Austrian Standards gründet „Dialogforum Bau Österreich“

Austrian Standards gründet das "Dialogforum Bau Österreich", in dem von Betroffenen und Interessenten einheitliche Normen diskutiert und beschlossen werden sollen. Es soll ein Lenkungsgremium für ein Programm zur Vereinfachung der Inhalte freiwilliger Bauregeln entstehen.

Eine französische Studie untersuchte, wie sich Normen auf einzelne Wirtschaftszweige und deren Zufriedenheit auswirken. In allen Sektoren wurden die Effekte mit 70 bis 78 Prozent als positiv beurteilt. Nur der Bausektor wich ab. Hier beurteilten 52 Prozent die Kosten höher als den Nutzen. Je kleiner die Unternehmen, desto mehr. Ähnliches könnte auch für Österreich gelten. Außerdem: In Österreich wird seit etwa drei Jahren von verschiedenen Kreisen darüber geklagt, dass es zu viele "Baunormen" gebe und diese zu kompliziert seien, aber ohne konkrete Beispiele zu nennen. Das von Austrian Standards gegründete "Dialogforum Bau" soll hier endlich eine Einheitlichkeit schaffen.

Den jahrelangen Diskussionen über freiwillige Normen und deren Auswirkungen auf die Bau- und Wohnkosten sollen nun konkrete Ergebnisse folgen. "Große Worte gab es genug. Jetzt braucht es klare Entscheidungen und Maßnahmen, um gemeinsam zu klaren und einfachen freiwilligen Bauregeln in Österreich zu kommen" erklärt Stampfl-Blaha die Gründung des Forums. Eingeladen werden alle, die sich bisher zum Thema geäußert haben bzw. jene, die Verantwortung im Bausektor tragen. Dass dabei der Bereich Baugewerbe eine Schlüsselrolle einnimmt, liegt auf der Hand. Angesiedelt wird das Dialogforum beim Präsidium von Austrian Standards.

Regelungen auf freiwilliger Basis

Das "Dialogforum Bau Österreich - Gemeinsam für klare und einfache Bauregeln" wird als Lenkungsgremium für ein Programm zur Vereinfachung der Inhalte freiwilliger Bauregeln - das sind freiwillige Normen und freiwillige Regelwerke - fungieren. "Gesetzliche Regelungen werden nur dann ein Thema sein, wenn sie in direktem Bezug zu freiwilligen Regelwerken stehen", so Stampfl-Blaha.


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Datum: 09.07.2015

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