Alles über Zement

Zement wird mit Wasser angerührt, erstarrt selbständig und bleibt auch unter Wasser fest. Wichtige Anwendungsgebiete sind die Herstellung von Mörtel und Beton. Bei der Verarbeitung müssen Handschuhe und Brille getragen werden.

Bereits die alten Römer setzten beim Bau des Pantheon in Rom (118 bis 125 nach Christus) "Opus Caementitium" ein, ein betonartiges Mauerwerk aus Bruchsteinen mit gebranntem Kalk als Bindemittel. Auch heute besteht Zement hauptsächlich aus Calciumsilicat - mit Anteilen an Aluminium- und Eisen-Verbindungen sowie Anteilen an Sulfaten. Zement wird mit Wasser angerührt, erstarrt selbständig und bleibt auch unter Wasser fest. Wichtige Anwendungsgebiete sind die Herstellung von Mörtel und Beton.

Die Herstellung erfolgt im Trockenverfahren: Kalkstein, Sand, Ton und Eisenerz werden vorzerkleinert in einer Rohmühle vermahlen und getrocknet. Das dabei entstehende Rohmehl wird bei Temperaturen von ca. 1.450 Grad zu Klinker gebrannt und anschließend abgekühlt. Die hier entstehenden Granalien werden zu Zement vermahlen. Bei der Verarbeitung von Zement müssen Handschuhe und Brille getragen werden, da die entstehende Lauge zu Verätzungen führen kann.

Spezialzemente

Durch die Zugabe verschiedener Stoffe wie Hüttensand, Puzzolan, Flugasche oder Kalkstein werden Zemente mit speziellen chemischen und physikalischen Eigenschaften hergestellt.

  • Weißzemente werden aus eisenarmen Rohstoffen hergestellt. Der Einsatz erfolgt hauptsächlich bei Terrazzo-Platten, Putz- und Sichtbeton. Weißzement lässt sich mit Farbpigmenten leicht einfärben.
  • Thurament wird im deutschen Thüringen hergestellt und ist ein spezieller Zement aus Hochofenschlacke oder Hüttensand mit Gips.
  • Celitement soll 2014 auf den Markt kommen: Der Spezialzement wird bei unter 500 Grad Celsius hergestellt und weist wesentlich günstigere Stoff- und Energiebilanzen auf als normaler Zement.

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Datum: 17.04.2012

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