Bauen mit Lehm

Seit 9.000 Jahren bis ins 19. Jahrhundert hinein war Bauen mit Lehm eine anerkannte und weitverbreitete Bautechnik. Mit der zunehmenden Industrialisierung bekam Lehm einen schlechten Ruf. Eigentlich zu Unrecht.

Schuld am schlechten Ruf war die Kombination mit den damals neuen Baustoffen Zement und Gips - es kam zu Schäden an den Bauwerken. Erst als Ende des letzten Jahrhunderts ein Umdenken in Umweltfragen einsetzte wurde Lehm als Baustoff wiederentdeckt. Am Markt erhältlich sind mittlerweile anwendungsfreundliche Lehm-Fertigprodukte wie Lehmbau-Platten und Lehm-Passivhaus-Module.

Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit

Lehm entsteht durch Verwitterung oder Ablagerung von Sand, Schluff und Ton. Lehm ist in feuchtem Zustand formbar, in trockenem Zustand wird er fest. Gibt man Wasser dazu quillt Lehm auf, beim Trocknen schrumpft er. Lehm kann Luftfeuchtigkeit aufnehmen, speichern und bei zu trockener Luft wieder an die Umgebung abgeben. In Lehmhäusern herrscht eine gleichbleibende relative Luftfeuchtigkeit.

Lehm wird oft ungebrannt verwendet, er kann aber auch zu Ziegeln gebrannt werden. Lehmziegelwände weichen bei starkem Regen auf, müssen also vor Feuchtigkeit geschützt werden.

trevor kittelty/shutterstock.com © trevor kittelty/shutterstock.com

Größtes sakrales Lehmgebäude: Große Moschee von Djenné in Mali:


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Datum: 17.04.2012

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