Was ist Bauteilaktivierung?

Der Begriff ist in aller Munde, doch was genau versteht man unter Bauteilaktivierung? Welche Bauteile werden da wie und wofür aktiviert? Und was bringt’s? Hier die Antworten.

Wenn von Bauteilaktivierung, oft auch Betonkernaktivierung oder thermischer Bauteilaktivierung, die Rede ist, meint dies in erster Linie Wände, Decken und Böden, die aktiviert werden, und so zu einer Reduktion der Heiz- und auch Kühlenergie beitragen. Die Bauteilaktivierung ist eine zeitgemäße Methode der Klimatisierung von Gebäuden und die Idee dahinter ist einfach erklärt: In den besagten Bauteilen werden Rohre verlegt, durch die Wasser oder ein anderes Medium strömt und so die Räume wärmt oder kühlt. Es geht also um nichts anderes als die Installation großflächiger Heizungen bzw. Kühlungen.

Jeder Baustoff ist möglich

Solange er genügend Wärme speichern kann, ist jeder Baustoff geeignet für eine Aktivierung. Da in den meisten Fällen jedoch Decken und Böden betroffen sind und diese hierzulande zum größten Teil aus Beton gefertigt sind, spielt dieser etwa im Vergleich zu Holz oder Ziegel die größte Rolle. Nicht ohne Grund ist in diesem Zusammenhang oft eben auch von Betonkernaktivierung die Rede.

Niedrigere Vorlauftemperatur reduziert Verbrauch

Aufgrund der großen Flächen, die als Heizung bzw. Kühlung dienen, kann mit entsprechend niedrigeren Temperaturen gearbeitet werden. Besonders gut eignen sich dafür Heizsysteme wie die Solarthermie oder Wärmepumpen – regenerative Systeme, die erneuerbare, quasi kostenlose Energien einsetzen und so die Minimierung Ihrer Heizkosten unterstützen.

Was heizt, kann auch kühlen

Bauteilaktivierung ist wie bereits erwähnt eine gute Möglichkeit, seine Räume zu klimatisieren – also auch zu kühlen. Während im Winter also erwärmtes Wasser durch die Rohre fließt, sorgt im Sommer das gekühlte Wasser für angenehme Temperaturen. Diese Art der Klimatisierung ist günstiger und umweltschonender als so manche Klimaanlage.


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Datum: 19.09.2016

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