Das vollständige Entfernen von alten Beschichtungen erfolgt z.B. durch Abbrennen, Abbeizen oder Abschleifen. Holzfehler und dergleichen werden mit Zweikomponentenfüllmasse verfüllt, wobei ein Kittüberzug nur auf Innenbauteilen zulässig ist.Scharfkantige Übergänge zwischen abgeschliffenen oder abgebrannten Holzteilen und dem Altanstrich sind verlaufend zu schleifen.
Holzfugen, insbesondere vom Tischler aufgeweitete Holzfugen (Bewegungsfugen) wie z.B. Verbindungsfugen zwischen Schlitz- und Zapfenstücken, Sprossenanschlüsse, Schlagleistenanschlüsse usw., werden vor dem Aufbringen der Schlussbeschichtung mit einem zähplastischen, lösungsmittelhältigen Dichtstoff auf Acrylbasis abgedichtet. Ebenso werden Anschlussfugen zwischen Sohlbankblechen und Fensterstöcken abgedichtet.
Imprägnierung
Neue oder gänzlich abgeschliffene Teile, die der Witterung und der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, müssen imprägniert werden. Dabei muss auf deren Verträglichkeit mit den nachfolgenden Beschichtungsprogrammen geachtet werden.
Beschichtung
Bei nicht ausreichend deckenden Beschichtungsstoffen (z.B. organisch pigmentierte Farben) ist es manchmal erforderlich, zur Erzielung einer volldeckenden Beschichtung zusätzlichen Zwischenanstriche durchzuführen. Außenbauteile sind allseitig mit dem gleichen Aufbau und gleicher Dicke zu beschichten.
Werden Fenster mit Kittfälzen neu verglast, so muss nach dem Ausglasen und reinigen der Kittfälze durch den Glaser der Holzfalzgrund imprägniert, grundiert und mit einer Zwischenbeschichtung versehen werden.