E-Mail Marketing - Rechte und Pflichten

Der Versand von Massenmails und Newslettern ist zwar keine Wissenschaft, einige Grundregeln gilt es aber auf jeden Fall zu beachten. Vor allem rechtliche Fragen dürfen nicht außer Acht gelassen werden! Für E-Mail Marketing gelten strenge Gesetze. Finden Sie hier die wichtigsten zusammengefasst.

Mittels E-Mail Marketing können Unternehmen direkt mit der gewünschten Zielgruppe in Kontakt treten. Es ist effizient, kostengünstig und bietet großartige Möglichkeiten der Erfolgskontrolle. E-Mails und Newsletter sind das optimale Mittel zur Kundenbindung oder -gewinnung.

Strenge Gesetze und Regeln

Allerdings: Einfach mal ein Mail "raus schießen" sollten Sie nicht! Das kann auch schief gehen. Vorab müssen Sie folgende Fragen beantworten können: Welche Adressen darf ich in meinen E-Mail-Verteiler aufnehmen? Darf ich die Daten der EmpfängerInnen anderweitig auswerten, verwenden oder sogar weiter geben? Welche Informationspflichten muss ich beachten?

Bei Missachtung drohen Gericht

Wer diese Fragen ignoriert, muss im schlimmsten Fall mit jahrelangen und teuren Rechtsstreits rechnen. Manchmal für ein Unternehmen sogar noch schlimmer: Für halbwegs versierte Internetuser ist es mittlerweile ein Leichtes, einen "Shitstorm", heißt eine öffentliche Welle der Entrüstung - zum Beispiel via Facebook - auszulösen.

...und Imageverlust

Selbst wenn es zu keinem Streit vor dem Gericht kommt, die "Community" reagiert in der Regel gerade auf Datenschutzverletzungen sensibel. Um das Image zu ruinieren, braucht es schon lange keine große Berichterstattung in den Massenmedien mehr. Ein kleiner Anstoß, ein einziger Kommentar auf der Social Media Plattform kann einem Unternehmen geradezu "das Genick brechen" und den aufgebauten guten Ruf zerstören.


Laut Gesetz ist es verboten, elektronische Nachrichten als Massensendung oder zu Werbezwecken ohne eine vorherige Zustimmung der EmpfängerInnen zu verschicken. Sogar private E-Mails können vom Gesetz betroffen sein.

Die wichtigsten Grundlagen für den Umgang mit kommerziellen E-Mails ergeben sich für Österreich aus dem Telekommunikations-Gesetz (TKG). Demnach ist es grundsätzlich verboten, ohne Erlaubnis der EmpfängerInnen E-Mails als Massensendung oder zu Werbezwecken zu senden.

Achtung: Das TKG gilt für Massensendungen oder für Mails zum Zwecke der Absatzförderung! Somit gilt es auch für einzelne Mails, wenn sie zur Absatzförderung verschickt werden. Laut OGH fallen darunter "alle auf Absatz gerichteten Aktivitäten", also auch ein bloßes Angebot oder eine Produkt-Information.

Außerdem unterliegen mit dieser Formulierung auch private Mails dem Gesetz wenn sie an mehr als 50 EmpfängerInnen verschickt werden. Eine Einladung an FreundInnen kann damit also – zumindest theoretisch – durchaus unter das Telekommunikationsgesetz fallen.

AutorIn:

Datum: 15.01.2016

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  • DaveBorlisc schrieb am 27.07.2016 11:15:27

    Die Rechte und Pflichten beim Email Marketing werden oft vernachlässigt. Vielen Dank für den informativen Beitrag. Die rechtlichen Grundlagen im Email Marketing sind auch hier zusammenfasst: https://www.backclick.de/email-marketing-blog/rechtlichen-grundlagen-e-mail-marketing/

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