Innovationsrallye bei der „architect@work“ 2016

Zwei Tage lang wurde die Wiener Stadthalle mit dem Messe-Event „architect@work“ zur zentralen Begegnungszone am Bau-, Wohn- und Designmarkt: Innovatoren aus den relevanten Produktbranchen sowie deren Vertriebspartner trafen mit ihren frisch gelauchnten Neuheiten auf einen ausgewählten Architektenkreis.

Ebenso im Messepublikum: Innenausstatter und potenzielle Auftraggeber, die nach einem maßgeschneiderten Registrierungssystem – gezielt und handverlesen – eingeladen worden waren. Nicht minder exklusiv ging es an den Ständen zu: Wer es durch ein strenges Juryverfahren auf die Ausstellerliste geschafft hatte, durfte mit den jüngsten Trends und „heißen Produkteisen“ der letzten zwei Jahre anreisen. wohnnet Business hat sich ins Messegetümmel gestürzt und Stimmungsbilder der Aussteller eingefangen.

Die Fachmesse, die 2016 in insgesamt 14 Metropolen in Europa und Kanada gastiert, machte am 12. und 13. Oktober erst zum zweiten Mal in Wien Station, diesmal mit dem Schwerpunktthema „Glas und Architektur“. Wissenschaftliche Seminare zum Thema Innovation bei Bau und Renovierung und konkrete Fallstudien sorgten für zusätzlichen Zulauf.

Wurden bei der ersten Edition rund 130 Aussteller akkreditiert, so sei es laut Messeveranstalter diesmal gelungen, bereits 160 Firmen zu gewinnen. Für die Initiatoren ein "deutliches Zeichen für die wachsende Relevanz der Veranstaltung". Neben sehr viel Premierenpublikum gaben sich zahlreiche „Wiederholungstäter“ ein Stelldichein. Überzeugt hat sie das Konzept, dass sich exklusiv an die Architektenszene richtet.

Messemarktplatz und Ideenbörse

Bei dieser zentralen Entscheidergruppe wolle man endlich den Fuß in die Tür bekommen, formulierte ein Messestandbetreiber. Andere wollten die Messe für den Produktlaunch nutzen: Ziel Nummer eins sei, sich selbst ins Gespräch zu bringen. Nachhaltige Kontakte, die rein über den Diskurs und Informationsaustausch hinausgehen, hatten alle auf ihrer Wunschliste. „Wir wollen hier Deals machen“, gab der nächste die Marschrichtung vor. Alle zeigten sich im Gespräch guter Dinge: nicht nur weil die Klientel und damit die Gesprächsbasis stimmen würde. Auch das Messekonzept überzeugt, wie beim Rundgang in Erfahrung gebracht werden konnte.

Stimmungsbilder der Aussteller auf der architects@ work

wohnnet.at/Alexander Hofbauer © wohnnet.at/Alexander Hofbauer

Kaindl-Duo: Roland Eisenberger (Gebietsverkaufsleiter Österreich West, Südtirol) und Bernhard Walzer (Gebietsverkaufsleiter NÖ, Wien, Burgenland und Ungarn).

Roland Eisenberger– Kaindl-Gebietsverkaufsleiter für Westösterreich und Südtirol (links im Bild)– und Bernhard Walter, u.a. zuständig für Ostösterreich, stellen „Endgrain Raw“ ins Schaufenster. Das nächste Dekorplattenkonzept, das Hirn- und Längsschnitt optisch vereint, soll in Wohn- und Hotelwelten Einzug halten. In ihrem Gepäck: furniertes Echtholz wie Zirbe auf Kiefer, Oberflächen, die nicht mit Struktur sparen, satte Holztöne für Küchen-, Kasten- und Wandelemente und reduzierte Beton-Looks. „Auf der architect@work wollen wir u.a. Innenarchitekten und Hotelausstatter ansprechen“, sagt Walzer. Das Interesse sei gegenseitig, die Erwartungshaltung an die Zielgruppe dementsprechend hoch.

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Dominic Karoly, Verkaufs- und Außendienstleiter bei Eclisse.  

Schiebetürexperte Eclisse hat mit dem frisch gelaunchten, multifunktionalen elektrischen Door Opener die Professionisten im Visier. Verkaufs- und Außendienstleiter Dominic Karoly hofft auf gute Resonanz für den nächsten Automatisierungsstandard, der in Arztpraxen und im VIP-Backstage-Bereich gleichermaßen zum Einsatz kommen soll. „Auf der Messe trifft man seine Ansprechpartner. Wenn sich unter tausend Besuchern zehn konkrete Kontakte herauskristallisieren, hat es sich ausgezahlt“, sagt Karoly.

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Wippro-Head of Export: Nadja Wipplinger  

Wie Zarge, Türblatt (in der Altholzvariante, als Steinverkleidung oder in Glasform) und Wand bestmöglich ineinander verschmelzen können, will das Wippro-Team beim Messe-Event mit der Flat-Edition demonstrieren. Bereits 2015 hat man sich als Besucher vom Messekonzept überzeugen können, 2016 wurde auf die Ausstellerseite gewechselt: „Wir sind im letzten Jahr interessiert angereist und überzeugt zurückgekehrt, meint Exportleiterin Nadja Wipplinger. „Frequenz und Fachklientel – alles stimmt.“

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Mark Rada, Architect und Design Sales Manager bei der Cosentino Group.

Der Naturstein stand für die kompakten Oberflächen von „Dekton Xgloss“ Pate: am Messestand bringt die Cosentino-Gruppe die „rockenden“ Highlights für jeden Flächeneinsatz in drei neuen Farben. Sales Manager Mark Rada will den Newcomer erstmals in Europa vor Publikum präsentieren. Der Spezialist ist bereits zum zweiten Mal vor Ort. Er rechnet auch 2016 mit „sehr vielen Kontakten“. Die Produktlinie sei noch wenig bekannt. Folglich wolle man mit Architekten ins Gespräch kommen – und das Projektgeschäft nachhaltig ankurbeln. Die Zielgruppe ist Rada zufolge ein „wichtiger und vielversprechender“ Multiplikator.

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Fundermax-Team: Michael Apolloner (Vertrieb Handel/Sales Retail) und Sandra Leithner (Projektkoordinatorin).

The Sky is the Limit? – Bei Fundermax sieht man das jetzt anders. Der Fassadenplattenspezialist will mit der robusten, natürlich aussehenden Oberflächeninnovation den Markt beackern und in der Architektenszene punkten: Sky Dekor, konzipiert für den Außenbereich, müsse haptisch begriffen werden, sagt Vertriebler Michael Apolloner, der mit Projektkoordinatorin Sandra Leithner, nach potenziellen Partnern Ausschau hält. Die Messe sei hier die ideale Spielwiese um Architekten und Co für das eigene Produkt zu begeistern. Apolloner: „Wir sind glücklich, die strengen Messekriterien erfüllt zu haben und als Aussteller dabei sein zu dürfen.“

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Das Trio aus dem Hause Jung: Willi Rabl (Projektmanagement), Sandra Tulowitzki (Key Account, intern. Projekte) und Patrick Breineißl (techn. Berater für Ostösterreich).

Die nächste Schaltergeneration aus dem Hause Jung: Mit LS Zero wird der Schalter Teil des Mobiliars und als gestalterisches Raumelement selbst Teil des Designs, erfährt man bei Prjektmanager Willi Rabl (links im Bild), der die technische Beratung verantwortet. Er will die zwei Messetage als Promotion-Plattform nutzen und die Linie verstärkt am Österreich-Markt positionieren. Dies sei der richtige Platz, um „in intensiven Gesprächen“ das Produkt zu erklären und Planungsmodi aufzuzeigen. „Ich freue mich auf anregenden Austausch.“

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Internorm-Architektenberater Markus Riel.

Markus Riel, Architektenberater bei Internorm, hat ein Produkt-Triple am Messestand aufgebaut: darunter das HF 10 mit I-Tec Core – eine facettenreiche Holz/Aluminium-Fensterlösung mit festem, stabilem Holzkern. Er ist den Dialog mit den Fachleuten in der Stadthalle bereits aus dem letzten Jahr gewohnt. „Ich bin von der Qualität der Besucher überrascht. Und meine Gegenüber vom Messeformat“, so Riel. Viele sagten ihm, dass sie mehr Zeit in die Messe investiert hätten, wären sie mit dem Messekonezpt und der Inszenierung schon vorher schon vertraut gewesen. Auch 2016 sei, so sein Tenor, die Grundstimmung „äußerst positiv“.

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Johannes Reiter, Velux-Vertriebsleiter VMS/MOS.

Für Velux-Vertriebsleiter Johannes Reiter ist architect@work eine Premiere. Der Grund seiner Messepräsenz: Die Markteinführung eines modularen Oberlichtsystems, vollständig vorgefertigt und „daher unkompliziert in der Montage“, wie er im Talk ausführt. Jetzt gelte es, den Architektenkreis mit dem Produkt bekannt zu machen. Ziel seien „Deals fürs Dach“. Darüber hinaus will er die Themenkette Dach-Luft-Licht mit seinen Besuchern diskutieren. Ein sensibles Thema, wie er meint. „Belüftung und natürliche Beleuchtung, Dämmung, Schutz der Hülle: Hier haben wir Expertise. Ich freue mich auf den Informations- und Gedankenaustausch.“

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Daniela Pausackl, Marketingverantwortliche der Redwell Manufaktur.

Der Infrarotheizspezialist Redwell stellt den Handtuchtrockner 2.0 – auch in der Spiegelbildvariante erhältlich – zur Schau. Daniela Pausackl aus dem Marketing betont, bei den Architekten Fuß fassen zu wollen. Mit dem neuen Badheizsystem adressiere man vor allem den Hotelbereich. Schon die ersten Stunden hätten zu interessanten Gesprächen geführt, sagt Pausackl, die vom Messegesamtkonzept überzeugt ist. Es herrsche Chancengleichheit an den Ständen: Im Vordergrund würden Innovationen stehen – und sonst nichts!

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Hermann Weiß, zuständig für den Verkaufsaußendienst und das Projektgeschäft bei Wienerberger.  

Hermann Weiß, bei Wienerberger zuständig für den Verkaufsaußendienst und das Projektgeschäft, zählt zu den Messenewcomern – ebenso die ausgestellte, energiesparende Porotherm W.i.-Ziegelfamilie, Wärmedämmung inklusive. Architekten seinen "freudig erstaunt", wenn er sein neues Produktbaby erkläre, erzählt Weiß. Die Messe sei eine ideale Plattform, um den Boden für weiterführende Gespräche aufzubereiten. Zudem wolle er „die spannende Zielgruppe“ ganz generell für den Baustoff Ziegel sensibilisieren. Sein Ziel: ganz eindeutig der Wohnausanlagenbau.

 

Messeprofil und Ausstellungskonzept: Wien man ein Messticket löst

Die Aussteller stellen ausschließlich innovative Produkte, Materialien, Anwendungen und Dienste aus. Die Zulassung beziehungsweise Ablehnung der Teilnahme wird auf der Grundlage der innovativen Beschaffenheit jedes auszustellenden Produkts entschieden. Um ein ausgewogenes Ausstellerangebot zu gewährleisten, wird einen Quotensystem pro Fachbereich verwendet. Ein Ausschuss von Architekten und Innenarchitekten bewertet den innovativen Charakter jedes auszustellenden Produkts.

Einmal dabei sind seitens der Aussteller ganz genaue Standregeln einzuhalten. Standaufbau und Produkteinsatz werden vor dem Messe-Opening noch einem Letzt-Check unterzogen, um absolute Chancengleichheit zu gewährleisten.

Weitere Infos unter: www.architectatwork.at


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Datum: 17.10.2016

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