde

Mit einer Tiefensonde wird die geothermische Energie aus dem Erdinneren (mindestens 100 Meter, meist um die 130 Meter) erschlossen. Es wird eine Bohrung vollzogen, in die ein doppelwandiges Rohr eingeführt wird.

Bei Mehrfachbohrungen sind Mindestabstände von sieben Metern zwischen den einzelnen Sonden einzuhalten. Die Tiefensonden sind mit einem Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch gefüllt. Diese „Sole“ wird mit einer Umwälzpumpe im Kreis gefördert wo sie die im Erdreich aufgenommene Energie über die Wärmepumpe an die Heizung abgibt.

Ein ganz klarer Vorteil dieser Methode ist, dass es sich um ein geschlossenes System handelt. Damit findet kein Eingriff in das ökologische Stoffgleichgewicht statt. Außerdem kann die Tiefensonde in jeder beliebigen geologischen Formation verwendet werden. Bei schwierigem Untergrund besteht aber das Risiko von Fehlbohrungen, und dadurch entstehende höhere Kosten. Übrigens: Erdbohrungen sind eine heikle Angelegenheit und dürfen nur von Profiunternehmen durchgeführt werden!


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Datum: 28.09.2016

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Die Wärmepumpe ist eine technisch ausgereifte, höchst effiziente und vergleichsweise kostengünstige Technologie. Im Schnitt liefert die Wärmepumpe für eine Kilowattstunde elektrischer Energie vier Kilowattstunden Wärme für das Heizsystem.

Da die Entscheidung über die Beheizungsart sehr früh erfolgt, sind gegebenenfalls bereits Kontakte mit dem Fernwärmeunternehmen erfolgt. Es liegen dem Planer bereits Informationen über die Anschlussdurchführung, Rohrdimension, usw. vor.